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Tagesarchiv für 16. September 2011

Regieren: alle 14 Tage

Freitag, den 16. September 2011 um 15:50

Alle 14 Tage einmal sieht UVEK-Chefin Doris Leuthard als Bundesrätin einen ihrer Amtsdirektoren, der dann Vorlage machen müssen, was wichtig und dringlich ist. Das ist die Wirklichkeit des Regierens: Die Ämter arbeiten, die Frau Bundesrätin darf alle 14 Tage Zeichen setzen. Reisen, Vorträge, Medien, Orientierungen und freundschaftliche Begegnungen nehmen den Rest der Zeit weitgehend in Anspruch. Sie nennt dann friedliche Badenser „Taliban“ oder verspricht einen Atomausstieg, den derzeit niemand mehr glaubt.

Schweizer Hasenjagd

Freitag, den 16. September 2011 um 15:50

Im Herbst, wenn die Büchsen knallen, ist die Jagd des Mannes Lust. Leider sind es derzeit die Schweizer Bankiers, die wie gejagte Hasen über die Stoppelfelder rasen, um eine Kuhle zu finden, die Deckung gibt. Aus New York City kommen die schärfsten Schüsse, wo auch Washington uns keine Deckung gibt. Die Deutschen, dachten die Bankiers, geben nun Ruhe, aber aus Düsseldorf kommen erneut die Treiber, um Milliarden aufzustöbern. Paris und Brüssel lauern im Hintergrund; die italienischen Jäger sind derzeit mit sich selber beschäftigt. Die Engländer sind auf Fuchsjagd und zeigen an Schweizer „Chüngeln“, weil kurzfristig gesättigt, wenig Interesse,

Unsere Bankiers atmen schwer. Damit haben sie nicht gerechnet. Ihre Zivilisation wankt.

Die Bürger von Seldwyla à la SRG

Freitag, den 16. September 2011 um 15:00

Würde Gottfried Keller heute leben, er würde die Bürger von Seldwyla neu schreiben, Teil 2. Im Seldwyla des 21. Jahrhunderts wurde entschieden, dass, auch wer nicht TV schaut, dafür Gebühren bezahlen muss. Beschlossen haben dies die Vertreter des Schweizer Volks im Nationalrat auf Antrag ihrer Medienministerin Doris Leuthard. Weil die SRG dringend Geld sucht, und dies für Sendungen, die nicht einmal die halbe Gebühr wert sind, schlage ich eine weitere Variante zur Sanierung öffentlicher Budgets vor: Wer durch die zugemauerten Fenster von Seldwyla, Teil 1, in die Weite blickt, soll für den Genuss der Landschaft zahlen. Merke: Es gibt keinen Grund, eine Zahlung zu verweigern, wenn nichts die Gegenleistung ist.

Bundesrätin Doris Leuthard ist ohnehin eine Zaubermeisterin von Las Vegas’schem und monegassischem Zuschnitt. Sie kündigt das Ende der Atomkraftwerke an (Tusch!), um nach gewonnenem Applaus zu sagen, ganz so sei es nicht gemeint gewesen. Kein Tusch mehr, grosse Verblüffung.

Zürcher FDP als Chaospartei

Freitag, den 16. September 2011 um 14:45

In die lange Kette personeller Fehlentscheide reiht sich auch die Wahl von Dr. Beat Walti zum Präsidenten der kantonalen FDP ein. Wer im Zürcher Ständerats-Wahlkampf Voten der FDP sucht, findet von massgeblichen FDP-Vertretern, darunter einem ehemaligen Journalisten der NZZ, Dr. Christian Steinmann, Präsident des HEV Zürich, vor allem Empfehlungen zugunsten von Dr. Christoph Blocher, dem Ständeratskandidaten der SVP. Sogar Prof. Dr. Felix Gutzwiler, Spitzenkandidat der FDP „kann sich vorstellen, gemeinsam mit Christoph Blocher nach Bern zu gehen.“

Das ist in völligem Widerspruch zur Parteilinie, die von Dr. Beat Walti vertreten wird. Die Zürcher FDP ist so am Ende wie andere kantonale FDP-Sektionen; die Pflege der inneren Parteistruktur wurde in der langen Zeit von Franz Steinegger bis Fulvio Pelli total vernachlässigt. Was Pelli verführt, ist reiner Bluff.

Notter, eine Beamtenkarriere

Freitag, den 16. September 2011 um 12:00

Was Markus Notter, den sozialdemokratischen alt Regierungsrat des Kantons Zürich, kennzeichnet, ist die mangelnde Wirtschaftserfahrung. Jurist, Gerichtsschreiber, Gemeindepräsident im Vollamt, Regierungsrat, nach dem Rücktritt neuer Präsident des Europa-Instituts an der Uni Zürich. Dieser Sozi der Edelklasse (Toskana-Fraktion, Gauche Caviar) hat nie die harte Wirklichkeit des Überlebenskampfes erfahren, wie ihn seit Jahren viele Unternehmen erleben. Er blieb, wie ein Markklöschen in der Suppe, ständig oben, ständig lächelnd, wem verantwortlich? Seiner Karriere natürlich. Als Kolumnist des linksgewuchteten Schweizer Suppléments der deutschen „Die Zeit“ kann er seinen eleganten Geist über den Niederungen der Wirklichkeit weiter schweben lassen.

Die interne und die externe Welt

Freitag, den 16. September 2011 um 11:50

Weil es stets erstaunlich ist, wie gelassen hohe Priester, Äbte und Bischöfe, aber auch schon Generalvikare, nach aussen auftreten, Hand auflegen, Trost spenden, Rat geben und stets Abstand halten zu den Gläubigen, bleibt die Frage: Woher diese Kraft, dieser unnachahmliche Stil, diese Gelassenheit? Die Antwort: In der katholischen Kirche unterscheidet man in der Priesterausbildung zwischen der inneren und der äusseren Welt. Die innere Welt, abgeschirmt durch die Beichte dem höheren Amtsbruder gegenüber, bleibt ein Raum, welcher der Aussenwelt zumeist verborgen bleibt. Auch wer als Priester gesündigt und dies gebeichtet hat, bleibt in dieser inneren Welt der Kirche und der Glaubens. Diese ist streng abgeschlossen von der äusseren Welt, wo der Priester, gleich welchen Rangs, den Gläubigen und Nichtgläubigen gegenüber tritt. Weil die innere Welt gut abgeschirmt und gesichert ist, kann die Ruhe nach aussen, in die äussere Welt, getragen werden. Dieses erfolgreiche Führungsmodell ist nachahmenswert.

Grübels Reputation ist weg

Freitag, den 16. September 2011 um 9:00

Noch vor einer Woche hat ein prominenter Privatbankier, Konkurrent der UBS im Private Banking, Oswald J. Grübel, den CEO des UBS-Konzerns, wie folgt verteidigt: „Herr Grübel hat die Credit Suisse gerettet. Er hat es schwer bei der UBS.“ Das hat sich nun bestätigt.

Jedoch, die Zocker der Investment-Banken spielen mit dem Spargeld der Schweizer Bevölkerung. Diese erhält keine Zinsen für das Geld, welches sie zur UBS trägt. Die Aktionäre der UBS erhalten keine Dividende. Gemeinden, Kantone und der Bund erhalten keine Steuern von der UBS.

Jedes KMU in einer solchen Situation gilt als Verlierer. Warum sollen wir die UBS schützen? Damit ihr VRP Kaspar Villiger, alt Bundesrat, für ein Millionensalär salbungsvolle Trostworte spricht? Die UBS wird von ausländischen Aktionären beherrscht, von ausländischen Managern geleitet und spekuliert mit Geld aus der Schweiz.

Dieses „System Grübel“ ist es, das stört. Es sind Schweizer, die sich gerne kaufen lassen, um diesem System zu dienen.

 
     
     
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