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Tagesarchiv für 13. September 2011

Wer verdient Geld im neuen Libyen?

Dienstag, den 13. September 2011 um 15:00

Die Schweiz hat den libyschen Rebellen mehr geholfen, als bisher bekannt wurde. In Genf sitzt die Handelsfirma Vitol, die den Aufständischen schon im April Öl im Wert von USD 129 Mio, abkaufte. Drei Wochen später, so Christine Gruwez im „Goetheanum“, belieferte Vitol die Aufständischen mit Dieselbrennstoff. Er wurde vom vor Malta liegenden Tankschiff Delos (auch Vitol gehörend) übernommen. Man sieht, ohne Schweizer Firmen kann kein Rebell gewinnen. Vitol verspricht sich nun gute Verträge mit der neuen Regierung, ebenso der Zuger Glencore-Konzern (ex Marc Rich), der sich das libysche Geschäft nicht entgehen lassen will.

Die Zürcher Wohlstands-Verwahrlosung

Dienstag, den 13. September 2011 um 12:30

Tausend Kinder wohlhabender Familien, darunter auch junge Erwachsene von 30-40 Jahren, haben auf dem Bellevue in Zürich einen Aufstand gegen die Polizei gewagt: Tahiri-Platz an der Limmat? Aufstand gegen die Zürcher und Schweizer Autoritäten?

Keine Spur, es handelt sich um eine Form der Wohlstands-Verwahrlosung. Während in Aegypten und Libyen die jungen Menschen wegen Hungers, Arbeitslosigkeit und echter Unterdrückung demonstrierten, ging es ihnen in Zürich nur darum, nachts uneingeschränkt feiern zu dürfen. Das nenne ich westeuropäische Wohlstandsverwahrlosung.

UBS und CS keine Schweizer Banken: VRP’s sind nur „speakers“

Dienstag, den 13. September 2011 um 11:52

 

Oswald J. Grübel, CEO des UBS-Konzerns, läuft voll Amok gegen die von der Schweizerischen Nationalbank getroffenen Massnahmen zur Rettung der Schweizer Realwirtschaft vor den Spekulationen der Finanzmärkte. Seine Bank, die vom Schweizer Volk gerettet wurde, ist in ausländischen Händen, wird von einem mehrheitlich ausländisch besetzten Verwaltungsrat geführt und benutzt alt Bundesrat Kaspar Villiger noch einige Monate als Aushängeschild. Sie ist keine Bank mehr, die solidarisch mit der Schweiz ist.

Der in gleichem Masse von Ausländern und aus dem Ausland geführte Credit Suisse-Konzern, der einen ob seiner compliance-Politik umstrittenen Schweizer Anwalt zum VR-Präsidenten gemacht hat, liefert seine US-Bankkunden und zwei  Dutzend Mitarbeiter der US-Justiz aus, um selber mit einem blauen Auge davon zu kommen. VRP Urs Rohner dementierte nur die Übergabe von Personaldaten. Die anderen Schweizer Banken, die unter dem Beschuss der US-Behörden stehen, lässt man im Regen stehen. Sie ist keine Bank mehr, die solidarisch mit der Schweiz ist.

Wir dürfen davon ausgehen, dass dies auch für weitere 100 Konzerne gilt, die von der Schweiz aus tätig sind. Es fragt sich, was bei uns noch im genuin Schweizer Interesse entschieden wird. Ausländer haben nun einmal andere Interessen als Schweizer; das gilt vor allem dann, wenn es um sehr viel Geld geht. Sehr gut bezahlte Schweizer Spitzenfunktionäre dürfen die Konzerne in der Schweiz vertreten („Our Swiss face“) und für sie sprechen; entschieden wird andernorts.

Gripen im Abseits

Dienstag, den 13. September 2011 um 11:11

Wenn sogar der norwegische Rüstungschef Gair Harildstad, der auf politischen Linksdruck den schwedischen Gripen kaufen musste, von schlechten Erfahrungen mit den Billig-Kampfflieger aus dem Norden berichtet, wird die Schweizer Armee wohl zum Rafale oder Eurofighter überlaufen. Auch dieser Entscheid wird politisch sein: Wollen wir der EU ein Zeichen geben oder der französischen Regierung? Die entscheidenden Deals werden sich wohl hinter den Kulissen abspielen.

 
     
     
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