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Tagesarchiv für 9. September 2011

Milliarden für nichts

Freitag, den 9. September 2011 um 13:40

„Die Natur ist nun einmal, wie sie ist“, lassen Verantwortliche des Cern in Genf sich hören, denn mit Milliardenaufwand wurde bisher nichts produziert. Während Washington, resp. der us-amerikanische Bürger, bisher 4000 Milliarden US-Dollar für die beiden Kriege im Irak und Afghanistan investierten, um dort Demokratie und Friede zu erzielen, sind die unbekannten Cern-Milliarden im Loch unter Genf versickert. Die Bottomquarks und die Mesonen, die Protonen-Protonen-Zusammenstösse, die Leptonen und Quarks haben bisher keine neuen Phänome  zu Tage gebracht. Das Theoriegebäude der Teilchenphysik bricht gerade zusammen.

Die Kultur des Krieges

Freitag, den 9. September 2011 um 12:30

Nicht das Durchschneiden von Kehlen oder das Zertrümmern von Köpfen macht den Krieg aus, sondern dessen Kultur. Wegen solcher Äusserungen dürfen wir auf des Militärhistorikers Martin van Creveld gleichnamiges Werk neugierig sein, das im Ares Verlag, Graz, noch vor Jahresende erwartet wird. van Creveld, den ich sehr schätze, sagt: Wenn Männer (Frauen scheint er vergessen zu haben) in den Krieg ziehen, müssen sie sich mit einem Anliegen identifizieren, das grösser ist als sie selber. Den deutschen Soldaten in Afghanistan, so vernehmen wir jetzt, seien „Patrouillenfahrten“ versprochen worden, als sie rekrutiert wurden. Keiner konnte sich vorstellen, einmal in die Luft gesprengt zu werden.

Als Dienender in zwei Armeen habe ich die „Kultur des Krieges“ intensiv genossen. Sie spielt sich alleine auf Generalstabsniveau ab; weiter unten wird es blutig.

Den „Zottel“ hinterfragt

Freitag, den 9. September 2011 um 10:15

Ganz Walt Disney, der lustige kleine Viecher global gesellschaftsfähig machte, schleppen die SVP-Patriarchen den Ziegenbock „Zottel“ hinter sich her, weil er die oft einfachen Zuschauer belustigt und den Bildbedarf der Fotografen abdeckt. Nun gibt es für echte Ziegenböcke, die als Maskottchen dienen, nur zwei Funktionen:

  • In der weiblichen Form dienen sie als Beistellziege, um depressive Rösser neu zu beleben.
  • In der männlichen Form dient die Ziege als Sündenbock, der „alles Leid der Welt“ auf sich nimmt.

Bisher ist, im Gegensatz zu Gänsen (Genf) oder Gockeln (Portugal), kein Fall bekannt, wo Ziegen wirklich geholfen haben.

US-Literatur today: forget it

Freitag, den 9. September 2011 um 9:45

Aufgewachsen mit Henry Miller, Allen Ginsberg, Jack Kerouac, John Updike und Philip Roth muss ich gestehen, alle nicht mehr zu lesen; vielleicht Kerouac noch wegen seiner – meist vorgespielten – Freiheit. Ginsberg, Vonnegut (war einmal lustig) und E.L. Doctorow (eine Qual, ihn zu lesen) sind heute ohnehin zweite Wahl. Bleibt Theodore Dreiser, Joseph Epstein, dem ich vertraue, empfiehlt auch Willa Cather (muss ich nachholen). Die einst berühmten „short stories“ im „New Yorker“ sind einigermassen dünn geworden. Die US-Amerikaner können nicht mehr schreiben. Wo einst 7,6% aller „undergraduates“ English als Fach belegten, sind es heute noch 3,9%. Ein Volk, das keine Vision mehr von sich hat, verfällt dem Konsum. Nicht einmal den können sich die Amerikaner mehr leisten.

Politiker loben, warum?

Freitag, den 9. September 2011 um 9:10

Tag um Tag reiben sich unsere Politiker in Bern und den Kantonen für uns, ihre Staatsbürger, auf. Sie sprechen von Arbeitszeiten von oft 14 Stunden täglich und mehr. Doch: In den Medien schlägt ihnen der Hohn entgegen. Wo sie auftreten, kommen immer weniger Menschen, es sei denn sie werden unterhalten und gefüttert, wie bei der SVP. Sie legen Konjunkturförderungsprogramme auf, wie Widmer/Schlumpf-Schneider-Ammann, die dann niemand will. Nur die SRG hält noch zu ihnen, weil es deren Auftrag so will.

Warum sollen wir die Politiker loben?

  • Ueli Maurer als VBS-Chef ist klar überfordert.
  • Micheline Calmy-Rey hat keine erkennbare Aussenpolitik, sondern ist eine Art Racheengel mit wechselnder Perücke.
  • Doris Leuthard ist mit ihrem Anti-Atomprogramm ebenso gescheitert wie unsere wirtschaftsfördernden Bundesräte, nur geht dieses Scheitern langsamer voran.
  • Didier Burkhalter als Innenminister hat gleich gar nichts zu vermelden ausser der Nachricht, er sei sehr fleissig.
  • Justizministerin Sommaruga wirkt immer blasser; auch sie kann uns die Amerikaner mit ihren imperialen Forderungen nicht vom Leib halten.

Es sind wahrlich nicht die „Sieben Glorreichen“, die mit Staatslimousinen und Staats-Helis, Weibeln und Leibwachen unterwegs sind. Über Parteipräsidenten sprechen wir später; der 23. Oktober ist ohnehin der Tag der Wahrheit – oder neuer Halbwahrheiten.

 
     
     
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