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Tagesarchiv für 23. August 2011

Alte Männer schlagen Wellen: Soros, Vontobel, Buffett…

Dienstag, den 23. August 2011 um 16:50

Wer dem 81jährigen György Schwartz alias George Soros zuhört, der das englische Volk um eine Milliarde USD beraubt hat, vernimmt: „Europa ist in Gefahr.“ Der Meisterspekulant, ein ungarisch-amerikanischer Milliardär, der sich selbst Europäer nennt, verlangt den Euro-Fonds, einen Milliardentransfer der wenigen reichen EU-Staaten, vor allem Deutschland, an die der armen und leichtsinnigen Länder des Südens. Ob Soros jetzt auch gegen den Euro spekuliert? Anzunehmen ist es. „Le Monde“ schreibt vom „Mystère Soros“.

Der 94jährige Hans Vontobel, dessen Glück es ist, „vor acht Jahren eine Frau kennen gelernt zu haben, die mich wieder glücklich macht“, fragt sich ob es richtig ist, „dass die grossen Finanzdienstleister der Schweiz (Anm.: UBS und CS) zu 75% in den Händen von ausländischen Investoren sind?“ Er bezweifelt, dass sie die Belange der nationalen Volkswirtschaft angemessen berücksichtigen. „Vater“ Vontobel, dessen Sohn aus der Bank ausscheiden musste, ist ein grundehrlicher Zürcher. Er sagt, was sich viele fragen.

Warren Buffett, 80+, hat öffentlich erklärt, er wolle mehr Steuern zahlen, um die USA zu retten. Jetzt hat sich der 80jährige Pierre Bergé, Financier und Erbe von Yves St. Laurent, dem angeschlossen und will Frankreich damit retten. In Paris mit von der Partie ist der 69jährige Maurice Lévy, CEO des Publicis-Konzerns.

Die alten Herren haben eines gemeinsam: Sie wollen nicht die Welt, aber ihr eigenes Land wieder stabilisieren. In der Schweiz haben wir derlei noch nicht nötig, weshalb Alfred Schindler, die Schmidheiny-Cousins und die HoffRoche-Erben weiterhin gut schlafen können. Wir sind nach Meinung von Prof. Simon Loughlin von der Universität Cambridge als Menschen ohnehin am Ende unserer Entwicklung angelangt, da unser Hirn sich nicht weiter entwickeln könne.

Kluge Juden schlagen langweilige Deutsche

Dienstag, den 23. August 2011 um 13:00

Wer des klugen Juden Gary Shteyngart etwas bewusst schmierige Romanze „Super Sad True Love Story“ bei Rowohlt liest, ist immer noch viel besser bedient als mit den schlecht geschriebenen Roche-Eskapaden der deutschen Autorin. Shteyngart, der den Untergang der USA beschreibt, nennt die Obdachlosen jetzt „Vermögensschwache“, dem nicht zu widersprechen ist. Der Dollar sei an den Yuan gekoppelt und vom Euro habe nur der „Nord-Euro“ überlebt. Kluges Köpfchen.

Aktenzeichen Swissair ungelöst

Dienstag, den 23. August 2011 um 12:00

Auch der jüngste Film des Schweizer Fernsehens brachte keine Aufklärung darüber, warum die Swissair abstürzen musste. Der Kommentator machte es sich leicht: „9/11 gab ihr den Rest.“ Niemand weiss bis heute: Wurde das Grounding bewusst herbeigeführt oder war es kollektive Unfähigkeit von Verwaltungsrat und Generaldirektion? Mario Corti ist für mich der letzte glaubwürdige Zeuge dieses unglaublichen Vorgangs; er musste deshalb in die USA flüchten. Hat er eigentlich Asyl erhalten?

Spanien zwischen Franco und Orban

Dienstag, den 23. August 2011 um 9:20

Während in Spanien die evangelikalen Sekten eines Siegeszug angetreten haben, der ihnen bereits Millionen von Mitgliedern gebracht hat, zog es Viktor Orban in Ungarn vor, jeder nichtklassischen europäischen und anderen Religion die staatliche Anerkennung zu entziehen. Generalissimo Franco hatte die rk Religion in Frankreich wieder eingesetzt. Jetzt wollen die Spanier, wie andernorts auch, kaum noch etwas mit ihr zu tun haben. 1,4 Mio. Muslime sind unterwegs zu einer stillen Reconquista („Al Andalus war 700 Jahre arabisch.“). Jedes dritte Kind ist bereits unehelich geboren. Papst Benedikt XVI. gibt sich empört: „Der Weinberg ist von den Wildschweinen des Laizismus verwüstet.“ Die Wächter des Weinbergs haben offensichtlich geschlafen. Im Osten wacht Viktor Orban.

SRG mit Schawinski-Fehlstart

Dienstag, den 23. August 2011 um 9:15

Roger Schawinskis Ego und die völlig übertriebene Ankündigung des Talks des Roger de Weck-Freundes im Schweizer Fernsehen haben die erste Sendung des „Schawi-Talks“ zu einem Vollflop werden lassen. Schawi wurde angekündigt als „der Einzigartige“, trat auf wie ein New Yorker Staatsanwalt, und produzierte ein Mäuschen.

Dabei spricht die Ausgangslage immer für ihn: Seine Gegner sind wie Tennisspieler, denen die Beine zusammen gebunden sind, die den Ball seiner Fragen nur zurückschlagen dürfen. Der St. Galler Bankier Dr. Konrad Hummler machte dies meisterhaft, elegant ausweichend, sofort retournierend, den Angreifer ausspielend. Immer freundlich.

Schawinski hatte sich völlig verkalkuliert, startete zu langsam, griff dann, als er merkte, dass die Sendung ihm entglitt, mit einem Trommelfeuer von Fragen an, die an Hummler abglitten. Zuletzt hatte Schawi keine Zeit mehr und hämmerte nur noch Fragen, die man in der Kürze gar nicht beantworten konnte. Eine Fehldisposition des überschätzten Talkers.

Dies wirft auch ein schlechtes Licht auf die SRG. Schon der neue „Tatort“ war ein Flop. Die Zuschauerzahlen sinken laufend ab. Wetten, weder de Weck noch Schawinski werden einen Turnaround schaffen.

 

Historische Kompromisse sind Unfug

Dienstag, den 23. August 2011 um 7:45

Die Stadtbasler Regierung ist vor Jahren einen historischen Kompromiss mit den Familiengärtnern eingegangen, die Neubaufläche zu begrenzen. Das ist natürlich Unfug in einer Zeit, wo die Schweizer Bevölkerung wächst, wie seit 40 Jahren nicht mehr.

Die Zürcher Stadtregierung, angeführt von den Freisinnigen, wird gemäss einem historischen Kompromiss, der sich „Koalition der Vernunft“ nennt, nicht tun, um die Parkplätze in der Innenstadt zu vermehren. Im Gegenteil, es wird abgebaut, wo immer durchsetzbar. Die Preise in Parkhäusern sind die höchsten der Schweiz, eine Geldschwemme für wenige.

Die SRG, das Schweizer Radio und Fernsehen, folgt immer noch einem historischen Kompromiss, wonach dort CVP- und SP-nahe Kreise, einschliesslich entsprechend programmierter Journalisten, das Wort führen dürfen. Jetzt soll Raymond Loretan, ein ehemaliger CVP-Politiker, neuer Präsident des SRG-VR werden. Damit haben wir einen Staatssender geschaffen, dessen Sendungen von immer weniger Menschen gesehen und gehört werden wollen. Wer dies tut, ist meist alt und lebt auf dem Land.

Merke: In einer Zeit stürmischen Wandels sind historische Kompromisse mega-out. Das hat soeben der Bundesrat gezeigt, der vor den Wahlen unter freisinniger Führung den Subventionsschirm ausspannt. Der Sparkompromiss, der die Schweiz von anderen Staaten unterscheidet, ist gesprengt.

Geld für die Faulen?

Dienstag, den 23. August 2011 um 7:45

Beinahe täglich will mich jemand dazu überreden, entweder zu wandern oder Golf zu spielen oder irgendwo in der Welt „echt“ Ferien zu machen. Ich tue dies nicht, arbeite gerne, bin hoch produktiv und verdiene Geld. Jetzt wollen die Grünen, die gerne auf den Velos durch blumige Wiesen fahren, die evangelischen Volksparteiler, die gerne um Gottes Hilfe beten, während sie sonst etwas Vernünftiges tun könnten, und die Sozialdemokraten, die, anstelle zu arbeiten, gerne den Volkswohlstand predigen, den Wohlhabenden an den Kragen, indem sie von diesen eine nationale Erbschaftssteuer verlangen.

Sie wollen damit, sagen sie, die AHV sanieren, die in den letzten Jahren gnadenlos ausgebeutet und oft schlecht verwaltet wurde.

Den Wohlhabenden etwas zu nehmen, ist die eine Sache, aber warum soll man Faulpelze mit Geschenken bedienen, ganz wie es die Ultraorthodoxen in Israel treiben, die ihre Mitbürger und die eigenen Frauen ausbeuten, die arbeiten und Kinder kriegen müssen, während die Thora-Leser auf der faulen Haut liegen?

In der Schweiz soll es 86 000 Menschen geben, die über ein Reinvermögen von Fr. 2 Mio. verfügen; 1,8% der Bevölkerung. Das stimmt natürlich bei weitem nicht, denn nach glaubwürdigen kantonalen Quellen werden im Schnitt ein Drittel der Vermögen legal oder illegal hinterzogen. Die Zahl der Netto-Millionäre ist bedeutend grösser als in den offiziellen Zahlen angegeben.

Daher blicke ich dieser Wahlkampf-Initiative ruhig entgegen. Lasst die Grünen Velo fahren, die Evangelischen beten und die Sozialdemokraten fordern. Das Volk will seinen Wohlstand nicht an Faulpelze verteilen.

 
     
     
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