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Tagesarchiv für 10. August 2011

Die „Hummler-Steuer“ siegte

Mittwoch, den 10. August 2011 um 16:56

Zehn Jahre hat der St. Galler Privatbankier Dr. Konrad Hummler benötigt, um seine Idee der Abgeltungssteuer in der Schweiz politisch durchzusetzen. Jetzt haben die „Hummler-Steuer“ auch die Deutschen akzeptiert, indem sie die Idee des geschäftsführenden Teilhabers der Bank Wegelin & Co. gemeinsam mit der Schweiz Wirklichkeit werden lassen. Damit kann der Finanzplatz Schweiz seinen Kopf günstig aus einer Schlinge ziehen, die ihn abzuwürgen drohte. Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble freut sich über die zu erwartenden Milliardenzahlungen, wenn Bundestag und Bundesrat zustimmen. Als bekennender Freund der Schweiz hat er zugestimmt, dass die Schweizer Banken mit zwei Milliarden Franken mit einem hellblauen Auge davon kommen; sie dürfen das Geld von ihren deutschen Kunden auch noch zurückfordern.

De Gaulle, als Europa noch Europäer hatte

Mittwoch, den 10. August 2011 um 16:25

Es ist ein Jammer, den französischen Präsidenten, General Charles de Gaulle, noch erlebt zu haben, denn an ihm die Nachfolger zu messen, ist kein schönes Erlebnis. De Gaulle beendete den Algerienkrieg, war für ein Europa „vom Atlantik bis zum Ural“, trat aus der NATO aus (die heute fast kampfunfähig ist) und suchte – gegen die Interessen Israels – früh den Kontakt zu den arabischen Staaten. Er war einer der letzten europäischen Staatsmänner. Jacques Delors, den französischen Sozialisten, sollte man auch dazu zählen, war er doch der letzte, der uns das Ziel Europas und den Zweck der EU erklären konnte.

Immerhin ist es beiden erspart geblieben, wie Hosni Mubarak im Gitterkäfig auf Grossleinwand dem Volk gezeigt zu werden.

Zum Brüllen: Guy Morin Bundesrat

Mittwoch, den 10. August 2011 um 15:50

Jetzt will der grüne Basler Regierungsrat, dem niemand eine ernsthafte Leistung in diesem Amt zuspricht, auch noch zum Bundesrat gewählt werden. Wenn die Schweiz brillant bleiben will, muss sie brillante Politiker haben. Diese sind weit und breit nicht in Sicht. Die Visionen von Doris Leuthard (CVP), Micheline Calmy-Rey (SP) und Ueli Maurer (SVP) sind weitgehend Halluzinationen; von den beiden FDP-Bundesräten vernimmt man kaum Handfestes.

Weil die EU nicht unser Verbündeter sein darf, was ich sogar verstehe, sollen es die USA bleiben, ein Land, das vor dem Nichts steht, das noch Militärinfrastruktur und –Produkte produziert, die Billigprodukte für sein Volk aber aus China bezieht und die Edelmarken für das eine Prozent der Superreichen aus Europa.

Wie die Schweiz in 20 Jahren geführt werden und aussehen kann, haben  Fürst Hans-Adam II. von Liechtenstein („Der Staat im dritten Jahrtausend“, Stämpfli) und Oliver Fiechter („Ökonomie 3.O“, vor der Publikation im Frühjahr 2012) beschrieben. Beide verlangen, dass der Staat ein Dienstleistungsunternehmen wird, das an den Menschen ausgerichtet ist. Die Alternative sind innere  Auseinandersetzungen und externe Kriege.

„Blick“ im Ausverkauf

Mittwoch, den 10. August 2011 um 15:00

Ende Juni hat Ringier die Mehrheit am Rabattanbieter DeinDeal.ch übernommen. Das Geschäft wurde als „strategische Partnerschaft“ angepriesen. Dies ist ganz im Sinne von Marc Walder, CEO Ringier Schweiz und Deutschland, der seine Unternehmen auf den Verkauf von Tierfutter und Konzerttickets einschwört. Heute ist bei DeinDeal.ch das „Blick“-Jahresabo für 161.50 statt 323 Franken erhältlich. Merke: Wenn der Inhalt nicht stimmt, muss die Nachfrage über den Preis reguliert werden. Obs sich damit die Leser wieder gewinnen lassen, bleibt vorerst fraglich.

Philippe Welti

Aufständische Völker, geht das?

Mittwoch, den 10. August 2011 um 13:30

Unvorstellbar vor zwei Jahren: Die „Tea Party“ hat nicht nur die eigenen Republikaner, sondern auch Präsident Barack Obama in die Knie gezwungen. Dürfen die das? In Ägypten will das Volk Hosni Mubarack hängen sehen, weil er Israel beliefern liess und das Schiessen auf die Tahrir-Demonstranten befohlen haben soll. Dürfen die das? Hinter der „Tea Party“ stehen zwei konservative US-Milliardäre. Wer steht hinter den Aufständischen in Ägypten, Libyen (Sarko?) oder in Syrien? Fragen über Fragen, die niemand beantworten will.

Die beste Armee der Welt? Jetzt erst recht

Mittwoch, den 10. August 2011 um 10:00

Mehr denn je hat Ueli Maurer, VBS-Chef, die Chance, aus unserer Schweizer Armee die beste der Welt zu machen. Die US-Armee, aufgefüllt mit drittklassigem Personal von unten nach oben, muss jetzt hunderte von Milliarden USD einsparen. Die chinesische Armee, weil im Aufbau, ist noch nicht so weit. Die indische Armee wird mit den eigenen Aufständischen immer weniger fertig. Der NATO gelingt es nicht einmal in Mini-Staaten, die Ordnung herzustellen, geschweige denn in grösseren Schlachtfeldern, wie Afghanistan. Die Armeen Englands und Italiens haben kein Geld mehr. Jetzt schlägt die Stunde der Schweizer Armee. An die Waffen, Kameraden.

Leben wir in einem neuen Ancien Régime?

Mittwoch, den 10. August 2011 um 9:00

„In dem Masse, wie die bessere Gesellschaft immer kosmopolitischer dachte, wurde sie auch immer kraftloser“, schrieb ein Mann von Geist und altem Adel, der Herzog Emanuel von Croy, Mitte des 18. Jahrhunderts in sein Tagebuch. Und setzte fort: „Frauen gaben den Ton an, nicht einmal einm Marschall von Frankreich wurde respektiert.“ Wie wir heute in China die neue Weltmacht ahnen, sah er den Aufstieg der USA kommen. 1784, wenige Tage vor seinem Tod, notierte er: „Das Volk bleibt ruhig.“ Das sollte sich kurz darauf ändern, das Ancien Régime war vorbei.

 
     
     
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