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Tagesarchiv für 29. Juli 2011

Schaukel nach oben?

Freitag, den 29. Juli 2011 um 16:45

Bringt Barack Hussein Obama, der amerikanische Präsident, eine Einigung mit den Republikanern zustande, dürften die Aktienkurse, die immer auch Hoffnungskurse sind, nach oben rauschen. Dann gehen wir in das Wahljahr 2012, was einen neuen Boom auslösen könnte. Also, in den Aktien bleiben.

Gleichzeitig verarmen die Italiener und Franzosen, weshalb sie in den Schweizer Hotelbetten in diesem Sommer kaum noch anzutreffen sind. Merkwürdig bewegungslos nehmen Bundesrat und kantonale Regierungen die Krise des Tourismus und den drohenden Auszug von Teilen der produzierenden Wirtschaft zur Kenntnis. Über diesen Sommerwochen liegt eine lähmende Untätigkeit. Die reiche Schweiz bröselt wie ein alter Kuchen. Bestverdiener bleiben die Immobilienspekulanten aller Stufen und die Rohstoff-Spekulanten. Die beiden Grossbanken UBS und CS sind im Dauertief, Steuern zahlen sie ohnehin keine mehr. Nur Gurken gibt es im Überfluss.

Schweiz: Sonderling oder Störenfried?

Freitag, den 29. Juli 2011 um 15:15

Auch intelligente Deutsche tun sich schwer mit der Schweiz. Sie gilt als Sonderling, weil sie eine staatliche Schuldenbremse eingeführt hat, was die EU-Staaten nicht kennen, und die Kantone wie Gemeinden untereinander im Steuerwettbewerb stehen, während in den EU-Ländern die Regierung die Steuern gemäss ihren Regierungskosten bestimmt.

Die Schweiz gilt als Störenfried, weil sie auch mit dem Geld reicher Ausländer arbeitet. Sie sitzt inmitten der EU und will sich – offiziell – an deren Geschäftstätigkeit nur beschränkt beteiligen.

Je schlechter es der EU geht, umso mehr wird die Schweiz beneidet oder als schlechtes Beispiel hingestellt. In Wirklichkeit funktionieren bei uns die bürgerlichen Prinzipien der Staatskontrolle noch besser als andernorts, wobei Politiker und Regierende sich alle Mühe geben, das eigene, das ungestüme Schweizer Volk, in seine Schranken zu verweisen.

Aus Büchern lernen

Freitag, den 29. Juli 2011 um 12:30

Der „Stadtstaat Schweiz“ wird im Verlag der NZZ von Prof. Dr. Franz Jaeger und dem bekannten St. Galler Privatbankier Dr. Konrad Hummler präsentiert. Eine Blüte der schweizerischen Intelligenz macht darin deutlich, weshalb unser 8 Mio.-Volk sich neu organisieren und strukturieren sollte. Hummler: „Unser Land laboriert seit nunmehr 30 Jahren an seiner Positionierung auf dem europäischen Kontinent und in der Welt herum.“ Derweil, so Hummler weiter, langweile sich unsere Jugend oder feiere ihre Parties der Zukunftslosigkeit im Leichtsinn geerbten Wohlstands. Merke: Die Lektüre lohnt sich. Hummler schlägt deshalb vor, sich von „hoffnungsloser Vergangenheitgsbezogenheit“ ebenso zu lösen wie von der „Beitrittsromantik“;  dann könne die Landesregierung den gewonnen Spielraum „lustvoll nutzen“, sodass Schweizer Politik wieder Spass mache.

Olaf J. Böhme und Eduard Hauser beschreiben im Peter Lang Verlag, Bern, auf über 250 Seiten, wie die Schweiz ihre Innovationsbarrieren überwinden könne. „Innovationsmanagement“ heisst das Buch, das von Staatssekretär Mauro Dell‘Ambroglio und Bundesrat Johannes Schneider-Ammann mit guten Wünschen eröffnet wird. Dann folgt ein Feuerwerk an Wissen, das mithelfen soll, der Schweiz neuen Schwung zu verleihen. Nützlich für KMU- und grössere  Unternehmer.

Kunst am Bau ist ein Chrampf

Freitag, den 29. Juli 2011 um 11:55

Bis zu 2% der Bausumme wird von den Behörden jeweils für Kunst am Bau investiert. In 99% aller Fälle ist das Gebotene derart bedeutungslos, dass man es kaum als Kunst zu erkennen vermag. Dafür werden aber Millionen von Franken an Steuermitteln ausgegeben, wobei niemand fragt, welchen Künstlern dies eigentlich zu Gute kommt. Wahrscheinlich gibt es heimliche Künstler-Imperien, die von Kunst am Bau leben. Wer Freunde in der Verwaltung oder in Kunstkommissionen hat, darf sich als Künstler über die staatliche Pfründe freuen.

Armuts-Luxus

Freitag, den 29. Juli 2011 um 8:35

Unsere elegante 40jährige Arbeitslose ist im fliegenden Schritt aus der Wohnung gestürmt, die neuesten Flugkoffer hinter sich herziehend, von einer Duftwolke der besten Marke begleitet. Frisch geschieden, eilt sie von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz, eine nicht minder vielversprechende männliche Persönlichkeit suchend, die ihr Schutz gewähren soll. Für einen kleinen sechsstelligen Jahresbetrag ist sie willens, ihre Kontaktfähigkeiten zur Verfügung zu stellen. Jetzt hat sie für drei Wochen in St. Paul-de-Vence ihr Netz aufgebaut.

Die Frage des unbedingten arbeitslosen Grundeinkommens haben die Bauern schon lange beantwortet; sie haben es. Desgleichen kann man davon ausgehen, dass auch 70% der Staatsangestellten bereits ein solches Grundeinkommen haben; darüber wölbt sich der Himmel der individuellen Leistungen der Steuerzahler an diese glückliche Minderheit.

Wenn nach den Bauern, Angestellten  und Beamten auch andere Branchen in diesen Umverteilungsmechanismus rutschen, weil sie schlagkräftige Interessenvertreter haben, stellt sich immer die Frage: Ist dies sozial? Wer zahlt? Oder bleiben dies verdeckte Staatsschulden?

 
     
     
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