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Tagesarchiv für 22. Juli 2011

SRG im Sommertief

Freitag, den 22. Juli 2011 um 17:35

Der Fussball ist der SRG ins Privat-TV davon gerollt. Das ist eine reale und immense psychologische Niederlage, die SRG-Generaldirektor Roger de Weck wohl nur deshalb leicht wegsteckt, weil dem intellektuellen Freiburger andere Themen näher stehen.

Die grosse Bewährungsprobe folgt im Herbst. Umfrage-Papst Claude Longchamps, mit einem immensen Wissen ausgestattet, ist dennoch angeschlagen. Seine Umfrage-Ergebnisse waren falsch; die heutigen Spielregeln sind nicht mehr die von gestern.

Viele SRG-Sendungen, von der Information bis zur Unterhaltung, sind angeschlagen. Ein Schawinski macht noch keinen Frühling; ohnehin merkwürdig, „Schawi“ als Retter der SRG? Vorläufig kann man nur kichern, ob dieses Matter-de Weck-Schawi-haften Gehabes. Warten wir den Herbst ab. Wenn der Schawi-Talk so gut ist, wie sein Sender „für Erwachsene“, können wir alle früher ins Bett.

Kurt Becks Nürburgring-Gate

Freitag, den 22. Juli 2011 um 13:30

Wie für den bald 90jährigen Nürburgring in Rheinland-Pfalz über Euro 300 Mio. verpulvert wurden, ist eine Schande. Ministerpräsident Kurt Beck, der schon als SPD-Präsident kurzfristig scheiterte, hat auch damit bewiesen, dass er wirklich überall der falsche Mann ist. Roland Mack, Inhaber des Europark in Rust, sagt: „So etwas Selbstherrliches habe ich selten erlebt. Auf Argumente hörte er nicht.“ Erstmals können mir die Grünen sympathisch werden, die weitere Zuschüsse für den Rennstrecke verweigern.

Unser Schulsystem wird schlechter

Freitag, den 22. Juli 2011 um 10:30

Was ich seit Jahren erlebe und beobachte: Die Schulabgänger aller Stufen können meist sehr wenig beim Abgang, einige echte Könner einmal ausgenommen. 20% aller Schweizer Lehrer sind für ihre Aufgabe ungenügend ausgebildet, das ist keine gute Nachricht. Der Historiker Niall Ferguson stellt fest: „Die Qualität des europäischen Bildungssystems hat stark nachgelassen.

Kommt jetzt die Arbeitslosigkeit?

Freitag, den 22. Juli 2011 um 9:10

Bundesrat Johann Schneider-Ammann hat es angekündigt: Im Herbst müssten wir mit einer höheren Arbeitslosigkeit im eigenen Land rechnen. In Biberist werden auf einen Schlag über 500 Mitarbeiter entlassen; die Industriekonzerne planen den (Teil-)Auszug aus der Schweiz. Eine Umkehr der Währungssituation ist auf kurze Frist nicht zu erwarten. Die Schweiz baut nach der Landwirtschaft nun auch die Industrie ab. Was bleiben wird, sind ausländische Bank- und Finanzkonzerne, ausländische Holdings- und Beratungsfirmen. Die Schweiz wird zum Flugzeugträger einer sehr beweglichen globalen Elitewirtschaft. Nicht einmal der Emmentaler Käse ist mehr absetzbar. Was uns bleibt, sind grosse Verwaltungen von Gemeinden, Kantonen und dem Bund, die einer alten Schweiz des 20. Jahrhunderts nachgebildet, aber heute immer überflüssiger sind. Polo Hofer kann dies noch lange besingen. Er wird genügend Zuhörer finden, die, weil ohne Arbeit, viel Zeit haben.

Zuversicht und Angst

Freitag, den 22. Juli 2011 um 8:50

Während Novartis verspricht, die neuen Blockbuster stünden vor der Tür und damit seinen Aktienkurs stützt, bleibt der Kühne + Nagel-Logistikkonzern in Schindellegi in seinen Zukunftsaussichten zurückhaltend, weshalb die Aktie stark zurückfällt. CEO Lange kann in seinen Interviews auch nicht erklären, ob und wie lange er diese Funktion noch haben wird. Er sagt: „Der VR wird Ende Jahr entscheiden.“ Das verrät Unsicherheit in der Führung eines Unternehmens, das eine glänzende Dauerleistung aufzuweisen hat, das aber immer etwas tief gespielt hat, was der Aktie auf Dauer nicht schadete. Im Kern geht es um Selbstvertrauen, Zuversicht und zögerliche Sorge auf oberster Ebene, Elemente, die durchaus kursrelevant sind.

 
     
     
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