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Tagesarchiv für 21. Juli 2011

Die Griechen wollen ihren Staat nicht

Donnerstag, den 21. Juli 2011 um 17:30

…weshalb sie mehr denn je Steuern hinterziehen, derzeit rund Euro 12 Mia. jährlich. Man sollte deshalb den sogenannten griechischen Staat einfach auflösen. Die reichen Griechen können in die Schweiz oder nach Monaco übersiedeln. Die Griechen der Mittelklasse können nach Mazedonien ¨bersiedeln, wo ihr Held Alexander I. herkommt, oder nach Griechenland auswandern, wo früher schon viele Griechen lebten. Auch Ägypten bietet sich, wie früher Alexandria, an. Einige Griechen sollten in Griechenland bleiben, damit die westeuropäischen Touristen jemand haben, der ihnen die Betten macht.

Tessiner kämpfen, Zürcher ziehen Kopf ein

Donnerstag, den 21. Juli 2011 um 16:20

Die Frage, ob der Bundesrat zu „weich“ ist, kann nur mit einem Ja beantwortet werden. Die Tessiner Regierung hat sich nun für ihre KMU gegen Italien auf die Hinterbeine gestellt, indem sie Zahlungen an italienische Gemeinden so lange einfrieren will, bis das schikanöse Vorgehen italienischer Regierungsstellen gegen Schweizer Lieferanten aufhöre. Das gleiche könnte die Zürcher Regierung gegenüber deutschen Gemeinden nördlich des Rheins tun, die sich weigern, ihre von Fluglärm weitgehend verschonten Regionen für genau jene An- und Abflüge von Kloten zu öffnen, die sie selber zu über 15% benutzen. Die Badenser wollen auch nicht zur Kenntnis nehmen, dass in einer offiziellen Studie nachgewiesen worden ist, dass sie weniger Lärm von Flugzeugen hinnehmen müssen als andere deutsche Flughafen-Standorte. Kurz: Sie stellen sich stur. Jetzt hilft nur das Tessiner Rezept: Kassen zu.

Pelli schwebt

Donnerstag, den 21. Juli 2011 um 16:10

Noch vor zwei Monaten glaubten einige unverbesserliche FDP-Granden, man könne mit Fulvio Pelli die Herbstwahlen 2011 tatsächlich gewinnen. Jetzt sind die letzten Illusionen verflogen. Der freisinnig-liberale Parteipräsident schwebt bereits im Limbo. Hinter den Kulissen wird gepokert, wer an seine Stelle treten soll.

Die Schweizer Wirtschaft braucht die FDP nur noch als Zünglein an der Waage; das ist oft sehr wichtig. Der Schweizer Bürger braucht die FDP nicht mehr, da sie ausser wolkigen Programmen mit wenig Realisierungschancen nichts mehr zu bieten hat. Sagen FDP-Parlamentarier: „Ich finde unser Programm gut“, tun sie dies mit dem Mut der Verzweiflung, will doch niemand sagen: „Unser Präsident hat keine Kleider an.“

Ende Hirtenbrief, Neuanfang mit Abt Martin

Donnerstag, den 21. Juli 2011 um 12:35

Die römisch-katholische Kirche der Schweiz bewegt sich. Der „gelähmte Riese“, wie die Insider sagen, will mit Unterstützung des Einsiedler Benediktiner-Abtes Martin Werlen seine intellektuelle Beweglichkeit und Glaubwürdigkeit wieder gewinnen. Aus diesem Grund wurde der Hirtenbrief, wie ihn die katholischen Christen erfahren haben, abgeschafft. Am 1. August wird Abt Martin im Namen der Schweizerischen Bischofskonferenz  einen Aufruf an das Kirchenvolk richten, worin sich die Kirche in der Schweiz zu ihrer politischen Verantwortung bekennt. Das ist mehr als eine Sensation, war dies doch seit Jahrzehnten nicht mehr der Fall. Seit den französischen Arbeiterpriestern in den Fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts und den globalen Diskussionen in den späten 60er Jahren des 20. Jahrhunderts hat die Kirche es vermieden, als politisch zu gelten. Der Einsiedler Mönch, der vor wenigen Wochen auch öffentlich gegen die Schliessung eines Spitals seiner Gemeinde Einsiedeln protestierte, ist im Begriff, seine Kirche zu erneuern.

Lieber etwas langweiliger

Donnerstag, den 21. Juli 2011 um 11:45

Die Lektüre englischer Boulevardblätter, von denen eines jetzt eingestellt wurde, ist stets erregend, aber selten viel wert. Sie treiben sich gegenseitig in der Berichterstattung hoch, denn täglich wird am Kiosk abgestimmt, welche Schlagzeile die meisten Käufer anzieht. Da lobe ich mir unseren langweiligen „Blick“, obgleich er unter deutscher Doppelführung wieder etwas an Schwung gewonnen hat. Die berühmte Schweizer Langeweile, weshalb viele NYC-süchtig sind, um ihr zu entkommen, hat auch ihr Gutes: Die Zeit zieht vorbei, wir leben ganz vernünftig, der Ärger der Welt bleibt draussen, wird höchstens durch die Medien verdünnt importiert. Wir geniessen die Grillade und den Humagne Rouge.

Zwanghafte Gesellschaft der Freien

Donnerstag, den 21. Juli 2011 um 7:40

In unserer Hochleistungsgesellschaft, wo man vom Arbeitgeber günstigstenfalls eingeteilt wird in „High Performer“, Mittelmass und „Low Performer“, wo man aber auch dazu verurteilt werden kann, gratis zwei Stunden pro Woche mehr zu arbeiten (Lonza) oder als EU-Bürger, der in der Schweiz arbeitet, einen Euro-Abzug hinnehmen muss, wo Leistung den Stolz des Landes ausmacht, „da wir keine Diamantenminen haben“ (Nick Hayek), wo die Boni der Superstars rasch in die Millionen gehen, muss man auf der Autobahn meist 80 oder 100 km/h fahren, wird laufend geblitzt oder ermahnt, darf kaum noch rauchen (Villiger Cigars) oder trinken (rauchigen Whiskey oder Cognac) und jetzt, so man in Deutschland wohnt, auf der Anuga keine frische Gänseleber mehr essen, weil die „Pro Gänse-Einheitsfront“ Proteste angekündigt hat. Das wirkliche Leben verlagert sich in private Räume zurück, weshalb man auch mehr Platz zuhause braucht, was wiederum die Schweizer radikale Linke auf die Beine bringt, die darin Platzverschwendung im Rahmen der Landschaftsplanung sieht. Wer dann aus dem Fenster blickt, sieht die joggenden „Managing Directors“ oder solche, die es werden wollen, an sich vorüber ziehen. Man sieht, die Gesellschaft der Freien ist sehr zwanghaft angelegt.

 
     
     
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