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Tagesarchiv für 20. Juli 2011

Lausanne überholt Bern

Mittwoch, den 20. Juli 2011 um 11:45

Der einstige Berner Untertanenkanton Waadt hat seinen ehemaligen Beherrscher, den Kanton Bern, in den letzten Jahren souverän überholt. Während Bern von den anderen Kantonen über eine Milliarde Franken an Unterstützungsgeldern bezieht, ist die Waadt zu den Nettozahler aufgestiegen. Mit über Fr. 200 Mio. an die Armutskantone zahlen die Vaudois nun zurück, was sie im letzten Jahrhundert erhalten haben.

Nicht einmal die kantonale Regierung in Lausanne wollte es zuerst begreifen: Mit Patrick Aebischer, dem Chef der EPFL, hat die Region einen motorischen Antreiber erhalten, welcher der Schweiz ein „Silicon Valley au Léman“ beschert hat. Laufend wächst die Zahl ausländischer Firmen, die sich am Genfer See ansiedeln. Für wohlhabende Private gibt es noch Grundstücke von einer Grösse und Schönheit, die man sonst in der Schweiz selten findet. Einziger Nachteil: Die Individualsteuern sind noch zu hoch. Mit weiter steigender Konjunktur und bei einem kantonalen Budget, das praktisch ausgeglichen ist, kann dies rasch geändert werden.

Die Berner, sich regionalen Hauptstadtträumen hingebend, haben den wirtschaftlichen Anschluss verloren.

US-Firma übernimmt Spin-off der ETH

Mittwoch, den 20. Juli 2011 um 9:45

Die Uni Bern kämpft immer noch darum, von Weltfirmen wie Synthes hohe Entschädigungen zu erhalten dafür, dass die Uni finanzierte, was später zu hohen privaten Gewinnen führte. Ganz unscheinbar berichtet die NZZ „US-Firma übernimmt Spin-off der ETH“. Wieso übernimmt kein Schweizer (Steuerzahler) eine solche Firma? Wem gehört der Spin-off eigentlich? Einen Uni-Professor, der zusammen mit „early investors“ jetzt Kasse macht? Was erhält die ETHZ an Rückvergütungen? Antworten sind willkommen.

Beliebte Wendemanöver

Mittwoch, den 20. Juli 2011 um 9:30

Grosse Männer erkennt man an ihren Wendemanövern. Dr. Christoph Blocher ist seit Jahrzehnten ein Meister darin, am kühnsten wohl Roger Schawinski, der innert Tagen vom schärfsten SRG-Kritiker zum konsequentesten SRF-Verteidiger wurde, als er dort eine TV-Diskussionsendung erhielt, die ich mir natürlich anschauen werde. Dazu zählen muss man CVP-Präsident Christophe Darbellay, der einen Auftritt bei CVP-nahen Ostschweizer Bauern zu ihrer Landsgemeinde absagte mit den Worten „Nun bin ich an diesem Tag in Locarno beim Filmfestival“, worauf der präsidiale Bauernförderer wenigstens hinzufügte: „Es tut mir leid.“ Die Schweizer Bauern dürfen warten, denn die Show im schwachbrüstigen Locarno ist für kulturell hochstehende Premiumpolitiker immer noch attraktiver als eine Bauerndemonstration mit Alphörnern.

Ende der Bescheidenheit – Grössenwahn als Prinzip

Mittwoch, den 20. Juli 2011 um 9:25

Im Verdrängungswettbewerb der Kantone ist auf internationaler Ebene das Ende der Bescheidenheit längst angesagt. Nur wer ein wenig grössenwahnsinnig ist, kann sich auf globaler Anspruchsebene durchsetzen. Das hat das Volkswirtschaftsdepartement des Kantons Schwyz, bis vor 30 Jahren ein armer Bauernkanton, perfekt begriffen:

. Das „Department for Economic Affairs“ des „kantonschwyz“ lädt deshalb ein ins „Finance Valley Lake Zurich“.

. „Canton Schwyz“ liegt „in the centre of Europe“ und strahlt aus bis an die deutsche Rheingrenze und Chur.

. Kurt Zibung als „Governing Councillor“ wird darin von Urs Durrer, „Head Official“, unterstützt.

. Im „cantonschwyz financial cluster“ sitzen bereits  110 Finanzgesellschaften; sie wollen noch mehr.

Diese Vitalität der Innerschweizer, die nur 20 Minuten von Zürich entfernt, ihr eigenes Reich aufbauen, ist beeindruckend. It’s Switzerland today.

 
     
     
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