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Tagesarchiv für 14. Juli 2011

Kreis ist weg, Schwarz kommt

Donnerstag, den 14. Juli 2011 um 18:00

Kaum hat die Schweiz Prof. Dr. Georg Kreis als Grossdenker überlebt, tritt der einfache Dr. Gerhard Schwarz als Maximal-Denker auf die Bühne. Der ehemalige und sehr langjährige Leiter der Wirtschaftsredaktion der „Neue Zürcher Zeitung“ sieht sich als „nicht mehrheitsfähiger“ Vertreter liberalen Denkens. Gerhard Schwarz, neu Direktor der Avenir Suisse, muss der effektiven Bedeutungslosigkeit seines Vorgängers Dr. Thomas Held nun Werke folgen lassen, die Avenir Suisse jene Bedeutung geben, die man ihr zuspricht. Dem steht im Wege, dass Schwarz zu Zeiten der Swissair-Krise nicht erkennen liess, worum es ging. Die US-amerikanische Immobilienkrise hat die NZZ-Wirtschaftsredaktion unter seiner Führung weitgehend verschlafen; augenreibend entdeckten die NZZ-Leser zu spät der Wirklichkeit. Leser der „Financial Times“ waren im Vorteil. Merke: Die raumgreifenden Bewegungen unserer wirtschafts- wie staatsnahen Intellektuellen müssen sich der Bewährungsprobe der Realität stellen, was vielfach schmerzlich ist. Als Hüter des Nicht zu Hütenden gibt Schwarz ein gutes Bild ab.

Die Aargauer sterben aus

Donnerstag, den 14. Juli 2011 um 15:45

Nur noch fünf Prozent aller Bewohner des Aargaus bezeichnen sich als Aargauer; alle anderen sind Walliser, Berner, Solothurner oder Basler. Der Historiker Bruno Meier sagt dazu: „Die aargauische Identität propagiert vor allem die politische und gesellschaftliche Elite.“ Das ist grossartig, weil wir damit eine Elite ohne eigenes Volk haben. Die Elite schafft sich ein Volk, Ausländer mit inbegriffen.

Rolf Schweiger: VR und Lobbyist

Donnerstag, den 14. Juli 2011 um 10:33

Der „gmögige“ Zuger FDP-Ständerat Rolf Schweiger ist VR-Mitglied des Schindler-Konzerns und hat im Ständerat schon vor einiger Zeit eine Motion eingebracht mit dem Ziel, die Kartellrechtsgesetzgebung in der Schweiz zu schwächen. Hintergrund war die Bussgeldentscheidung der EU gegen Schindler. Nun hat Schindler auch vor dem EU-Gericht in Luxembourg verloren, was den Skandal der FDP-Schindler-Beziehung nicht kleiner macht. In den freisinnigen Medien wird bedauert, dass man in Brüssel nicht, wie es in der Schweiz der Fall ist, eine Revision der Strukturen der Wettbewerbsinstanzen prüfe. Nun Rolf Schweiger, der diese Diskussion, zum Vorteil auch von Schindler, angetreten hat, wird nicht nachlassen.

Derlei Vorgänge tragen ernsthaft dazu bei, dass die FDP nur als Klientel- und Lobbyisten-Partei wahrgenommen wird. Alle KMU- und Anti-Bürokratie-Kampagnen aus dem Stall Pelli/Huber werden daran nichts ändern. Das sind vorgeschaltete Ablenkungsmanöver, deren Umsetzungsqualität nach den Herbstwahlen höchst fragwürdig ist.

Verleger und Buchhändler haben Chance verpasst

Donnerstag, den 14. Juli 2011 um 9:50

Der Kampf um die Buchpreisbindung, wie sie im März vom Parlament in Bern beschlossen wurde, geht in die nächste Runde. 58 000 Schweizer haben das Referendum gegen die Buchpreisbindung unterschrieben, womit bewiesen ist, dass Verleger und Buchhändler wieder einmal die Chance verpasst haben, sich selber darzustellen. Ich bin für die Buchpreisbindung, wenn damit nicht nur deutsche und französische Grossverlage begünstigt werden, sondern Schweizer Verleger damit sie die Chance haben, kluge Bücher zu publizieren und die Buchhändler die entstehenden Gewinne dazu nutzen, Buch- und andere Kultur in ihr Quartier zu bringen. In der Realität haben wir kaum noch Schweizer Verleger und die Buchhändler sind von einer Kommunikationsschwäche befallen, die man in der Biologie als Erkrankung bezeichnen würde. Die Schweizer Autoren zu fördern, wie vorgeschlagen, ist ohnehin sinnlos. Entweder schreibt ein Autor oder er schreibt nicht; Staatsknete lenkt nur ab.

 
     
     
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