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Tagesarchiv für 8. Juli 2011

Die 10 km- und 20 Min.-City

Freitag, den 8. Juli 2011 um 17:30

Die Rede ist von Zürich, dessen Stadtkern ziemlich genau diesen Umfang hat. Es sind 10 km, um die Stadt von allen Richtungen aus zu durchqueren, meist dauert dies, je nach Tageszeit, ca. 20 Minuten. Frankfurt braucht doppelt, Berlin dreimal so viel Zeit.

Deshalb ist Zürichs Anspruch „Downtown Switzerland“ zu sein, durchaus berechtigt. Dieser Slogan soll jetzt abgeschafft werden zugunsten einer Stadtmarke. Wieso eigentlich? Ist die Stadt nicht Marke genug?

Eine andere Menschheit

Freitag, den 8. Juli 2011 um 15:30

Es muss eine andere Menschheit geben, die erst um 22 Uhr wach wird, um dann zur Höchstform aufzulaufen. Es müssen intelligente Menschen sein, die dann vor den Bildschirmen europäischer Sender sitzen, um Filme und Diskussionen zu sehen, die dem „Volk“ verborgen bleiben. Wie ist es sonst möglich, dass die tollsten Filme erst nach 23 Uhr zu sehen sind? Als Normalsterblicher, der am folgenden Tag um 8 Uhr im Büro sitzt, kann ich mir den Luxus nicht leisten, das zu sehen, was ich eigentlich sehen möchte. Ach, es herunterladen, um es am Wochenende zu sehen? Wie fragwürdig, dann ist mein Terminkalender zu. Wer sind also die Unsterblichen, die nach 23 Uhr bis in den frühen Morgen die tollsten Sendungen sehen? Es müssen Pensionäre und Arbeitslose sein.

Inspektoren gegen zu hohen Stromverbrauch

Freitag, den 8. Juli 2011 um 15:00

Vergessen wir nicht: Es gab schon Stromsparstaaten vor unserer Zeit. In der DDR gab es Energieinspektoren, die den individuellen Stromverbrauch kontrollierten. Wer den „zulässigen Beleuchtungsstandard“ überschritt, wurde bestraft. In Dresden brannten zu einer Zeit noch Gaslampen, als der Westen in billigem Strom baden konnte.

Oskar Freysinger schlägt Thorium-Reaktor vor

Freitag, den 8. Juli 2011 um 7:55

Der Bundesrat ist aufgefordert, die nötigen Massnahmen zu treffen, um die Forschung im Bereich der Thorium-Technologie maximal zu fördern. Diese Motion hat der Walliser SVP-Nationalrat Oskar Freysinger schon am 16. Juni eingereicht. Freysinger, dem die Grenzen der Wasserenergie bestens bekannt sind, fordert einen Aktionsplan, der dem Parlament in Bern zu unterbreiten ist.

Die Chinesen erforschen diese Technologie bereits; die Deutschen haben dies schon in den 70er Jahren getan, aber nach Tschernobyl wieder aufgegeben. Freysinger weiss:

  • Es gibt mehr Thorium als Uran in der Erdrinde.
  • Mit einer Tonne Thorium kann so viel Energie erzeugt werden wie mit 200 Tonnen Uran.
  • Bei Thorium-Reaktoren gibt es keine Kernschmelze.

Der vielseitige Walliser Parlamentarier, der, weil kein Lobbyist, unabhängig denken kann, öffnet mit dieser Motion der Schweiz ein Fenster in die Energiezukunft.

Freundschaft schwächt

Freitag, den 8. Juli 2011 um 7:50

Lange Zeit war jeder in diesem Land mit jedem befreundet, der in der gleichen politischen, wirtschaftlichen oder wissenschaftlich-kulturellen Klasse spielte. Natürlich war man auch mit anderen befreundet, die in niedrigeren Klassen mitliefen, aber es waren Freundschaften zweiter Klasse. Zu Ende ging diese Entwicklung zuerst in der Schweizer Wirtschaft, als immer mehr „Freunde“ gemeinsam in den gleichen Verwaltungsräten sassen, was zu den Zusammenbrüchen der Swissair, des alten UBS-Konzerns und vieler anderer Firmen führte.

Im kulturellen Bereich spielt derlei extrem häufig, was zur Herausbildung einer „Schwätzer-Klasse“ geführt hat, deren Teilnehmer sich gegenseitig begünstigen. Der Philosoph ging mit dem Schriftsteller-Freund und dem Journalisten-Freund an die gleiche Schule oder sie prügelten sich bei den Pfadfindern. Sie analysieren kulturelle, soziale oder wirtschaftliche Entwicklungen für Freunde, die über entsprechende Budgets verfügen. Sie werfen sich gegenseitig „Steine in den Garten“ (auf deutsch: Man hilft sich gegenseitig aus.)

Erst der Beizug ausländischer Topmanager hat vielen Schweizer Firmen wieder Schwung gebracht. An den Schaltstellen der Verwaltungen sitzen viele Franzosen und Deutsche. Nur in der Politik tut man so, als sei man noch unter sich, von einigen buntscheckigen Fällen in der Westschweiz einmal abgesehen.

 
     
     
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