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Tagesarchiv für 7. Juli 2011

Die Taliban haben gesiegt

Donnerstag, den 7. Juli 2011 um 16:00

Wie viele hochrangige Genies im Generalsrang hat das Pentagon nach Afghanistan entsandt? Wie viele Spitzenoffiziere aus England und Deutschland haben den Asiaten gezeigt, wie man richtig kämpft? Wer hat gewonnen? Die Taliban.

Thomas de Maizière, deutscher Verteidigungsminister, sagt es in Kürze: „Töten und Sterben gehören dazu.“ Ziemlich schade um die Burschen, die am Hindukusch verheizt wurden. Sie kämpften „Weil Deutschland dort verteidigt wird.“ Welcher Irrsinn.

Der Abstieg des Zürcher Bildungsbürgertums

Donnerstag, den 7. Juli 2011 um 15:00

Emil Staiger und Peter von Matt waren Germanistikprofessoren, zu denen das Zürcher Bildungsbürgertum an die Universität Zürich pilgerte. Beide wurden als eine Bereicherung des Lebens betrachtet, weil sie Sinnzusammenhänge erklärten und den Menschen den Zugang zur Literatur verschafften. Sie waren auch Messlatten für junge Literaten, die selbst einen Weg in die Zukunft suchten.

Ganz anders der heutige Lehrstuhlinhaber, Daniel Müller Nielaba, eine Art Bildungsbeamter mit zahlreichen kantonalen Funktionen. Der will ambitionierten Studierende „karrieretechnisch“ beraten und seine Fakultät global, mindestens aber europaweit positionieren.

Mag sein, aber der Schweizer Literaturszene, die von einer Fülle fragwürdiger Existenzen belebt wird, fehlt ein Massstab, der sagt, was Bestand hat und was nicht. Dies fehlt heute, weil ein Müller Nielaba sich hüten wird, dieses Wespennest zu öffnen. Er reist von Konferenz zu Konferenz; was zwischen St. Gallen und Genf geschieht, hat auf seine Karriere ohnehin keinen Einfluss. Das Selbstvertrauen der Schweiz, weil Definitionen fehlen, geht dabei unter.

Wenn die Grauzone zusammen bricht

Donnerstag, den 7. Juli 2011 um 14:10

Von den Griechen kann nur lernen. So heisst es: Die reichen Griechen hätten sich längst nach London und in die Schweiz zurück gezogen. Dies hätte die ärmere Mittelschicht aber geduldet. Sie habe sich in einer „Grauzone“ bewegt, weil sie von diesen anarchischen Zuständen ebenfalls profitiert habe. In die Schweiz übersetzt, sagen wir schon lange: Wir müssen die Reichen gewähren lassen, denn in Baden fallen genügend Brosamen ab von der ABB oder der Alsthom (dort seit einiger Zeit weniger) oder in Vivis, wo Nestlé seinen Hauptsitz hat, für das regionale Gewerbe.

Kommt es zu einer Krise, löst sich die Grauzone rasch auf. Es bleiben nur Arme und Reiche.

FDP- Nackt in die Chefetage

Donnerstag, den 7. Juli 2011 um 11:11

Die FDP-Generalsekretärin Claudine Esseiva tut mir jetzt ein bisl Leid. Die ganze FDP ist zu bedauern, dass sich die Frauen jetzt schon ausziehen müssen, damit man der „Partei ohne Programm“ noch zuhört. Das Ziel der Kampagne: Mehr Frauen müssen in die Chefetagen. Werden wir künftig also Frauen als CEOs haben, die in der Mittagspause für die Mitarbeiter einen sexy Pole-Dance hinlegen, damit sie nachmittags wieder motiviert sind? Prima, darauf freue ich mich jetzt schon und ich hoffe, dass mich Frau Esseiva zu ihrem ersten Pole-Dance einlädt, wenn sie vor ihren Parteikollegen auftritt.

Warum Esseiva das tut: Es handelt sich hierbei um eine Verzweiflungstat. Die FDP ist bei den Umfragen im Sinkflug. Die FDP hat kein Programm und vor allem keine starken Persönlichkeiten an der Front. Mit dem blank ziehen will Esseiva ganz klar ihren Bekanntheitsgrad erhöhen. Ich persönlich halte es für reinen Unsinn, denn ich wähle die FDP sicher nicht wegen der Nacktheit von Esseiva. Gott, ich muss dauernd lachen, während ich diese Zeilen schreibe.

Ich lade Frau Esseiva ein, mir ihr Programm persönlich zu präsentieren aber sie darf nur kommen, wenn sie genau so daher kommt, wie auf dem Plakat. Die Einladung steht!

Fidel Stöhlker

Schoettli entlastet Zürcher Verkehrsplaner

Donnerstag, den 7. Juli 2011 um 11:01

Rund um den Welt verbreitet sich die Botschaft, in Zürich würden sich die städtischen Verkehrsplaner unter Leitung Andy Fellmann den Autofahrern in den Weg stellen, um deren Zirkulation zu behindern. Fellmann verteidigt sich: „Ich bin kein Autohasser.“ Ganz anders beurteilt ein Berufener die Verkehrslage in Zürich: Urs Schoettli, in Tokio wohnhafter Asienfachmann, vormals NZZ-Korrespondent zwischen Singapur, Bangkok und Shanghai, heute Asien-Mitarbeiter auch der St. Galler Privatbank Wegelin & Co., sagt: „Die Verkehrsverhältnisse in Zürich sind idyllisch gemessen an denjenigen in Asien.“

Als Autofahrer in Zürich seit vierzig Jahren kann ich bestätigen: „Vieles ist besser und schneller geworden, aber seit gut einem Jahr verschlechtert sich die Verkehrslage für Autofahrer wieder.“ Wer aus Bern oder Basel via Autobahn nach Zürich will, braucht bis an die Stadtgrenze nur wenig Zeit, aber von der Stadtgrenze bis an den See ist zu oft eine weitere Stunde fällig. Unmöglich sind in Zürich die Velofahrer, die sich an keine Spielregel mehr halten. Sie fahren einfach, wann und wo sie wollen, Kamikaze mit Freifahrschein. Belastend sind auch die Fahrer/-innen mit 600er und 700er-Nummern, welche die Fahrgewohnheiten von Berlin, Belgrad und Istanbul in die Schweiz importiert haben.

Hauptstadtregion Bern ist pleite

Donnerstag, den 7. Juli 2011 um 10:57

Wie die „Berner Zeitung“ den wirtschaftlich-moralischen Bankrott der Hauptstadtregion Bern verkauft, ist beachtlich. „Bern überwindet die Milliardengrenze“ schreibt Redaktor Fabian Schäfer in der Titelzeile, ganz so, als habe ein Berner Bergsteiger einen 8000er bestiegen. Hurra! Dann geht es weiter: „Mit 120 zusätzlichen Millionen baut er (Anm.: der Kanton Bern) den Vorsprung auf die anderen Bezügerkantone aus.“ Noch besser, Bern ist der Tour de Suisse-Sieger aller Versager-Kantone. Während die Berner Regierung den Kanton stets auf Platz 16 aller Kantone sieht, ist er längst auf Platz 21 abgerutscht. Hauptstadtregion? Besser: Hauptstadt der Ineffizienz. Ohne Nationalen Finanzausgleich wäre der Kanton pleite.

Nicht viel anders sieht es in Winterthur aus, wo im kommenden Jahr Fr. 60 Mio. mehr aus dem kantonalen Finanzausgleich in die Eulachstadt fliessen als vorgesehen war. Vorsorglich jammern die Winterthurer: „Es sind nur 10 Mio. mehr, denn anderes geht uns verloren.“ Tatsache ist, Bern wie Winterthur leben von ihren Nachbarn. An echte Sparprogramme denken beide nicht, nicht die kantonale Regierung in Bern noch die städtische in Winterthur. Merke: Die Zahler sind immer die Dummen.

Wagen wir den Blick in die Glaskugel

Donnerstag, den 7. Juli 2011 um 7:30

Weil die Welt undurchschaubar geworden ist, wollen wir den Blick in die Glaskugel werfen, womit wir rechnen müssen:

  • Die politischen Wirren im Mittleren Osten werden anhalten und uns schaden.
  • Die Preise für Nahrungsmittel und Grundstoffe werden steigen.
  • Die Inflation steigt in der Dritten Welt und geschwächten EU-Staaten.
  • Die Erdölpreise steigen.
  • Internet und Soziale Medien treiben den Wandel weiter voran.

Was eher nicht eintritt?

  • Kein Staatsbankrott in der EU.
  • Kein Zerbrechen der EU.
  • Keine Einigung über Klimaprotokolle.
  • Keine Einigung über „to obig-to fail“-Banken
  • Keine Erneuerung der Doha-Runde.

Mit Überraschungen meist schlechter Natur ist laufend zu rechnen.

 
     
     
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