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Monatsarchiv für Juni 2011

Kuscheljustiz und Sozialromantiker

Mittwoch, den 29. Juni 2011 um 9:21

Die Unfähigkeit einer grossen Zahl unserer „Betreuungs-Worker“ ist offensichtlich. Eine Frau führt einen höchst gefährlichen Serienverbrecher spazieren; dieser kann flüchten, weil echte Verbrecher solche Chancen wahrnehmen. Die Wärter liefen dem Flüchtenden, der Privatkleider trug, nicht einmal hinterher.

Im Zürcher Flughafen-Ausschaffungsgefängnis stehen den Wirtschaftsflüchtlingen, die abgeschoben werden, teuerste Trainingsgeräte zur Verfügung, die ich mir in manchem Bergdorf für die Bevölkerung auch wünschen würde. Es gibt eben Schweizer, die arbeiten (müssen) und andere, die ihr Gutmenschentum, das häufig an Dummheit grenzt, zelebrieren. Diesen falschen Luxus werden wir abbauen müssen.

Stadtpolizei Zürich völlig überfordert

Mittwoch, den 29. Juni 2011 um 8:41

In einer der schönsten Städte der Welt hält die Kriminalität immer mehr Einzug. Jugendliche prügeln und stechen sich im Ausgang nieder, motiviert durch den Gruppenzwang, der vielfach auch der Grund für übermässigen Alkohol- und Drogenkonsum ist. Jetzt sieht sich die Polizei überfordert und weiss nicht mehr weiter ausser, personell aufzustocken. Ich habe eine viel bessere Idee: Wir verschärfen die Gesetze für die Täter so heftig, dass jeder Übeltäter sich künftig mehrfach überlegt, eine Tat zu begehen. Ausländische Verbrecher werden mit einem 24-Stunden-Schnellverfahren sofort ausgewiesen und man nimmt ihnen alles ab, was sie in der Schweiz angehäuft haben. Alkohol dürfen Jugendliche erst ab 21 Jahren trinken, genau wie in Amerika. Die Politik baut die Stellen im Polizeidepartement selber ab, so gab es vor ca. 5 Jahren offenbar noch 7 Drogenfahnder, die den Schneekrieg in Zürichs Strassen unterbinden sollten. Einer der damaligen Fahnder erzählte mir, dass er die Nase von seinem Traumjob voll habe, weil die Politik alles behindere was nur gehe. Er wechselte in eine andere Abteilung. Seine Begründung damals (vor 5 Jahren): Zürich wird wieder zum europäischen Drogenmekka und die Politik schaut zu.

Fazit: Wir brauchen extrem scharfe Gesetze gegen Verbrecher und vor allem keine Gnade bei deren Umsetzung. Nur leider kommen da wieder die SP-Gutmenschen, die soziale Gerechtigkeit in unserem Land wollen. Also liebe Schweizer, lasst Euch weiter ausrauben, anpöbeln und hofft, dass nichts schlimmeres passiert oder wählt einfach die SP nicht mehr, damit unsere Stadt nicht weiter blockiert wird.

Fidel Stöhlker

Kassenprämien und Wertewandel

Mittwoch, den 29. Juni 2011 um 8:10

Endlich gehen die Kantone den Nichtzahlern von Krankenkassen-Prämien an den Kragen. Gegen 100 000 Schweizer, die Gesundheitsleistungen beanspruchen, zahlen jedes Jahr ihre Prämien nicht. Im kommenden Jahr sollen dafür die Steuerzahler der Kantone aufkommen, eine Ungerechtigkeit sondergleichen gegenüber allen, die ihre Prämien korrekt bezahlen.

Es ist richtig, diesen Betrügern und Chaoten Gesundheitsleistungen zu entziehen. Wie erste Erfahrungen im Kanton Thurgau bewiesen haben, nimmt die Zahlungsmoral zu, wenn der Gang zum Arzt in vielen Fällen verboten wird. Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: Wer einen Arzt wirklich braucht, soll dies auch künftig tun dürfen, aber Luxuskonsultationen müssen entfallen. Wer kein Geld hat (Singles, alleinstehende Mütter, Alte), soll beweisen, dass er keinen anderen Luxus betreibt, um sich von der Allgemeinheit finanzieren zu lassen.

„Swissfuture“ hat soeben eine Studie „Wertewandel in der Schweiz bis zum Jahr 2030“ publiziert. Unter Leitung des Zukunftsforschers Georges T. Roos wurden vier Szenarien erarbeitet:

  • Ego- (oder Leistungs-)Gesellschaft, wo die Arbeit ein immer dominierenderer Faktor wird und die Familien sich weiter auflösen.
  • Clash-Gesellschaft, wo die sozialen Gruppen auseinanderbrechen und Unruhen ausbrechen,
  • Balance-Gesellschaft, die bei moderatem Wohlstand, der kaum zunimmt, im Schosse der EU die Chancengleichheit und die Ökowirtschaft pflegt.
  • Die Bio Control-Gesellschaft eines stagnierenden Landes, das sich Ausländern und dem Fortschritt verweigert.

Wer seine Kassenprämien nicht zahlt, gehört wohl zur kommenden Clash-Gesellschaft oder unterwirft sich mangels eigener Antriebskraft der Bio Controlgesellschaft, die von Nestlé-Ehrenpräsident Helmut Maucher vor einigen Jahren als menschliche „Biomasse“ bezeichnet wurde.

Neue Dienstleister boomen

Dienstag, den 28. Juni 2011 um 16:50

Zuerst einmal boomen die Spielcasinos in der Schweiz, von welchen wir mit massgeblicher Unterstützung der CVP demnächst 23 haben werden. Sie verfolgt damit konsequent ihre fortschrittliche Familienpolitik, da die dem Staat zufliessenden Mittel der AHV zu gute kommen. Das Spielcasino Baden ist der derzeitige Star mit Laufzeitbeschränkung, denn im Herbst des kommenden Jahres werden die Zürcher unter Führung eines „Rihs Brothers“ den Badenern zeigen, wie man richtig aufspielt. Die Modernisierung wie Globalisierung der Schweiz erfordert derlei Institutionen, denn nicht nur der Schweizer Geldadel, sondern die vielen reichen Russen, Indonesier und Chinesen, die ohnehin spielfreudig sind, brauchen derartiges Entertainment. Huldrych Zwingli wäre darob bass erstaunt, aber seine Statue steht ohnehin auf der falschen Limmatseite, wo heute die tieferen Einkommen generiert werden.

Niedergang der Schweizer Wirtschaft? Keine Spur. Es wird völlig unterschätzt, was Glencore, Trafigura, Gunvor und vergleichbare Handelsfirmen an Wohlstand schaffen und Steuern bezahlen. Zahlen die Banken heuer vielleicht noch Sfr. 14 Mia. an Steuern (ohne die Grossbanken, die temporär ausfallen), dann halten die Transithändler aus der Schule von Marc Rich mit knapp vier Milliarden an Steuerzahlungen recht gut mit.

Ein Staatsgeheimnis ist es bisher, was die vielen Rückversicherungen aus aller Welt, die aus dem Kanton Zürich einen „Re Hub“ gemacht haben, an Steuern bezahlen. Obwohl gerade die Versicherer perfekte Steuervermeider sind, müsste doch einiges für die Schweiz übrig bleiben.

Was uns die Bankberater nicht sagen

Dienstag, den 28. Juni 2011 um 15:45

Zwei Beispiele:

  • Die meisten Sparer sind hilflos gegenüber der Tatsache, dass ihnen die Banken praktisch keinen Zins auf ihr Spargeld bezahlen. Die Banken leihen dies zu günstigen Konditionen an den Staat und grosse Unternehmen aus, die sich damit sehr vorteilhaft refinanzieren. Diese gewaltige Geldverschiebung währt schon seit Jahren. Sie stabilisiert den Staat und die grossen Konzerne, bezahlt vom Kleinsparer.
  • Viele Schweizer haben traditionell in USD investiert. Dieser sinkt seit Jahren, damit die Amerikaner ihre hohen Schulden mit billigem Geld refinanzieren können. Die Verluste jener Schweizer, denen Anlagen in USD empfohlen wurden, sind sehr gross. Bankberater sagen, da könne man nichts machen, das sei eben so.

Der Auszug beginnt

Dienstag, den 28. Juni 2011 um 12:50

Es kommt bei der UBS alleine in der Schweiz zu mehreren hundert Entlassungen, dazu Dutzende von Frühpensionierungen, weil zentrale IT-Dienstleistungen zu einer Drittfirma nach Ungarn ausgelagert werden. Wer als UBS-Mitarbeiter mit seiner IT nicht zu Rande kommt, was in allen Firmen häufig der Fall ist, darf die Hotline nach Budapest benutzen, wo man unsere vier Landessprachen beherrscht (Romantsch!).

Es ist der symbolische Beginn eines Auszugs, der uns noch beschäftigen wird. Landesweit prüfen die Firmen Modelle, wie man dem teuren Franken entfliehen kann, indem man im Ausland einkauft, besser noch, dort auch produziert. Unser Land verliert damit Substanz.

Der UBS-Konzern, wie viele andere auch, macht für seine Bedürfnisse das Richtige. Dutzende von Firmen werden ihm bald folgen. Erst in gut drei Jahren werden wir wissen, was dieser Trend bedeutet.

SP – 4 Tage Woche und mehr Lohn

Dienstag, den 28. Juni 2011 um 11:12

Warum noch ins Theater gehen, solange wir die SP haben. Jean-Claude Rennwald, SP-Nationalrat, leidet in den Höhen des Jura offenbar an Sauerstoffmangel. Eine akute Unterversorgung des Hirns durch zu wenig Sauerstoff hat nun erste Folgen. So schlägt der Jurassier Clown vor, nur noch 4 Tage zu arbeiten, weil man doch besser in die Badi geht, an solchen Tagen wie diesen. Regelmässige Weiterbildung ist prima aber alle 10 Jahre ein 6 monatiges Sabbatical. Wie ich immer wiederhole: Die SP macht gerne Vorschläge, wie man die Wirtschaft schwächt und gleichzeitig wollen Sie mehr Gehalt und Freizeit. Wenn die SP noch mehr solch interessante Urzeit-Genossen in den Wahlkampf schickt, haben wir Bürger ganz sicher viel zu lachen und die Medien viel zu schreiben.

Fidel Stöhlker

Schläfrige Notariate

Dienstag, den 28. Juni 2011 um 11:11

Unsere Notariate sind staatlich geschützte Goldgruben, wo viel Geld für einen nicht mehr zeitgemässen Service bezahlt werden muss. Gerade hatte ich wieder das Vergnügen, ein renommiertes Zürcher Notariat im Seefeld anzurufen, wo eine weibliche Stimme auch beim zweiten Anlauf derart verschlafen antwortete, dass ich mir um 09.30 Uhr Gedanken um ihre Gesundheit machte. Nein, der Herr Sekretär sei nicht erreichbar. Ja, er werde zurückrufen. Wann? Vielleicht in einer viertel Stunde. Das klappte dann natürlich auch nicht. Eine simple Übertragung wächst sich zu einem Vertragsmonster aus, das mehrfach hin- und her gesandt werden muss, weil dem Herrn Sekretär noch etwas einfällt. Man meint, im 19. Jahrhundert zu leben, als Stehkragen noch Mode waren.

Bischöfinnen wie Wahlkämpferinnen

Dienstag, den 28. Juni 2011 um 7:50

Die Kirche lebt. Die neue Bischöfin von Hamburg-Lübeck, Kirsten Fehr, hat sich im Wahlkampf gegen ihre Konkurrentin durchgesetzt. Die Siegerin umarmt die unterlegene Petra Bahr, die auch gerne Bischöfin geworden wäre. Das Kirchenparlament hat entschieden, das Volk ist zufrieden. Befinden wir uns noch in einer Kirche oder wo? Die ehrgeizigen Frauen der Reformierten, wer spricht noch von Männern ?, haben die Herrschaft angetreten. Jesus Christus, halleluja.

Geld, Geiz, Gönner…

Montag, den 27. Juni 2011 um 16:30

Das ist die Reihenfolge, in der sich bedeutende Männer bewegen, die in die Geschichte eingehen. Christoph Merian, ohne dessen Stiftungen Basel nicht den heutigen Glanz hätte, sein Vater, zur Zeit Napoléons ein grosser Spekulant, eine Art March Rich des frühen 19. Jahrhunderts, erzog den jungen Christoph frömmlerisch-geizig. Christoph, wie der berühmte Walliser Kaspar Jodok Stockalper, dessen Schloss heute noch die Stadt Brig bereichert, trieb bei seinen Schuldnern sehr streng jeden Franken ein. Der Walliser liess sich die Wiesen seiner Schuldner überschreiben, woraus die Familie bis in die jüngere Gegenwart grossen Gewinn zog. Der Phase des Geizes folgte die Rolle des Gönners. Oft waren keine Kinder vorhanden; der Weg in die Geschichte war damit offen.

 
     
     
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