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Tagesarchiv für 20. Juni 2011

Die Freisinnigen rufen sich Mut zu

Montag, den 20. Juni 2011 um 14:30

Von den Zürcher Freisinnigen wollen 34 nach Bern einziehen, aber nicht alle werden dort ankommen. FDP-Ständerat Felix Gutzwiller, dessen Sympathiewerte hoch sind, stehen sieben Gegenkandidaten gegenüber; das wird auch für einen Politstar hart. Deshalb ruft er auf: „Gemeinsam zum Erfolg.“ Im Oktober wird sich auch Beat Waltis Schicksal entscheiden. Nach der kantonalen Niederlage im April darf er im Oktober nicht schon wieder verlieren.

Man vernimmt auch ehrliche Stimmen aus der FDP:

–         „Politik ist zuweilen brutal und oft unfair“, sagt Thomas Vogel, Präsident der FDP-Kantonsratsfraktion.

–         „Ich wünsche, dass die Partei auch ihre eigenen Fehler beim Namen nennt“, sagt FDP-Gemeinderätin Tamara Lauber.

Es wird schwer werden. Obwohl die FDP Schweiz, wie die Zürcher auch, behauptet, sie sei keine Lobby-Organisation des Finanzplatzes, der Pharmafirmen und der Energiebranche, hat sie sich doch – erfolglos – für die beiden Grossbanken eingesetzt, als es um höheres Eigenkapital ging. Jetzt betreibt sie die Umkehr der Energiewende, wie sie von den „vier Hexen im Bundesrat“ (Volksstimme von rechts) leichtfertig serviert wurde.

Die wirklichen Erfolge verwandeln sich im Lauf der Jahrhunderte in Märchen. „Es war einmal….. eine stolze Freisinnige Partei, welche die moderne Schweiz mit begründete.“ Unsere Enkel werden staunen, wenn sie diese Geschichte hören. Und warum ging sie unter? Sie war zu stolz, kämpfte mehr mit sich selber als mit dem politischen Gegner, und verfehlte die Weiche in die Zukunft.

Merkwürdiges aus Libyen

Montag, den 20. Juni 2011 um 14:19

Ob der bunte Oberst Ghadhafi, dessen Freundschaft mit Silvio Berlusconi ebenso fragwürdig ist wie seine weibliche Leibgarde, sein Volk „während Jahrzehnten“ gequält und unterdrückt hat, scheint mir fraglich. Immerhin hatte Libyen vor dem Angriff der Amerikaner, Franzosen und Engländer ein BIP pro Kopf, das über dem demjenigen von Polen lag. Die drei Angreifer-Staaten sind de facto selbst bankrott, haben täglich Kriegsspesen von USD 2 Mio, Tendenz steigend, und sind vor Ort nicht erfolgreich. Die Deutschen weigern sich mit Recht, einen zweiten Rommer nach Tripolis zu senden. Die ganze Aktion wirkt etwas schräg, zumal die Familie Assad in Syrien wirklich brutal zuschlägt und das NATO-Land Türkei den Mund zwar voll nimmt, aber nichts tut.

Kurt Felix haut Gottschalk

Montag, den 20. Juni 2011 um 12:55

„Die meisten haben ein hervorragendes Kurzzeit-Gedächtnis“, sagt Kurt Felix über Thomas Gottschalk, der soeben als Showmaster von „Wetten dass….“ zurück getreten ist. Felix meint damit auch alle Showmaster, die nach seiner Generation aufgetreten sind. Sie würden nur nachsprechen, was man ihnen zuvor aufgeschrieben habe. In seiner Generation habe man noch selbst formuliert. Merke: Wir dürfen Kurt Felix Glauben schenken.

Abzocker aller Orten

Montag, den 20. Juni 2011 um 10:00

Tausende von Akademiker, Juristen, Ärzte, Ingenieure und Bank- wie Versicherungsmitarbeiter, haben sich in den Kantonen Zürich und Bern als Abzocker ausgezeichnet. Nach dem Studium liessen sie sich die verbilligten Krankenkassen-Prämien für Studenten weiter zustellen, ohne den Saläranstieg zu melden. Die Zürcher und Berner Gesundheitsbehörden verschleuderten Millionen, weil sie zu faul waren – ganz anders die fleissigen Basler -, dem nachzugehen. Merke: Abzocken ist zum Nationalsport geworden.

Obwohl wir seit fast 12 Jahren einen vom Parlament beschlossenen Ärztestopp haben, nahm die Zahl der Ärzte, die über die Grundversicherung abrechnen dürfen, zu wie zuvor. Grund: Unsere intelligenten Schweizer Ärzte stellten Assistenzärzte aus dem Ausland an. Das dürfen sie.

Merke: In vielen Kantonen, Tendenz zunehmend, erhalten über 30% der Bevölkerung Zuschüsse auf die Krankenkassenprämien, weil sie angeben, diese nicht mehr bezahlen zu können. Gleichzeitig expandieren Ärzte, Spitäler und Pharmaindustrie in immer teurere Behandlungsformen. Das voll zahlende Drittel der Bevölkerung gehört zur Klasse der Melkkühe.

Reiche Griechen tauchen unter

Montag, den 20. Juni 2011 um 8:48

Griechenland ist fast pleite aber die Party geht weiter. Fernab jeglicher Proteste sonnen sich die reichen Griechen in der Schweiz oder sonst wo auf der Welt. Die Bevölkerung wüsste sicher gerne, was die grossen Namen wie Latsis, Niarchos, Martinos oder Mouskouri in der Krise für ihr Land tun. Es gibt in den Schweizer Medien komischerweise nirgends aktuelle Interviews mit diesen Superreichen, in denen sie Stellung zur fast aussichtslosen Lage ihres Landes nehmen. Die Europäische Gemeinschaft soll zahlen. Private Investoren werden „gebeten“ zu helfen aber auf freiwilliger Basis. Es bleibt spannend zu beobachten, welche private Institution den Griechen als erste hilft. Die reichen Griechen in der Schweiz dürften sich weiterhin bedeckt halten, sonst könnte ihr Lebenswerk arg leiden.

Fidel Stöhlker

Alzheimer

Montag, den 20. Juni 2011 um 8:00

Noch kann ich das Wort „Feuerwehrauto“ fehlerlos aussprechen, auch wechsle ich im Gespräch manchmal das Thema, wenn das alte mich langweilt. Natürlich bin ich reizbar, wenn ich Dummköpfen begegne, wirke aber nicht kraftlos und pflege meine Hobbies. Bedenklich wäre es, wenn mein Urteilsvermögen nachliesse, wobei ich gerne zugebe, dass es heute leicht ist, sich zu irren. Die Alzheimer-Gesellschaft warnt mich aber, ich dürfe beginnende Demenz nicht zu leicht nehmen, weil ich sonst einer Depression verfallen könne. Diese „wichtigen Alzheimer-Signale“ sind mir nicht geheuer, ganz wie ich Ritalin als Medikament für eine erfundene Krankheit betrachte. Vielleicht bin ich doch krank.

 
     
     
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