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Tagesarchiv für 16. Juni 2011

Sturz und Untreue: Wagner und Steinegger

Donnerstag, den 16. Juni 2011 um 15:46

Wie sehr die Nerven blank liegen, zeigen zwei Vorfälle:

  • Franz Steinegger, „Mr. Uri“, ohne dessen Unterstützung Samih Sawiris nicht derart leicht sich in Andermatt hätte durchsetzen können, schiesst gegen den Ägypter: „Das Skigebiet darf nicht auf Vorrat ausgebaut werden.“ Freunde vermuten, Steinegger sei einfach sauer auf Sawiris, der ihn bei seinen Ausbauplänen zu wenig berücksichtigt habe. Kann gut sein, denn Steinegger machte noch nie Geschenke.

 

  • Blochers Ex-Freund Martin Wagner, in Baselland für die FDP für den Nationalrat kandidierend, trat schneller als erwartet als VRP der „Weltwoche“ zurück. Das zeigt die eiserne Faust von Christoph Blocher, der nicht nur in Personalfragen immer selbst entscheidet. Damit bestätigt Christoph Blocher die Wagner’sche These, dass dieser als undemokratischer Diktator herrsche. Merkwürdig ist nur, dass dies niemand zuvor zu sagen wagte – und heute auch sonst niemand.

Es ist die Zeit der Untreue angebrochen.

Erzbischof Haas bestreikt Vaduzer Regierung

Donnerstag, den 16. Juni 2011 um 14:19

Der berühmt-berüchtigte Vaduzer Erzbischof Wolfgang Haas, den Rom aus Chur in das Fürstentum Liechtenstein abschieben musste, um die Zürcher Katholiken vor einer Revolte gegen den ungeliebten „Bischof Wolfgang“ zu bewahren, bestreikt nun seine eigene Regierung. Er will am 15. August, dem Liechtensteiner Staatsfeiertag, dort keine offizielle Heilige Messe mehr lesen. Grund: Die Liechtensteiner revoltieren immer heftiger gegen alte katholische Bräuche. Die Fürstenfamilie und der Erzbischof sind sich einig: Staat und Kirche müssen getrennt werden.

Die Energie-Wirren gehen erst los

Donnerstag, den 16. Juni 2011 um 12:30

Es ist manchen entgangen, dass Mahmud Ahmadi Nejad, der im Westen gefürchtete iranische Staatspräsident, jetzt auch Vorsitzender der Vereinigung der erdölproduzierenden Staaten, der OPEC, ist. Seinen eigenen Ölminister hat er abgesetzt. Ahmadi Nejad will die Ölproduktion nicht ausweiten, was die Kosten bei uns nur in die Höhe treiben wird.

Derweil berichtet die Internationale Energieagentur, IEA, die CO2-Emissionen seien im letzten Jahr so hoch wie nie gewesen. Der Ausstieg aus der Kernenergie werde in Deutschland alleine den CO2-Ausstoss um 25 Mio. Tonnen steigern.

Nicht mundfaul, lässt Rainer Meier, Kommunikationschef der Axpo, von sich hören: „Es handelt sich um eine pseudo-religiöse Diskussion.“ Es würden nicht der Verstand,sondern die Emotionen entscheiden. Bundesrätin Doris Leuthard wird sich dafür bedanken.

Damit die Medien nichts Dummes schreiben, „ist es wichtig, sie richtig zu füttern“, so Rainer Meier, der diese Taktik „Feed the sharks“ nennt, und empfiehlt weiter: „Es darf nie eine Hungersituation entstehen, in der sich Journalisten fragen, wer schuldig sein könnte.“ Da offensichtlich niemand fragen will, tun wir dies.

Die NZZ hat viele Gesichter

Donnerstag, den 16. Juni 2011 um 12:00

George Clooney blickt einigermassen verwundert aus einem Omega-Inserat auf S. 2 auf NZZ-Chefredaktor Markus Spillmann (S. 3) herab, dessen Portraitfoto etwa die Dynamik eines Bismarck-Denkmals hat. Die NZZ, der man nachsagt, sie habe kein Gesicht mehr, trotzt dem mit einer Sonderbeilage von 60 (!) Seiten, um die intellektuellen Köpfe ihrer Mitarbeiter zu zeigen. Bei so viel Talent müssten einige Mitarbeiter doch Profil entwickeln, das man heute in den Medien sucht. Auch Luzius Theler habe ich vermisst, den vielfach ausgezeichneten Walliser Journalisten, der uns den Südwestkanton in Zürich nahe bringt. Weiter so, Herr Chefredaktor! Der erste Schritt ist immer der wichtigste.

Jack Langs Sturz

Donnerstag, den 16. Juni 2011 um 9:41

Die Ikone der frz. Linken, Jack Lang, will kein Pädophiler in Marrakesch gewesen sein. „In unserer Welt regiert die Vulgarität“, sagt er. Vielleicht in den Kreisen politischer Prominenz, aber sicher nicht im Volk.

Griechen am Ende – Türkei boomt

Donnerstag, den 16. Juni 2011 um 9:09

Wir haben erlebt, wie die Griechen voller Überheblichkeit auf ihren türkischen Nachbarn hinab blickten. Der griechische Übermensch ist gescheitert; geblieben ist ein Volk von leicht träger Natur, dessen Staat von seinen eigenen Eliten in den Ruin geführt wurde. Die Hauptstadt Athen ist heute ein gefährlicheres Pflaster als Rio de Janeiro. Dagegen die Türken: Sie legen unter PM Erdokan ein Wachstum hin, das nicht einmal die Deutschen schaffen. Istanbul, die grösste Stadt Europas, wird jedes Jahr schöner. Sogar die Kurden geben sich friedlich. Griechenland könnte man zu einem bayrischen Bezirk machen, aber die Türkei ist zum Mittelpunkt des Nahen Ostens geworden.

VerARschT

Donnerstag, den 16. Juni 2011 um 9:00

Nun habe ich mir alle Mühe gegeben, die ART Basel zu verstehen. Was ich sah, gefiel mir hie und da, sonst selten. In der Titelzeile dieses Beitrags mache ich deutlich, was viele Künstler und Galerien sich wohl gedacht haben mögen, als sie ihre Teilnahme angemeldet haben. Ich liebe die Kunst, aber gegen die Dummheit der Gegenwärtigen ist kein Kraut gewachsen. Wir leben in inflationären Zeiten.

 
     
     
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