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Tagesarchiv für 9. Juni 2011

Die Bilderberger, wegen Schweigens überschätzt

Donnerstag, den 9. Juni 2011 um 14:05

Auf Einladung von Daniel Vasella weilen die Teilnehmer der Bilderberg-Konferenz in der Schweiz. Sind Madeleine Albright, Joschka Fischer und „Joe“ Ackermann wirklich die vermuteten Weltherrscher? Ich bezweifle es, denn die Welt ist viel zu komplex, um von Altpolitikern und kleinen Grossbankiers wirklich geführt zu werden. Nur das Schweigen macht die Bilderberger geheimnisvoll. Sie mögen intelligent diskutieren, aber die wirkliche Macht ist diffuser.

Heisse Jeans aus dem Armenhaus Haiti

Donnerstag, den 9. Juni 2011 um 13:40

Wer in der Schweiz etwas auf sich hält, trägt Jeans und eine Swatch. Damit ist bewiesen, dass man politisch links steht (obwohl die US-Originaljeansträger einst rechts standen) und sozial fortschrittlich. Unsere Bankmanager tragen besonders gerne Jeans, mindestens in der Freizeit, um soziale Normalität zu betonen. Leider kommen die meisten Levi’s und Hanes aus dem Armenhaus Haiti, dem wir so manche Krokodils-Träne nachgeweint haben. Die armen Haitianer, klagen unsere Jeansträger. Beide Firmen weigern sich aber strikt, den tausenden von Nähern in Haiti mehr als zwei US-Dollar pro Tag zu bezahlen. Der Grund: Europäische und andere Kunden müssten dann mehr bezahlen. Was tun? Wir wollen weiterhin billige Jeans, möglichst mit künstlichen Löchern darin. Spenden für Haiti tun wir dann später.

Das Blocher-Chaos in der „Weltwoche“

Donnerstag, den 9. Juni 2011 um 12:04

Während Starverleger Roger Köppel darüber nachsinnt, wie IWF-Chef Strauss-Kahn von der 32jährigen Zimmertochter hätte verführt werden können, schlägt sein VR-Präsident Martin Wagner rhetorisch auf seinen Freund und Mentor Dr. Christoph Blocher ein, wie man dies noch nie erlebt hat. Wagner rückt Blocher in die Nähe eines Unmenschen, womit sein Mandat als VR-Präsident der „Weltwoche“ ernsthaft gefährdet ist. Ich rechne mit seinem gelegentlichen „freiwilligen“ Rücktritt.

Aufschlussreich ist es, dass Roger Köppel zu diesem Thema schweigt und vorzugsweise über Unterwäsche nachdenkt. Es schweigt die ganze Redaktion der „Weltwoche“ zum Ausraster ihres VRP. Lediglich Verleger-Kolumnist Kurt W. Zimmermann darf sich in der „Weltwoche“ zum Thema Wagner-Blocher äussern (man nennt dies delegieren), indem er „kritisch gegen meinen obersten Chef“ (nein, nicht Blocher, sondern Wagner) argumentiert. Das ist offensichtlicher Sklavengehorsam einer von Christoph Blocher und dessen Freunden abhängigen Redaktion, ganz wie es von Martin Wagner, VRP desselben Verlags, öffentlich beklagt wird.

Wo eine Wille ist, ist auch ein Weg

Donnerstag, den 9. Juni 2011 um 10:20

Unser Strahlemädchen von „10 vor 10“, Susanne Wille, hat den Wiener Soziologen Georg Franck entdeckt, etwa 15 Jahre nach der erstmaligen Publikation seines Buches „Die Ökonomie der Aufmerksamkeit“. Sie spricht und schreibt seither über „Aufmerksamkeit als neue Währung der Marktwirtschaft“. Sie klagt über den „Showdown der Aufmerksamkeit“. Schade, dass kluge Autoren von einer TV-Moderatorin derart missbraucht werden. Georg Franck war stets ein Kritiker dieser Entwicklung, was der eiligen Kommentatorin mit Sicherheit entgangen ist. Unsere Chefredaktoren bieten uns derlei Kommentatoren-Erkenntnis (in diesem Falle „az“) als bezahlbares Wissen an. Kein Wunder, dass die Qualitätsfrage an die Medien gestellt wird.

 
     
     
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