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Tagesarchiv für 1. Juni 2011

Es gibt keinen „Dritten Weg“

Mittwoch, den 1. Juni 2011 um 15:30

Gescheitert ist das Team Blai/Mandelson mit seinem „Dritten Weg“, eine geniale politische Täuschung des englischen Mittelstandes. Gescheitert ist auch der „Dritte Weg“ des libyischen Revolutionsführers Muammar Ghadhafis. Dessen Volk auch gegen ihn und sein „Grünes Buch“ rebellierte. Nun scheitert auch Rodriguez Zapateros „Dritter Weg“ in Spanien. Es macht den Anschein, als seien wir tatsächlich am Ende der Geschichte angelangt, denn es gibt nur noch den Kapitalismus, sei der europäisch, amerikanisch oder asiatisch. In der Schweiz gibt es noch alemannisch-burgerschaftliche Reste, aber die gibt es in Afrika und Kolumbien auch. Einen „Dritten Weg“ zwischen Kapitalismus und Sozialismus hat bisher noch niemand gefunden.

Das atomare Bundesrätinnen-Chaos

Mittwoch, den 1. Juni 2011 um 11:10

Was Doris Leuthard und ihre drei Kolleginnen im Bundesrat angerichtet haben und „Neue Energiepolitik“nennen, ist völlig undurchsichtig und wirkt von Stunde zu Stunde chaotischer. Wenn 80% des Schweizer Volkes den Ausstieg aus der friedlichen Kernenergie wollen, ohne zu wissen, was dies für ihr Leben bedeutet, weist dies ebenfalls auf eine chaotische Kommunikation hat.

Doris Leuthard will den Ausstieg, lässt aber offen, ob dies auf Dauer ernst gemeint ist. Weder sind die Bergkantone bereit, ihre schönsten Täler zu fluten, um noch mehr Wasserenergie zu liefern, noch kann man sich über die grässlichen Windräder freuen, die auf unseren Alpenkämmen stehen sollen, und zu bezweifeln ist es, ob Sonnen- und andere Randenergien jemals wirklich nennenswerte Leistungen erbringen werden. Auf jeden Fall bedeutet es einen wachsenden Fluss von Steuergeldern in neue Industrien, die noch keinen echten Leistungsnachweis haben.

Axpo, Alpiq und BKW machten den Eindruck, als seien sie völlig überrumpelt worden. Immerhin soll in den nächsten zehn Jahren durchgesetzt werden, was bisher unmöglich schien: Freilandleitungen durch schönste Alpentäler, obwohl bundesgerichtlich feststeht, dass es auch unter der Erde geht, weniger Restwasser für die alpinen Landschaften und die Fischer, freie Bahn für steigende Energiepreise mit Ausnahme bevorzugter Grossabnehmer.

Eine wachsende und immer anspruchsvollere Schweizer Bevölkerung  bei gleichzeitigem Atomenergie-Ausstieg, das geht nicht. Doris Leuthard, schlimmer als Dölf Ogi (Eierkocher) und Moritz Leuthard (Auspuff-Schnüffler), verspricht, bis zu 15 % des Konsums einzusparen – ohne Komfortverlust. Das geht nicht. Die eloquente „Atom-Doris“, angetrieben vom WEF in Davos, wo die IT-Branche die Stromindustrie der Trägheit beschuldigte, und Fukushima, hat bisher mit ihrem bundesrätlichen Chaos-Trio ehrgeiziger Frauen nur eines bewirkt: Viel Unsicherheit und steigende Kosten. Dies zu loben, fällt schwer.

 
     
     
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