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Monatsarchiv für Mai 2011

USA: schwach im politischen Simultan-Schach

Montag, den 30. Mai 2011 um 9:45

Sicher macht die pakistanische Regierung ein Doppelspiel im Umgang mit den USA. Wie will man die nationalen Interessen seines 120 Mio.-Volkes anders wahrnehmen? Aber macht nicht auch die Regierung Israels seit Jahrzehnten ein Doppelspiel mit den USA? Jetzt ist auch China in den Status jener Länder aufgerückt, die sich in Währungsfragen ein solches Doppelspiel gegen die USA leisten können. Diese Entwicklung schwächt „Den kranken Mann am Potomac“, denn auch von den Europäern werden die USA längst nicht mehr geliebt, was immer die „atlantischen Eliten“ sagen und schreiben mögen.

Stille Verluste an nationaler Qualität

Montag, den 30. Mai 2011 um 8:20

In einer Welt, wo alles auf Fortschritt und globalen Erfolg ausgerichtet ist, wird über Verluste nicht gerne gesprochen. Verluste werden in den Bilanzen abgeschrieben; das Wort steht sehr nahe an dem des Misserfolgs. Wer verliert, ist ein Versager.

Die Universität Bern hatte während vieler Jahre einen Medienprofessor, Roger Blum, über den man sich freuen oder ärgern konnte, aber er bewegte sehr früh etwas in einer Branche, die sich nie gerne bewegte: die Schweizer Medien. Blum wurde aus Bern verjagt, indem man ihm eine junge deutsche Nachfolgerin vor die Nase setzte. Blum wohnt bei seiner deutschen Frau in Köln; von seiner Nachfolgerin in Bern hat man nie mehr etwas gehört.

Professoren arbeiten in erster Linie für sich selber, für ihre Universitäten und Studenten nur so weit, dass daraus keine Krisen entstehen. Die Schweiz ist davon in besonderem Masse betroffen, haben ihre Unis doch einen sehr guten Ruf und dienen gerne als Sprungbrett in die grosse, weite Welt. So hat sich der Leiter des KOF, das von der ETH und der Schweizerischen Nationalbank finanziert wird, Prof. Dr. Jan-Egbert Sturm, trotz schriftlicher Vereinbarung bisher geweigert, aus Konstanz, wo er heute noch wohnt, nach Zürich zu zügeln. Früher oder später wird er weiter fliegen.

Weibliches Chaos

Freitag, den 27. Mai 2011 um 15:15

In St. Gallen wird bei einem öffentlichen Anlass das Matriarchat gefeiert. Die SP-Feministinnen, ohnehin etwas überaltert, werden von SP-Jungfeministinnen angegriffen, wo die Berner SP-Stadträtin Tanja Walliser die Chance sieht, jetzt wieder die Männer zu integrieren. Die Männerhäuser sind überfüllt, das weibliche Chaos greift um sich. Sage einer, die Schweiz verändere sich nicht.

Vom Gessler-Hut zur Glatze

Freitag, den 27. Mai 2011 um 10:50

Gerade die dynamischsten Männer, oft schon sehr junge, zeigen sich gerne mit gut rasierter Vollglatze. Wie recht sie haben, denn das Tragen von Hüten ist gefährlich. Bekanntlich führte der Gessler-Hut, der auf der Stange sass und gegrüsst werden musste, zu Innerschweizer Volksaufständen. Der „Basler Hut“, auch „Babylonischer Turm“ oder „Butterhafen“ genannt, durfte nicht verspottet werden. Als ein gewisser Major Müller 1643 ihn übergross nachformte, wurde er zu einer Busse von 50 Gulden verurteilt. Die Hüte der Bischöfe und Päpste, der Schweizer Bauern und Bäuerinnen an Festtagen, sind prachtvolle Erinnerungen als Zeiten, als Männer noch nicht wie Galeerensklaven umherliefen.

Wildwuchs: Sozialversicherungen kosten Milliarden

Freitag, den 27. Mai 2011 um 8:15

Im Kanton Baselland, wo 1,6 % der Bevölkerung Sozialversicherung beziehen, betragen die jährlichen Kosten über CHF 360 Mio., Tendenz steigend. Ergänzungsleisten zur AHV/IV und Prämienverbilligungen für Krankenkassengebühren machen mit zwei Dritteln den grössten Betrag aus, aber auch Beihilfen zur Pflege, Jugendhilfen und die Sozialhilfe, nicht nur für Flüchtlinge, lösen Kosten in Millionen aus. Es ist unglaublich: Phasenweise erhielten bis zu 40 % der reichen Basellandschäftler Prämienverbilligungen; heute ist der Missbrauch eingeschränkt. Viele verlangen jetzt ein erwerbsneutrales Grundeinkommen. Das ist Dummheit und hiesse, die Giesskanne wieder zu öffnen. Man muss auch mit der Schlauheit der Faulen und Trägen rechnen, die auf Kosten der Fleissigen leben wollen.

Namen sind Schicksal

Donnerstag, den 26. Mai 2011 um 15:30

Wessen Name in der Schweiz mit -ic endet, findet nur schwerlich einen guten Job. Das ist Volksrassismus in seiner einfachsten Form, aber unglaublich hemmend für talentierte Ausländer. Wer seinem Sohn die Vornamen gibt „Atlant Platon Sokrates“ muss von diesem Gewaltiges erwarten. APS Bieri ist heute stv. Kommunikationsleiter der Abteilung für Wissenstransfer im Berner Volkswirtschaftsdepartement. Merke: Wieso braucht eine solche Abteilung eigentlich einen Kommunikationsleiter, einen stv. Kommunikationsleiter und wahrscheinlich einige Kommunikationsmitarbeiter mehr?

Licence to kill der USA?

Donnerstag, den 26. Mai 2011 um 10:30

Wo leben wir eigentlich? Die Schweizer Armee wollte heimlich in Libyen eindringen, um zwei Geschäftsleute zu befreien. Hätten sie Tote in Kauf genommen, wenn es ernst geworden wäre? Die US-Armee schiesst Osama bin Laden ab, aber gleichzeitig drei seiner Kinder und andere Familienangehörige. Gleichzeitig misslingt ihr ein Attentat auf einen zweiten Kaida-Chef. Haben die USA eine „licence to kill“? Wer noch?

Staatliche Pensionskassen erneut im Minus

Donnerstag, den 26. Mai 2011 um 8:30

Viele staatliche Pensionskassen haben erneut schlechtere Deckungsgrade aufzuweisen. Die schlechte Aktienperformance, vor allem aber Anlagen in US-Dollar, Euro und englischem Pfund, haben dies ausgelöst. Jeder Privatanleger weiss seit Jahren, dass man diese Währungen meidet. Bald werden die Steuerzahler wieder an die Kasse gebeten, um die Dummheiten der Pensionskassenchefs wieder auszubügeln.

Der grüne Misserfolg ist absehbar

Mittwoch, den 25. Mai 2011 um 16:00

In Stuttgart wurde eine Realo-Grüner zum Ministerpräsidenten gewählt. Wie grün er regieren wird, ist heute schon infrage gestellt.

Im Kanton Zürich wurde ein Grüner, Martin Graf, in die Regierung gewählt. Jetzt muss er Justiz und Inneres führen, wo nur wenige grüne Anliegen verwirklicht werden können.

Was Verena Diener, Ständerätin und grüner Leuchtturm, als prominente Leitgrüne in Bern wirklich geleistet hat, weiss niemand. Das wird auch für alle anderen Grünen gelten, die im Herbst gewählt werden. Grüne Politik bleibt eine Fata Morgana, denn

– Wer die Kernkraftwerke abschaltet, muss mehr CO2-Produzenten zulassen.
– Wer weniger Verkehr will, muss die Einwanderung in die Schweiz stoppen.
– Wer die Banken und Versicherungen daran hindern will, energiefressende IT-Zentren auszubauen, wird scheitern.

Die grüne Fata Morgana in den Köpfen vieler wird sich bald auflösen, Fukushima hin oder her.

Ameisen und Übernahmen

Mittwoch, den 25. Mai 2011 um 11:00

Es gibt Pilze, die eine Ameise befallen, worauf diese in einen Krampf verfällt, der zum Tode führt. Der Pilz wächst aus dem Kopf der Ameise, indem er ihre Energien nutzt, um neue Sporen auszusenden. Genau so muss man sich die Übernahme eines Unternehmens durch einen feindlichen Angreifer vorstellen. Wehrt sich eine Konzernleitung zu lange gegen die Übernahme, bricht das Zielobjekt wegen der Geldgier bisheriger Aktionäre zusammen, dann dringt das neue Unternehmen ein, um mehr für sich daraus zu machen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Übernahme von Serono durch Bayer. Das welsche Unternehmen schwächelt, der „Pilz“ Bayer setzt sich durch. Erben-Familie Bertarelli hat sich mit ihrer Beute längst davon gemacht. Serono wird jetzt verdaut bis es wieder Gewinne macht. Bon appetit.

 
     
     
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