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Tagesarchiv für 30. Mai 2011

Europa, little Africa

Montag, den 30. Mai 2011 um 17:15

Der Süden Frankreichs ist längst dunkel geworden, der Italiens färbt sich ein. Nicht nur Genf hat ein „little Africa“, ganz Europa entwickelt sich in diese Richtung. Die Menschen, wird aus Deutschland berichtet, hätten immer weniger Vertrauen in Politik und Wirtschaft; von weiten Teilen der Schweiz kann ähnliches berichtet werden. „Little Africa“ auch deshalb, weil langsam Autorität verloren geht; die Wahlen in Baden-Württemberg sind nur ein Mosaikstein eines sich aufbauenden Bildes. Die Unternehmer wollen allerdings geliebt werden, ohne selber etwas zu tun, das derlei rechtfertigt. Die Disintegration der Gesellschaft macht allen Sorge, denn eine Umkehr ist auch bei uns nicht in Sicht.

Die neue „Neue Welt“ entsteht

Montag, den 30. Mai 2011 um 13:00

Wie einst die USA die „Neue Welt“ waren, das ist nur 200 Jahre her und der Alterungsprozess verlief rasch, erleben wir jetzt mit China den Aufstieg einer neuen „Neuen Welt“. Die Kinder in Shanghai haben heute mit 82 Jahren eine längere Lebenserwartung als diejenigen in den USA mit nur 79 Jahren. Alle Chinesen dürfen jetzt ein Alter von 73 Jahren erwarten, der Trend geht stark nach oben. Ob wir eines Tages Mandarin sprechen werden wie heute Amerikanisch?

Sepp Blatter, grösster Walliser aller Zeiten

Montag, den 30. Mai 2011 um 12:07

Wer wirklich gross ist, wird immer an ein Kreuz geschlagen oder muss mindestens die Häme und den Neid seiner Zeitgenossen ertragen. Dies gilt in hohem Masse auch für den FIFA-Präsidenten Sepp Blatter, der mit seiner bevorstehenden Wiederwahl zum grössten Walliser aller Zeiten geworden ist. Das Wallis feiert 2015 seine 200jährige Zugehörigkeit zur Schweiz, ein Vorgang, der auf der Wiener Konferenz von 1815 ausgelöst und mit einem Aufnahmeantrag des Kantons Wallis bestätigt wurde. Es hat der Schweiz seither viele grosse Eidgenossen geschenkt, aber keiner hat die globale Bedeutung von Sepp Blatter erreicht, der aus dem Kümmerverein „Weltfussball-Verband“ einen der bedeutendsten Schweizer Konzerne formte.

Wer Sepp Blatter aus der Froschperspektive angreift, macht sich ganz einfach lächerlich. Wo ein derart hoch emotionaler Sport jedes Jahr Milliarden von Franken bewegt, können nicht die Prinzipien Ulrich Zwinglis herrschen. Sepp Blatter hat dem Wallis, Zürich und der Schweiz viel Ehre angetan. Es wäre an der Zeit, ihm demnächst den Ehrendoktor einer Schweizer Universität für „Globale Versöhnung und gutes Management“ zu geben. Da die Walliser keine eigene Universität haben, wird dies wohl eine der beiden Zürcher Hochschulen zur eigenen Ehre vollziehen dürfen.

USA: schwach im politischen Simultan-Schach

Montag, den 30. Mai 2011 um 9:45

Sicher macht die pakistanische Regierung ein Doppelspiel im Umgang mit den USA. Wie will man die nationalen Interessen seines 120 Mio.-Volkes anders wahrnehmen? Aber macht nicht auch die Regierung Israels seit Jahrzehnten ein Doppelspiel mit den USA? Jetzt ist auch China in den Status jener Länder aufgerückt, die sich in Währungsfragen ein solches Doppelspiel gegen die USA leisten können. Diese Entwicklung schwächt „Den kranken Mann am Potomac“, denn auch von den Europäern werden die USA längst nicht mehr geliebt, was immer die „atlantischen Eliten“ sagen und schreiben mögen.

Stille Verluste an nationaler Qualität

Montag, den 30. Mai 2011 um 8:20

In einer Welt, wo alles auf Fortschritt und globalen Erfolg ausgerichtet ist, wird über Verluste nicht gerne gesprochen. Verluste werden in den Bilanzen abgeschrieben; das Wort steht sehr nahe an dem des Misserfolgs. Wer verliert, ist ein Versager.

Die Universität Bern hatte während vieler Jahre einen Medienprofessor, Roger Blum, über den man sich freuen oder ärgern konnte, aber er bewegte sehr früh etwas in einer Branche, die sich nie gerne bewegte: die Schweizer Medien. Blum wurde aus Bern verjagt, indem man ihm eine junge deutsche Nachfolgerin vor die Nase setzte. Blum wohnt bei seiner deutschen Frau in Köln; von seiner Nachfolgerin in Bern hat man nie mehr etwas gehört.

Professoren arbeiten in erster Linie für sich selber, für ihre Universitäten und Studenten nur so weit, dass daraus keine Krisen entstehen. Die Schweiz ist davon in besonderem Masse betroffen, haben ihre Unis doch einen sehr guten Ruf und dienen gerne als Sprungbrett in die grosse, weite Welt. So hat sich der Leiter des KOF, das von der ETH und der Schweizerischen Nationalbank finanziert wird, Prof. Dr. Jan-Egbert Sturm, trotz schriftlicher Vereinbarung bisher geweigert, aus Konstanz, wo er heute noch wohnt, nach Zürich zu zügeln. Früher oder später wird er weiter fliegen.

 
     
     
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