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Tagesarchiv für 18. Mai 2011

Wir Selbstgerechten

Mittwoch, den 18. Mai 2011 um 10:09

Ein John Demjanjuck ist sicher kein Vorbild für unsere Kinder, zumal die Polen in vielem rassistischer waren als viele andere Europäer. Man sollte aber auch die Tragödie eines solchen Mannes und vieler zehntausend anderer, die im 2. Weltkrieg wenig Rühmliches taten, unter dem Aspekt sehen, dass sie, bei meist geringer Intelligenz, oft keine andere Möglichkeit sahen, als niedrige Dienste zu leisten. Wenn israelische Soldaten seit Jahrzehnten Palästinenser umbringen, löst dies bei mir auch keine Begeisterung aus.

Wir Schweizer sind jedoch die Selbstgerechtesten der Selbstgerechten, schreibt doch die „Neue Luzerner Zeitung“, ein Schwesterblatt der „NZZ“ in einer Titelzeile über Demjanjuk: „Er trieb 28 060 in die Gaskammer“. Wie Bertolt Brecht fragte „Haben die Pharaonen die Pyramiden alleine gebaut?“ können wir heute fortfahren „Hat Demjanjuk die Juden alleine in die Gaskammer getrieben?“ Das ist nicht guter Journalismus, sondern Innerschweizer Boulevard.

Misserfolgs-Läufer

Mittwoch, den 18. Mai 2011 um 7:46

Es ist ein Jahr her, seit in Deutschland Bundespräsident Horst Köhler aus seinem Amt überraschend zurück trat, weil er sich gemobbt fühlte. Seither joggt er zusammen mit seinem schwarzen Schäfer noch mehr als früher und hat einen gehetzten Blick, wenn er ihm unbekannten Menschen begegnet. Köhler ist der Prototyp des Misserfolgs-Läufers, ganz wie unser Zürcher Bundesrats-Sohn, ehemaliger Regierungsrat und abgestürzter Swissair-VR Eric Honegger, auch. Fulvio Pelli, FDP-Parteichef, fährt Velo und fragt sich, warum er in die Politik geraten ist. Spätestens im Oktober werden die Wähler ihm die Rechnung stellen. Es dauert Jahre, bis die Wunden der Misserfolge verheilen. Ob Marcel Ospel auch joggt?

Der Piccard-Kult

Mittwoch, den 18. Mai 2011 um 7:46

Der 53-jährige Bertrand Piccard ist in einem Ballon um die Welt geflogen und will jetzt mit einem Solarflugzeug, das nie Passagiere befördern wird, das gleiche tun. Ganz wie der Vatikan auch, kommuniziert er eine grosse Botschaft: Beim Heiligen Stuhl müssen wir an Gott glauben, bei Piccard an die neuen Energien. Ich glaube gerne an beide, denn die neuen Energien müssen irgendwann ins Laufen kommen, anschliessend ab ins Paradies. Was dem einen die Heiligen Päpste, sind dem anderen die Heiligen Piccards. Drei Generationen können nicht irren.

Leichte lateinische Störung

Mittwoch, den 18. Mai 2011 um 7:46

Ist es Nina Dimitri, die singende Gitarrenspielerin, die jetzt vor mit auftritt? Oder ist es unsere Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey, die ihr breitestes Lächeln zeigt, um nichts sagen zu müssen? Eine leichte lateinische Störung liegt über dem Land. Nina singt politisch, Micheline singt romantisch. Micheline ist ein Biest, Nina muss es noch werden. Das politische Kabarett läuft auf hohen Touren.

 
     
     
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