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Tagesarchiv für 17. Mai 2011

ESC – Schweizer Fernsehen hat kein Geld

Dienstag, den 17. Mai 2011 um 8:16

Die Euro“fusion“ am ESC hat für die Schweiz erneut nicht geklappt. Rossinelli hat eine tolle Stimme und das Lied war ganz passabel aber eben, es fehlt einerseits am offensiven Auftritt und dann das noch: das teure Schweizer Fernsehen hat keine Kohle für eine Party in Düsseldorf. Das ist die wahre Peinlichkeit gegenüber den anderen Staaten. Das reichste Land der Welt kann keine Party für die Kandidatin ausrichten. Bei den hohen Löhnen beim „SF“ reicht es natürlich nicht mehr für die Produktionen. Das „SF“ leistet sich schliesslich auch eine der teuersten europäischen Produktionsgesellschaften. Vielleicht wäre es sinnvoller auf das benachbarte Deutschland auszuweichen. Die sind viel schneller, günstiger und mindestens gleich gut bei der Produktion. Dann reicht’s im nächsten Jahr vielleicht doch für eine schweizerisch kleine Party.

Fidel Stöhlker

Martin Suter oder Blaise Cendrars lesen?

Dienstag, den 17. Mai 2011 um 7:40

Warum soll ich Martin Suter oder Paolo Coelho lesen, wenn ich Blaise Cendrars lesen kann? Eine schwächelnde Gesellschaft, die an sanftes Lüfteln gewöhnt ist, wo Ritalin die letzte Bewegung aus den Körpern treibt, mag sich die beiden literarischen Dünnbrettbohrer antun, aber den in La-Chaux-de-Fond geborenen Franzosen Schweizer Herkunft erreichen beide bei weitem nicht. Jetzt, wo wir demnächst seinen 125. Geburtstag feiern werden, muss „Bourlinguer“ wieder gelesen werden oder „Moravagine“. Der grosse Reiseschriftsteller, der Cendrars auch war, der Pariser Kulturträger, der die Moderne nach Brasilien brachte und dort dafür verehrt wurde, er hat in unserem Land keinen Nachfolger mehr gefunden. Dürrenmatt und Frisch hatten das Glück, in einem günstigen Zeitfenster nach dem Zweiten Weltkrieg zu arbeiten. Seither hat sich in der Schweiz die Kultur der Resignation und Verzweiflung ausgebreitet. Hoffen wir, dass E.Y. Meyer nochmals einen Wutanfall erleidet und mit der ihm eigenen gepflegten Eleganz die Bilanz unserer Tage zieht.

Der Untergang des „Bären“, ein Symbol

Dienstag, den 17. Mai 2011 um 7:40

Für den legendären Gasthof „Bären“ im bernischen Emmenthal kam die FDP-Mittelstandsinitiative zu spät. Er geht in Konkurs. Besitzer und Wirt Hansueli Jakob und Ehefrau Anna, die in der Küche geherrscht hatte, traten ziemlich überraschend zurück.

Der Vorgang ist symbolhaft für den Untergang der alten Schweiz. Das Wirtehepaar hat über den Pensionsgrenze hinaus gearbeitet; die beiden Töchter wollten den „Bären“ nicht übernehmen. Für Haus und Küche wollten die Jakobs noch 850 000 Franken, die aber bisher niemand zahlen wollte. Oft steckt das ganze Vermögen einer Familie in einem solchen Objekt, weshalb es nicht gut aussieht um das Erbe der Jakobs.

Vieles in der alten Schweiz schleppt sich derart dem Untergang entgegen. Der Stolz der alten Besitzerfamilien verhindert ein rasches Kentern der alten Unternehmensschiffe. Heute kauft sich ein Banker oder ein Pharmafürst ein eigenes Restaurant oder Hotel wie ein Schnäppchen. Die A-Schweiz übernimmt die B-Schweiz zu Ausverkaufspreisen.

 
     
     
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