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Tagesarchiv für 11. Mai 2011

UBS-PR der Sonderklasse

Mittwoch, den 11. Mai 2011 um 16:01

Weil die UBS Schweiz keineswegs in jener Bestverfassung ist, die Konzernchef Oswald J. Grübel gerne betont, und VRP Kaspar Villiger keineswegs jenes Vertrauen in der Öffentlichkeit geniesst, wie bankintern gerne behauptet wird, hat Peter Hartmeier, PR-Chef Schweiz der UBS, zur Notbremse gegriffen. Als ehemaliger Chefredaktor des „TagesAnzeiger“ hat er seine Ex-Kollegen veranlasst, die Kommunikation seiner Bankoberen in einem Artikel zu verdeutlichen, ohne dass direkte Zitate oder die Nennung der beteiligten UBS-Topshots gestattet wurden. Die Wirtschaftsredaktion, vertreten durch Bruno Schletti, unterwarf sich dieser „ordre de mufti“. Letztes Argument der UBS-Heimlichtuer: „Oswald J. Grübel wird als Deutscher zu gut verstanden, CS-CEO Brady W. Dougan, ein Amerikaner, dafür umso weniger.“ Das sind Public Relations der Sonderklasse.

Die BaZ wird zu tief gehandelt

Mittwoch, den 11. Mai 2011 um 10:58

Alle Profis sind sich einig: Die „Basler Zeitung“ ist unter Chefredaktor Markus Somm besser geworden. Alleine schon die Story über die beiden ehemaligen Studienfreunde Vincenzo Pedrazzini und Gerhard Pfister, die als Wahlkampfmanager von FDP und CVP „In Ratlosigkeit vereint“ sind, lohnt die Abo-Kosten eines ganzen Monats. Der SVP-Stier hat die CVP-Kampfkuh auf die Knie gezwungen, wie es Oskar Freysinger, der als SVP-Nationalrat in Savièse/VS antritt, lustvoll zeichnen liess.

Die Krux der BaZ ist die mangelnde Glaubwürdigkeit von Moritz Suter, der hinter seinem gebeugten Rücken einen unbekannten Investor verbirgt. Die Chance der BaZ ist es, dass sie mit dem neuen Elan rasch mehr Leser und Abonnenten gewinnt, als sie Redaktoren und Inserate verliert. Die heutige Leistung der Redaktion wird deshalb zu tief gehandelt.

Das Wahlkampf-Pärchen Pedrazzini/Pfister gibt derweil wenig her. Beide sind gebildet, beide intelligent, beide fast verwechselbar; dabei lebt der Wahlkampf von der Betonung der Besonderheit. Pedrazzini/FDP hat mit Fulvio Pelli einen Parteichef, der in der Deutschen Schweiz unverkäuflich ist. Pfister/CVP hätte mit Christophe Darbellay eigentlich ein Rennpferd, aber es will nicht richtig laufen.

Die SVP beschleunigt, getragen von hundertfachen Millionären und Milliardären, angestachelt vom eigenen Erfolg wie vom Ehrgeiz Dr. Christoph Blochers, der es allen noch einmal zeigen will. An den Flanken reissen Liberale („Wir sind die neue FDP“) und Grünliberale („Wir sind die echten Liberalen“) den beiden Mitteparteien die Fleischstücke aus den Seiten. Ob FDP und CVP verbluten, werden die kommenden Monate zeigen. Das Wahlvolk selber sieht dieser Tragödie bestürzt zu.

Bernard Rappaz, le grand guignol

Mittwoch, den 11. Mai 2011 um 10:58

Ein mehrfach verurteilter Bauer, der Haschisch anpflanzt, bewegt seit Jahren nicht nur das Wallis, sondern die ganze Schweiz: Bernard Rappaz. Jetzt wieder einmal vor der Verurteilung, geben nicht Staat und Gericht Medienkonferenzen, sondern der anarchistische Bauer, der dem Ordnungssystem das Leben schwer macht. Wieso eigentlich? Unsere Normalmenschen in den Städten wie zunehmend auch in den Gemeinden unterliegen einem gesellschaftlichen Normungsdruck (Gewicht, Kleidung, Auftreten, Konsumverhalten), die sie zu Nummern werden lässt. Die Medien stürzen sich jedoch gerne auf Charaktere, denn die genormten Menschen suchen genau diese beim täglichen TV- oder Internetkonsum. Unsere schöne, reiche Welt wirkt auf den ungeübten Beobachter monoton. Rappaz fällt aus dem Rahmen und wirkt, trotz Verurteilung, als Sieger.

Oskar Freysinger gewinnt an Gewicht

Mittwoch, den 11. Mai 2011 um 10:58

Trotz der Dauerangriffe politisch links stehender Publizisten und Politiker, gewinnt der Walliser SVP-Nationalrat Oskar Freysinger an Gewicht. Einigermassen besorgt sehen die konservativ-bürgerlichen Parteien, wie er im Mittel- und Oberwallis Punkte macht, sodass sein Einzug in die Walliser Regierung nicht mehr ausgeschlossen wird.

Freysinger, ein in seiner Heimatgemeinde Savièse sehr beliebter Lehrer, ist für die Klarheit seiner Urteile bekannt:

– „Christoph Blocher ist ein politisches Genie, aber das Schweizer System ist nicht für ihn gemacht.“

– „Die CVP ist keine bürgerliche Partei mehr; in den National- und Ständerat hat sie mehr christlich-soziale Mitglieder delegiert als andere.“

– „In der Schweiz haben wir eine Regierung „pour la galérie“.

Der Zürcher Unternehmer Hans Widmer, den wir an dieser Stelle schon beschrieben haben, und der Walliser SVP-Nationalrat Oskar Freysinger sind Beweise dafür, dass die Schweiz noch viele Talente hat, die aber politisch und medial abgedrängt werden.

Zürcher Hotels billiger als Ausnüchterungszelle

Mittwoch, den 11. Mai 2011 um 10:58

Der Aufenthalt in einer Ausnüchterungszelle der Zürcher Polizei kostet pro Nacht CHF 1600.–. Jeder Aufenthalt in den besten Zürcher Hotels ist günstiger. Weil die armen Typen, die von der Polizei auf der Strasse aufgegriffen werden, meist den ärmsten Gesellschaftsschichten angehören, können sie die Kosten auch nicht bezahlen, weshalb von den über 400 000 Franken, welche ihnen die Polizei in Rechnung stellte, die Hälfte nicht bezahlt ist. Merke: Nicht nur die Miete einer familiengerechten Wohnung ist in Zürich unbezahlbar geworden, es sei denn, man gehöre zu den Vorzugsbeamten und -Politikern, denen solches gewährt wird, sondern auch der Einzug in eine Polizeizelle muss vom Steuerzahler subventioniert werden. Dafür verlangt die Stadt Zürich von den reicheren Gemeinden einen finanziellen Lastenausgleich, anstelle Zellen so zu bauen, dass sie auch auf Dauer eigenfinanziert sind.

Schweizer Spitzenpolitiker bei Grossfirmen unbekannt

Mittwoch, den 11. Mai 2011 um 10:57

CS-Chef Brady Dougan kennt weder den Namen des Schweizer Bundespräsidenten noch weiss er nennenswertes über das Schweizer politische System. Glencore, der in Zug ansässige Schweizer Konzern, der grösste der Schweiz, wird de facto aus London geführt. Dort wohnt Grossinvestor Nat Rothschild, dort sitzt Roland Rudd von Finsbury, der die Kommunikation kontrolliert. Kein Schweizer ist bisher mit Glencore nennenswert reich geworden, vielleicht mit Ausnahme einiger Anwälte, Treuhänder und Baulöwen in Zug. Was ist daraus zu lernen? Die in der Schweiz anässige und oft nur wenig Steuern zahlenden Grosskonzerne haben mit dem Land nichts zu tun. Sie nutzen die Stabilität und Schönheit der Schweiz, die Steuervorzüge und die zentrale Lage. Das Schweizer Volk, die Schweizer Traditionen, sind für deren Eigentümer und Topmanager so wichtig wie das Gras den Bäumen, die darauf wachsen. Das gilt auch für Schweizer Politiker, die dienen, aber nicht führen dürfen.

Eine Milliarde für Obama

Mittwoch, den 11. Mai 2011 um 10:44

Jeder lebende US-Amerikaner muss sehr rasch mindestens drei US-Dollar spenden, damit Barack Hussein Obama sich im Herbst des kommenden Jahres wieder zum US-Präsidenten wählen lassen kann. Da seine republikanischen Konkurrenten nicht weniger Geld brauchen, sind es schon sechs Dollar, die aufzuwenden sind, will man dabei sein.

Die Amerikaner haben eine Wahlkampf-Industrie, von der wir nur lernen können. In der Schweiz ist es die SVP, welche dies seit Jahren intelligent anwendet. Alle anderen Parteien sind in wahltechnischer Hinsicht rettungslos abgeschlagen.

Natürlich ist es eine Legende, dass das US-Volk mit „10 Dollar-Nöteli“ via Internet für Obama spendet. Vor drei Jahren hat das Volk im günstigten Fall USD 250 Mio. aus der eigenen Tasche geleistet, die anderen USD 500 Mio. kamen aus der Finanzindustrie und von anderen Freunden es „big business“. Ganz wie in der Schweiz auch.

 
     
     
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