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Tagesarchiv für 10. Mai 2011

Prügelknabe Euro

Dienstag, den 10. Mai 2011 um 12:22

Die EU braucht den Euro und verteidigt ihn mit Klauen und Zähnen. Es ist nicht der Euro, der schwach à priori ist, sondern es sind die Banken, die auf Kosten des Euro gerettet werden soll. Nehmen wir Griechenland: Französische und deutsche Konzerne haben für Milliarden Euro Produkte nach Athen verkauft; die Finanzierung dieser sehr rentablen Geschäfte (bei einer U-Bahn durch Siemens, Bau von Kriegsschiffen durch deutsche Werften) erfolgte durch die grossen Banken. Sie konnten bisher davon ausgehen, dass die EU für Griechenland gerade stehen würde, was auf Kosten der Steuerzahler erfolgen würde. Der Euro ist nur das Transformationsmittel für derlei Geschäfte. Wenn die griechischen Beamten auf der faulen Haut lagen, Ärzte, Zahnärzte, Juristen und Milliardäre kaum Steuern zahlten (die orthodox-katholische Kirche auch nicht), dann entsprach dies den inneren Machtverhältnissen. Diese können in jedem Staat zur Diskussion gestellt werden.

„Die Krankheit A“

Dienstag, den 10. Mai 2011 um 10:39

Wieso meint jetzt die Mehrheit, Gunter Sachs habe sich wegen einer drohenden Alzheimer-Gefahr umgebracht? „Die Krankheit A.“ könnte viel wahrscheinlicher „Die Krankheit Angst“ sein; Depressionen und Angstanfälle gehen Hand in Hand. Ich kannte eine erwachsene Frau, die „musste ins Wasser gehen“. Mehrfach wurde sie daran gehindert, sich zu ertränken, am Ende gelang es ihr doch Gunter Sachs war mit Sicherheit einsam, ein schrecklicher Zustand für einen alternden Playboy, von dem ausser den Erinnerungen an eine drei Jahre währende Ehe mit Brigitte Bardot wenig geblieben ist.

Warum Justiz für das Volk ist

Dienstag, den 10. Mai 2011 um 7:38

Es ist ein Satz aus dem englischen Adel: „Justiz ist für das Volk.“ Das stimmt, denn die Rachefeldzüge der Juden gegen Adolf Eichmann und der US-Amerikaner gegen Osama bin Laden haben beide nichts mit ordentlicher Rechtsprechung zu tun. In beide n Fällen gilt das blutige Alte Testament: Auge um Auge, Zahn um Zahn.

Mit der Justiz kann man verhandeln und von der Justiz sich freikaufen, wie dies nicht nur in den USA, sondern jetzt auch bei uns allmählich Praxis ist. Das Volk, in der Schweiz zusätzlich noch parteipolitisch gewählten Richtern ausgesetzt, ist dem ausgeliefert.

Es wird nicht eng in der Schweiz

Dienstag, den 10. Mai 2011 um 7:38

Weil vielerorts behauptet wird, es werde eng in der Schweiz, sollte dem widersprochen werden. Es ist nicht eng in der Schweiz und es wird auch künftig nicht eng werden, dies unter einer Voraussetzung: Wir müssen die Enge in unseren Köpfen vermeiden.

Ob die Schweiz 7, 8 oder 10 Mio. Einwohner haben wird, ist überhaupt nicht entscheidend. Eng ist es nur, aber nur ein kleines wenig, in den Zentrallagen Zürichs und Genfs geworden. Jedermann beansprucht ein Haus mit schönem, ENEA-gestylten Garten. Die Autos fahren auf den Strassen mit einem Abstand von 10-30 Metern; in Istanbul, Kairo und Teheran ist jeder Abstand von mehr als 20 Zentimetern unanständig. 2-5 Zentimeter Abstand der fahrenden Autos ist der Normalzustand.

Wir müssen uns jetzt entscheiden, ob wir unsere Täler wegen der Forderungen der Grünen unter Wasser setzen wollen, um daraus Staudämme zur grünen Energiegewinnung zu machen oder ob wir dort zwei Millionen Menschen ansiedeln wollen, die natürlich auch Energie brauchen.

Die Idee, in den Stadtrandzonen, wie dem Zürcher Glatt- oder Limmattal, echte Hochhäuser zu bauen, ist natürlich richtig. Der Aargau ist voller Täler, die meist menschenleer vor sich hin träumen. Das gilt auch für andere Kantone.

Merke: Die Schweiz des Jahres 2020 wird nicht mehr die Schweiz des Jahres 1820 sein, die wir uns immer noch leisten.

Grabenkriege um Grabfelder

Dienstag, den 10. Mai 2011 um 7:37

Ich habe noch nie darüber nachgedacht, ob ich als Katholik neben einem Protestanten begraben sein möchte; wahrscheinlich würde es ihn oder sie nicht stören. Dass die toten Juden auf eigenen Friedhöfen ruhen dürfen, stört mich auch nicht. Manchmal lege ich sogar einen Stein auf das Memorial, wenn es mir gefällt.
Nun wollen auch die Muslime in der Schweiz eigene Grabfelder, was die SVP nicht chic findet. Nicht minder konservative Muslime fordern dazu „reine Erde“ und „ewige Grabesruhe“, was mindestens in Zürich nicht möglich ist, wo man die alten Moslem-Knochen sanft beiseite rückt, um jüngere nachzufüllen. Von Leinentüchern, in welche man die Leiche hüllt, nimmt man in der Schweiz Abstand, haben wir doch kaum trockenen Wüstensand, sondern eher feuchte Erde, was nicht einmal einem toten Moslem gefallen würde. Jetzt sind christliche Särge erlaubt.

 
     
     
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