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Tagesarchiv für 9. Mai 2011

Was die schöne Christina über bin Laden weiss

Montag, den 9. Mai 2011 um 13:48

Manchmal möchte man weinen vor Trauer darüber, wie unsere Sicherheitsexperten den Tod von Osama bin Laden beurteilen. In Genf lebt die attraktive Christina Schori Liang, die am Genfer Zentrum für Sicherheitspolitik doziert. Sie lässt uns in der „LNN“ wissen: „Osama war ein moderner Hitler.“ Wirklich? Hat er ein ganzes Volk verführt, hat er seine „Juden“ ermordet, wurde er demokratisch gewählt? Liebe Christina, dieser Vergleich ist ziemlicher Unfug. Ihre Kompetenz drückt sie auch damit aus, dass sie uns darauf aufmerksam macht, er habe seinen Leibwächter darauf aufmerksam gemacht, er müsse ihn erschiessen, bevor die Amerikaner ihn gefangen nehmen würden. Christina lässt die Möglichkeit offen, nicht die vor dem Bildschirm die Aktion atemlos beobachtenden Amerikaner hätten Obama erschiessen lassen, sondern sein eigener Leibwächter. In Genf war man immer schon klüger als im Rest der Welt.

Nicht ganz, in der „az“ Wanner kommt Murad Batal al-Shishani zu Wort, der den Lesern von Peter Wanners Publikation versichert: „Bin Ladens Tod ändert an der Strategie der Kaida nichts.“ Ja, wenn das so ist, dann müssen wir es wohl glauben.

Merke: Diese Kommentare sind so viel wert wie die Sonnenscheindauer an einem Regentag.

Wenn Hans Widmer zuschlägt

Montag, den 9. Mai 2011 um 12:52

Hans Widmer, der ehemalige McKinsey-Star, hat eine analytische und rhetorische Hammerfaust. Wenn er jetzt in der „Bilanz“, von Chefredaktor Dirk Schütz interviewt, über den Eigenhandel der Banken sagt: „Das ist eine Perversion, die nur den Bankern dient. Man stelle sich vor, der Arzt wäre auch im Organhandel tätig.“, dann laufen einem denkenden Menschen Schauer über den Rücken. Widmer ist ein sehr wohlhabender Unternehmer, der sagen darf, was andere nicht einmal zu denken wagen.

Die von Widmer beklagte einseitige Geschäftspolitik, vor allem der Grossbanken, war vor fünfzig Jahren nach Widmers Meinung noch anders, als sie im Dienst der Industrie gute Leistungen erbrachten, dann aber bis Anfang dieses Jahrhunderts ihre Anteile am Gesamtgewinn der Wirtschaft überdurchschnittlich ausdehnten. Widmer: „Ohne volkswirtschaftlichen Nutzen.“

Widmer irrt. Hätte er Karl Marx in Erinnerung, dessen Fähigkeiten als Nationalökonom unbestritten sind, wäre ihm bewusst, dass die Akkumulation des Kapitals mit parallel laufender Verarmung wachsender Teile der Bevölkerung eine unaufhaltsame Entwicklung ist. Natürlich ist es politisch nicht opportun, dieser Feststellung aus dem 19. Jahrhundert heute besonderes Gewicht zu geben.

Deutsche retten die AHV

Montag, den 9. Mai 2011 um 12:51

Die Chefbeamten von Innenminister Didier Burkhalter haben sich bei der Berechnung des AHV-Fonds wieder einmal um Milliarden Franken verrechnet. Sie haben sich auch verrechnet, was den Gang der Schweizer Wirtschaft betrifft, der weitaus besser als von ihnen erwartet ist. Sie haben sich drittens verrechnet, was die Qualifikation und (hohe) Salarierung der ausländischen Zuwanderer betrifft, die pro Kopf wesentlich mehr AHV zahlen als die meisten Schweizer. Etwas emotional formuliert, heisst dies: „Die Deutschen retten die AHV.“ Einige Holländer, Südafrikaner, Engländer und Russen natürlich auch, soweit sie Steuern bezahlen.

Warum diese Fehlberechnung? Unsere Bundesbeamten sind meist sozialkonservative Inländer, die über die wirkliche wirtschaftliche Entwicklung des Landes zu wenig wissen. Sie sind zudem oft SVP-Anhänger, welche Ausländern in der Schweiz grundsätzlich keine positive Leistung zubilligen. Weil die B-Schweiz der Inländer stagniert, rechnen viele konservative Beamte mit falschen Annahmen. Die Schweiz blüht dort, wo Ausländer eingesetzt werden, sei es an der Spitze der Unternehmen oder im Kader. Das gilt für Christoph Blochers Emser Werke ebenso wie Peter Spuhlers Stadler Holding und Walter Freys Automobil-Importfirma.

Info-Überfluss macht blind

Montag, den 9. Mai 2011 um 12:51

Weder wissen wir mit Sicherheit, wie es zu 9/11 kam, noch wissen wir mit Sicherheit, wie – und ob überhaupt – Osama bin Laden zu Tode kam. Die Widersprüche in den Aussagen des Weissen Hauses nehmen laufend zu. Da der Verfasser dieses Blogs schon lange nicht mehr an die Intelligenz der Amerikaner glaubt, sondern vielmehr an den Zynismus ihrer Eliten, kann als Mindestvariante des zehnjährigen Geschehens angenommen werden: Zum Jubiläum wollten sich die Amerikaner etwas einfallen lassen, was aber offensichtlich in weiten Teilen in die Hosen ging. Die Operation, in welcher ein offensichtlich wehrloser Chefterrorist, der früher einmal Mitarbeiter des CIA war, vor den Augen seiner 12jährigen Tochter hingerichtet wurde, wurde zynischerweise „Geronimo“ genannt. Es war der letzte Indianerhäuptling von Belang, der den Kampf gegen die weisshäutigen Neu-Amerikaner gewagt hatte. Wie Geronimo umgebracht wurde, so auch Osama bin Laden, ist die Erkenntnis dieser Namensgebung.

Was bringt es? Der Krieg in Afghanistan ist ohnehin verloren. Israel steckt in einer neuen Palästinenser-Falle. Die arabischen Staaten sind teilweise destabilisiert, was aber noch nicht heisst, der westliche Einfluss werde jetzt grösser. Merke: Info-Überfluss macht blind.

 
     
     
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