Über uns Dienstleistungen Agenda Medien Publikationen Kontakt  

Weblog

Tagesarchiv für 3. Mai 2011

Sprunghafte Veränderungen. Atom, Büchel, Steuern

Dienstag, den 3. Mai 2011 um 12:25

Muss der St. Galler Bischof Markus Büchel, der Priesterinnen für die katholische Kirche verlangt hat, nun gehen? Sein australischer Kollege William Morris wurde wegen der gleichen Forderung soeben von Papst Benedikt XVI. seines Amtes enthoben.

Die sprunghaften Veränderungen dauern an: Bundesrätin Doris Leuthard verlangt wegen des vor den Toren Basels gelegenen Atomkraftwerkes Fessenheim in Frankreich Mitsprache. Damit öffnet sie die Tür für den Stuttgarter Regierung, gleiches von uns zu verlangen. Ist das Politik?

Abgeltungssteuer: Aus London wird bekannt, dass englische Millionäre und Milliärdäre für das in der Schweiz gebunkerte Geld eine Abgeltungssteuer von 50 % bezahlen werden. Das ist ein Signal für andere.

Grosse PR: Der Papst und die Windsors

Dienstag, den 3. Mai 2011 um 7:52

Die Engländer zahlen genug an die Windsors; dafür müssen diese bürgerliche „girls“ heiraten und bis zum Kuss hin alles zeigen, was sie zu bieten haben; ausser Mode und alten Kutschen ist dies nicht viel. Das Londoner Mittelstands-Spektakel wurde nur übertroffen vom Papst-Spektakel, wo ein Mann selig gesprochen wurde, der die Massen faszinierte, die Kirche aber weiter zurück warf: Frauen blieben verboten, Pädophile verborgen. Die grossen Shows der römisch-katholischen Kirche wie des englischern Königshofs sind Wiederholungen einstiger Grösse. Zur Zukunft tragen sie wenig bei. Für beide Anlässe gilt das Wort von Oscar Wilde: Tatsachen haben nicht die geringste Bedeutung.

Ackermann, der Überwinder

Dienstag, den 3. Mai 2011 um 7:52

Rainer E. Gut, der einst grosse Mann der Credit Suisse, mochte ihn nicht, weshalb Josef Ackermann als Chef zur Deutschen Bank wechseln musste. Gut, der nie ein gutes Gespür für Talente hatte, weil sie ihm stets als Bedrohung erschienen, lag auch diesmal falsch. Ackermann liefert brillante Ergebnisse, bessere als die beiden Schweizer Grossbanken. Wie diese, wird er verfolgt von US-Ausschüssen, die seiner Bank Betrug an Kunden vorwerfen. Leichtfüssig springt der Maienfelder darüber hinweg: Neuer Job, neue Chance.

Der Aargau braucht „Brummer“

Dienstag, den 3. Mai 2011 um 7:52

Ganze 33 Jahre hat Peter Buri dem Verleger Peter Wanner gedient. Jetzt hat er, für viele unerwartet, den Sprung zum Kommunikationschef der Aargauer Regierung gewagt. Peter Buri war als Leiter Corporate Relations und Projekte vorgesehen; dieses Angebot hat er ausgeschlagen. Peter Wanner muss mit CEO Christoph Bauer ohne seinen „Brummer“ alleine weiter fahren.

„az“ und Aargauer Regierung haben den nach Auffassung von Verleger Peter Wanner „von Zürich aus verhöhnten Ruf des Kantons“ endlich einmal gerade zu stellen. Der Aargau ist der Energiekanton der Schweiz, von der industriellen Substanz wie von der Qualität der politischen Leistung her. Jetzt, wo alle nach Energie rufen, hat der „Brummer“ eine grosse Aufgabe. Peter Wanner hat seinen „Insider“ an die Regierung verloren; das wird Spekulationen um die Zukunft seines Verlags anheizen.

Von der Persönlichkeit zur Aura

Dienstag, den 3. Mai 2011 um 7:52

Oft besteht die Persönlichkeit eines Bankers nur darin, dass er einen besseren Fotografen gewählt hat. So jüngst geschehen bei Oswald J. Grübel, CEO des UBS-Konzerns. Natürlich ist er eine Persönlichkeit, denn wer mit den Bullen des Investment Bankings kämpfen muss, braucht Steh- wie Sprintvermögen. Bei Josef Ackermann bin ich mir bis heute nicht sicher. Er hat auf jeden Fall einen ausgezeichneten Fotografen und mit Stefan Baron einen der besten Ex-Journalisten und PR-Berater Deutschlands an seiner Seite. Der Schritt zur Aura ist nochmals schwieriger. Während eine Persönlichkeit etwas sehr Individuelles ist, über das auch ein Handwerker verfügen kann, bindet die Aura deren Träger in ein gesellschaftliches Umfeld ein; aus einem jungen Mädchen wird derart durch Hochzeit eine Prinzessin, aus einem Mönch wird ein Abt. Hans J. Bär, der grosse Bankier, hatte eine Aura von Geld, Geist und Kultur. Die amtierende Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch (wo ist sie eigentlich, lange nichts mehr von ihr gehört) hat sicher keine, denn ein künstlicher Wuschelkopf ist nur die Imitation einer Aura, nicht deren Substanz. Eine Aura braucht vor allem Zeit; die haben heute die meisten nicht mehr.

 
     
     
Home Kontakt Sitemap Weblog Home
Home | Über uns | Dienstleistungen | Agenda | Medien | Publikationen | Kontakt | Sitemap | Weblog