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Tagesarchiv für 29. April 2011

Bittere Wahrheit von Claude Longchamps

Freitag, den 29. April 2011 um 12:14

Die FDP Schweiz hat künftig nur noch eine Aufgabe: Als Zubringer für die SVP, als deren Mehrheitsbeschaffer, zu dienen. Damit hätten sich die Verhältnisse innert 40 Jahren gekehrt: Aus dem Wurmfortsatz SVP ist ein Riese geworden, die FDP steht knapp davor, zu deren Wurmfortsatz zu werden. Natürlich wird Parteipräsident Fulvio Pelli lieber nach Sizilien auswandern als an Christoph Blocher, den erfolgreichen „Chefstrategen“, zu rapportieren, von Fraktionschefin Gabi Huber gar nicht zu sprechen, die sich als zweiten Franz Steinegger betrachtet, der, aus dem freien Urnerland kommend, der Partei Haltung beibringt. Claude Longchamps, einer der Erfahrendsten in der Beurteilung der politischen Landschaft, hat der FDP aber genau diese Rolle als „last exit“ zugesprochen. Da auch die kantonalen Parteien des Freisinns mehr überheblich als beim Wähler erfolgreich sind, wird sich der Niedergang der Gründerpartei der Schweiz mangels strategischer Ausrichtung wohl fortsetzen. Das ist traurig, aber offensichtlich den meisten Schweizern gleichgültig. Die A-Schweiz der global tätigen Unternehmen und Dienstleister lebt mit der SVP mindestens so gut wie mit der FDP. Die B-Schweiz der national ausgerichteten Mittel- und Kleinbetriebe trägt die Bürde der vielstufigen Staatsfinanzierung, ächzt und hofft nur, dass noch lange etwas für sie übrig bleibt. Der jetzt über die Schweiz ziehende „Grüne Tsunami“ wird wohl als Dekadenzform einst stramm bürgerlicher Politik in die Geschichte eingehen.

Das kalte Luzerner Herz

Freitag, den 29. April 2011 um 7:55

Ein russischer Milliardär will die vom Steuerzahler geförderte Luzerner Swisslife-Arena in Luzern vier Stunden in der Woche alleine für seine Tochter reservieren, die dort mit einer russischen Trainerin zur Primaballerina auf dem Eis ausgebildet werden soll. Stadtpräsident Urs W. Studer will dies „als Chance sehen“. Russen-Lobbyist Rudolf Studhalter, Treuhänder des Russen, bringt Geld. Die anderen Vereine und Spieler sollen sich halt anpassen. Wer erinnert sich noch an Hauff’s „Kaltes Herz“, das jetzt in Luzern pocht?

Scheiternde alt Bundesräte

Freitag, den 29. April 2011 um 7:55

Otto Stich ist verstummt, weil ihn niemand hören wollte. Dölf Ogi hält noch am besten, weil er in den Bergen, vor allem im Oberwallis, als Heiliger verehrt wird. Kaspar Villiger ist als UBS-Präsident gescheitert; die Grossbank läuft auch ohne ihn schlecht und recht. Moritz Leuenberger ernennt sich via „Schweizer Illustrierte“ zum obersten Kommunikationschef des Implenia-Baukonzerns. Er will dort „Transparenz und offenes Kommunizieren“. Wir sind neugierig. Er ist auch für die Strategie des Konzerns zuständig, will die Nachhaltigkeit pflegen, aber auf keinen Fall Implenia-Neugeschäfte via Bern und Zürich unterstützen. Seine Frau Gret, die Architektin, wird ihm schon sagen, was wichtig ist in dieser für ihn neuen Branche.

Das ETH-Genie am Zürcher Kreuzplatz

Freitag, den 29. April 2011 um 7:55

Der Zürcher Kreuzplatz ist ein eher zweitklassiges Quartier. Dort haust der ETH-Professor Didier Sornette, Franzose, des Deutschen nicht mächtig, der von sich behauptet, die Finanz- und Wirtschaftskrisen der letzten 15 Jahren voraus gesehen zu haben. Gut, aber warum wird er nicht zehnmal täglich befragt, welche Krisen nun vor uns liegen? Er glaubt nicht an Schwarze Schwäne, den Krisen würden sich ankündigen. Recht hat er, aber der Ausbruch, wann kommt er, das ist das Entscheidende. Indirekt sagt das Genie am Zürcher Kreuzplatz: Wir leben auf einem Vulkan: wirtschaftlich, gesellschaftlich, politisch.

 
     
     
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