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Katholische Kirche taumelt

28. April 2011 um 15:20

Der Präsident der Schweiz. Bischofskonferenz will nichts verändern, sieht auch keine grossen Probleme in der Kirche. Der St. Galler Bischof Norbert Büchel will Frauen als Priesterinnen. Die anderen Bischöfe schweigen – vorerst. Die Ministranten werden immer älter, die Kirchen immer leerer. Der polnische Papst wird in wenigen Tagen selig gesprochen; was dahin führte, ist fragwürdig. Als Katholik zahlt man seine Kirchensteuer und fragt sich: Wozu?

2 Kommentare zu “Katholische Kirche taumelt”

  1. Prof. Gerardo W. Físcher

    Die Zeit ist reif für den Beginn einer Erneuerung der klassischen Weltreligionen, deren gemeinsames Kennzeichen das Ein-Gott-tum ist. Im 1. Gebot des Alten Testaments heißt es noch „… Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.“ Im Judentum heißt jener Eine „Elohim“, was als „die Götter“ übersetzt wird. Früher einmal gab es Geister, Fabelwesen, Halbgötter und unter ihnen verborgen auch richtige Götter, wie das Indogermanentum vor 3.000 und mehr Jahren sie noch mehr oder weniger gut kannte und zu überliefern trachtete. Eine Religion der 13 Götter – durch Planeten und Planetoïden, Töne der rationalen Tonleiter, Großjahre (jedes ein ANNUM MAGNUM), Sternbilder, Farben, Jahreszeiten und götterbezogene, ineinander verwobene Fabeln erfahrbar gemacht – war für die Zeit des Römischen Imperiums zu schwierig; man vereinfachte, ersann unter Zuhilfenahme alter Schriften neue Fabeln, die den Ein-Gott herausstellten, überschüttete die Vorstellungen von mehr als einem Gott mit Spott und Verulkung, war aber gleichzeitig schlau genug, sie zu Erzengeln und dann noch einmal zu Aposteln, was immerhin ehrwürdige Gestalten sind, umzugestalten. Nun steht in kaum mehr als 90 Jahren der Nord-Polarstern still und ein neues Großjahr beginnt – das zweite einer bewussten Menschheit. Die Zeit der Vereinfachungen endet, es wird darüber gegrübelt, was eine Seele ist, was Unsterblichkeit. Die christlichen Kirchen können beschämt abtreten, mit nicht begründbaren Heiligsprechungen, Leitgedanken, die sich nur noch dem Allzumenschlichen widmen, oder sich geistig öffnen. Ein Buch, das schon geschriben ist und bald zunächst in kleiner Anzahl gedruckt wird, öffnet auf diesem Feld ein Fenster in die Zukunft. – gwf

  2. Harry R. Wilkens

    Vielleicht erklärt dies auch, warum die Grosskirchen immer mehr von den Jesusfreaks unterwandert werden, und sogar im grössten katholischen Land der Welt, Brasilien, die Pfingstgemeinden den alten Glauben ablösen.
    Viele Morde haben schon religiösen Charakter: der Fall Knutby in Schweden, Mirco in Deutschland, Dupont de Ligonnès in Frankreich. Man spricht von Theomanie.

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