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Tagesarchiv für 27. April 2011

Prof. Föllmis Weisheiten

Mittwoch, den 27. April 2011 um 12:53

Offensichtlich sind viele Universitätsprofessoren nur dazu da, ihre Studenten zu langweilen, Aufsätze zu schreiben, die niemand liest, und Interviews in den Medien zu geben. Eine Meisterleistung vollbrachte Prof. Reto Föllmi, 35, als er vor Ostern sagte: „Die USA geben momentan massiv mehr Geld aus, als sie einnehmen.“ Es mag an der Jugend des St. Galler Weisen liegen, dass ihm entgangen ist, dass die USA schon seit 20 Jahren „massiv mehr Geld ausgeben, als sie einnehmen“. Es ist ihm sicher auch entgangen, dass die USA über Jahrzehnte falsche Wirtschaftdaten kommunizierten, wie Prof. Dr. Fredmund Malik, der letzte St. Galler Star, entdeckte und während Jahren offen wissen liess. Die St. Galler Nationalökonomen haben bei weitem nicht mehr jenen Ruf, der ihnen einst zurecht zugestanden ist. Föllmi bestätigt jene, die an St. Gallen zweifeln.

FDP-Wahlkampfleiter sucht öffentlich Geld

Mittwoch, den 27. April 2011 um 12:53

Die FDP Schweiz, einst die reichste Partei der Schweiz, hat einen Wahlkampfleiter, der per Interview im „Sonntagsblick“ fünf Millionen Franken für den bevorstehenden Herbst-Wahlkampf sucht. Vincenzo Pedrazzini hat damit ein Eigengoal erster Güte geschossen. Die FDP hat niemand mehr, der mit einigen Telefonen derlei Mittel beschaffen kann? Früher hat dies Ulrich Bremi, der Weise aus Zollikon, mit einen Telefon erledigt, aber Bremi will nicht mehr. Diese FDP ist nicht mehr die seinige, auch wenn er sich öffentlich zurück hält.

Ein Wahlkampfleiter, der vom Geld sammeln so wenig versteht wie vom Wahlkampf. Das passt zur heutigen FDP. Dazu kommt: Die Zürcher FDP zerfleischt sich gerade wegen der Liste für den Nationalrat. Merke: Dümmer gaht’s nümmer.

Wir werden abgeschöpft

Mittwoch, den 27. April 2011 um 7:48

Die gut gekleidete Witwe, deren Mann zu viel in Aktien und zu wenig in Immobilien investierte, ist weithin im Land keine Seltenheit. Neu ist die Tatsache, dass durch die Aktienstürze der beiden Grossbanken UBS und CS, der SwissLife und jüngst auch von Sonova, diese älteren Damen häufiger denn je Hilfe bei der Gemeinde suchen. Sie fallen der Fürsorge zur Last. Das ist die heimlich sich ausbreitende Armut.

Wer noch Geld verdient und nicht aufpasst, wird abgeschöpft:

– Von den Immobilienagenten, Architekten, Immobilienberatern und anderen Spekulanten beim Kauf einer Wohnung oder eines Hauses. Viele Objekte sind überteuert; ihr Preis hält der nächsten Rezession nicht stand.

– Von den Banken, die Fonds und Aktien verkaufen, die dann, wie Novartis zeigt, in Tiefschlaf verfallen, oder, wie im Falle der UBS, einfach keine Dividende mehr bezahlen, wenngleich Kreditgeber aus Singapur 12,5 % an Jahreszins beziehen.

– Von den Versicherungen, deren Policen bei weitem nicht jene Rendite erbringen, die bei Vertragsabschluss versprochen wurde (wer liest das Kleingedruckte?).

– Von zahllosen Importeuren, die ihren Waren in der Schweiz 30-50 % teurer verkaufen als im benachbarten EU-Ausland.

Die Blitzkästen, die Rechtsprechung, die Beamten und Verwaltungsangestellten tun alles, um die Bewegungsfreiheit und Entscheidungskraft eines sonst normalen Mitbürgers einzuschränken. Kein Wunder, dass jedermann nach einem Bonus giert („windfall profit“), um jeglicher Strassenräuberei zu entkommen. Ausländer, die erstmals in die Schweiz kommen, empfinden uns als lustlos. Das ist nicht wahr, wir sind nur vorsichtig.

Dummes Zeug

Mittwoch, den 27. April 2011 um 7:48

Seit einer Generation müssen wir damit leben, dass viel Humbug als „Kult“ bezeichnet wird, was den damit angebotenen Unsinn nicht besser macht. Weil die Menschen des „Kultes“ allmählich müde sind, ist neues angesagt. Ein langweiliges Wandertal im Toggenburg bietet sich jetzt als „Energietal“ an. Damit zeichnet sich ab: Weil immer mehr Menschen laufend kraftloser werden, müssen sie jetzt „energiereich“ aufgeladen werden. Dann wird der Zürcher Ueltiberg der „Energieberg“ und die langweiligste Einkaufsstrasse kann mit „Energiestrasse“ zum Hit werden. Das kommt mir kultisch vor.

Ende eines guten Menschen

Mittwoch, den 27. April 2011 um 7:48

An den Designer Kurt Thut kann ich mich gut erinnern. Er war konzentriert, immer an der Sache ausgerichtet, der hoch begabte Sohn eines Aargauer Schreiners. Jetzt, wo sich kaum noch jemand an ihn erinnert, ist er mit 80 Jahren gestorben. Nach seinem Tod erst, erhielt er von den Medien die höchste Auszeichnung, die einem Schweizer verliehen werden kann: „Ein Pionier, der bescheiden blieb.“ Richtig, aber er hätte mehr verdient.

 
     
     
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