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Tagesarchiv für 26. April 2011

Das Grübel-Tief dauert an

Dienstag, den 26. April 2011 um 15:15

Als mehrfach geschädigter UBS-Aktionär, der Oswald J. Grübel, Marcel Ospel und deren Vorgänger, wie tausende anderer Schweizer auch, Glauben geschenkt hat, stelle ich fest: Das Grübel-Tief beim UBS-Konzern dauert an. Während jede Menge Vorzugskreditoren hohe Zinsen erhalten, Investmentbanker Boni zocken, obwohl sie nur tiefrote Zahlen liefern, schafft die Bank gerade beim geliebten Investmentbanking („Profitiere ohne etwas zu leisten.“) den Turnaround nicht. Grübel laufen die US-Spitzenbanker davon, den Bonus in der Tasche. Die Schweizer Aktionäre sind die Dummen, die Mitarbeiter in der Schweiz auch. VRP Kaspar Villiger findet dies alles gar nicht merkwürdig.

Alle wollen geliebt werden

Dienstag, den 26. April 2011 um 7:35

Nicht nur SVP und FDP wollen, dass wir „Aus Liebe zur Schweiz“ ihre Partei samt deren Kandidaten wählen (Fulvio Pelli könnte jetzt sagen, die Schweizer liebten die Schweiz nicht mehr, weil sie der FDP immer weniger Stimmen geben), auch die touristischen Betriebe von Kairo werben jetzt mit dem Slogan „Tahrir Platz – von Ägypten mit Liebe“. Ein dreitagebärtiger Muskelprotz mit schmaler Taille reckt sich, die Rechte mit zwei siegreich gespreizten Fingern ausgestreckt, im Turnhemd den Tourist/-innen entgegen. Ehrlich, ich wüsste niemand, der deshalb diesen Platz besuchen wollte. Die Mumien dort sind kolossal, der Nil und die Strände auch, aber die Menschen? Aufgemotzter Sozialismus in der Darstellung, Kapitalismus übelster Art in der Umsetzung.

Das gleiche gilt für Indien, an dessen Gestank und Obszönität ich mich nie gewöhnen konnte. Indisch isst man am besten in London, der Rest des Halbkontinents ist mühsam.

Die amerikanische Drohung an die Europäer

Dienstag, den 26. April 2011 um 7:35

John Kornblum, der sich stets als liberaler Freunde der Europäer und speziell der Deutschen gab, schreibt: „In den kommenden Jahren wird der Druck der Weltmärkte die europäischen Nationen zwingen, ihre Hoffnungen auf eine eigene politische Rolle aufzugeben und zunehmend Schutz unter den Fittichen der USA zu suchen.“ Kornbluhm favorisiert die bekannte Arbeitsteilung: Die USA liefern das Blut ihrer im Kampf meist eingesetzten armen farbigen Bürger, die Japaner und Araber finanzieren die Kriege und die Europäer bezahlen die Aufräumarbeiten. Kornbluhm ist beleidigt, dass die Deutschen den von den USA selbst angezettelten Krieg in Nordafrika und in den arabischen Staaten nicht unterstützen und nennt die Schwäche. Unter dem US-Schirm verspricht er „Gerechtigkeit, Wohlstand und Frieden“. Lacht hier jemand?

Schweiz: Demokratie mit Fragezeichen?

Dienstag, den 26. April 2011 um 7:35

Nicht nur in Genf, Basel oder Dübendorf, auch in Moudon, liegt die Zahl der Ausländer bei 40 % oder mehr. Sie dürfen nicht wählen oder abstimmen; die Westschweizer sind offener, weil sie das Gemeindestimmrecht auch Kosovaren und Afrikanern geben. Wenn wir die nicht stimmberechtigten Schweizer abziehen, vor allem die Jugendlichen, bleiben 40 % der Bevölkerung, welche die Politik unter sich ausmachen. Von diesen 40 % gehen nur noch ein Drittel an die Urne, eine der tiefsten Stimmbeteiligungen der Welt. Das heisst: 12-15 % der Wohnbevölkerung bestimmen, was in der Schweiz politisch läuft. Das ist eine Oligarchie. Solche Herrschaftssysteme werden in anderen Kontinenten von der UNO, der NATO, Frankreich und England bekämpft. Merke: Irgendwann wird auch die Schweiz ein „failed state“, wenn dies nach 170 Jahren des Erfolgs so weiter geht.

Zu ähnlich

Dienstag, den 26. April 2011 um 7:34

Die CVP-Kommunikationschefin Marianne Binder sieht aus wie die SP-Kommunikationschefin Andrea Sprecher; die äusseren Unterschiede sind nur graduell. Diese energischen und gebildeten jungen Frauen haben alle den gleichen Stil, die fast gleichen modischen Vorbilder und in vielem eine ähnliche Denkweise. Wie will man da Wahlkampf gegeneinander machen? Es ist die soziale Normung der jungen Menschen in Wirtschaft und Politik, welche Unterschiede verschwimmen lässt, die dann mit Propaganda künstlich wieder aufgebaut werden müssen. Sofern sich das nur auf das Aussehen beschränken würde, wäre es harmlos. In Wirklichkeit leben diese „Konkurrenten“ in einer Schweizer Gesellschaft, die wenig Alternativen für jene bietet, die erfolgreich sein wollen. Das fördert die Angleichung.

 
     
     
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