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Tagesarchiv für 18. April 2011

Deutschland will die Maut

Montag, den 18. April 2011 um 15:48

Der deutsche Verkehrsminister will die Autofahrer in Deutschland abzocken. Ein Arbeitspapier des Ministers beinhaltet die Einführung einer Maut, die den Autofahrer künftig jährlich Euro 350.– kosten soll. Dafür würde die KFZ-Steuer wegfallen, wie es geplant ist. Die Auto-Lobby in Deutschland steht Kopf und wehrt sich gegen diese Kampfansage gegenüber den Autofahrern. Würden die Deutschen das Schweizer Modell übernehmen, wäre das für die Autofahrer wesentlich erträglicher als die neuen Pläne. Man sollte in Deutschland die KFZ-Steuer belassen und für die Autobahnnutzung eine Vignette, wie in der Schweiz, für Euro 30.– einführen. Damit würde der Verkehrsminister weit über Euro 1 Mrd. einnehmen und von der Auto-Lobby würde ein weniger starker Gegenwind blasen.

Fidel Stöhlker

Fragwürdige Frauenherrschaft

Montag, den 18. April 2011 um 13:18

Wo jetzt alle Frauen Karriere machen und, mit oder ohne Quote, ihren Machtanspruch gegen die Männer durchsetzen wollen, muss man sich doch fragen, ob Frauen wirklich so viel besser als Männer regieren. Wer Hillary Clinton, die US-Aussenministerin, neben „Angie“ Merkel, im Uni-Look bewundert, darf sich daran erinnern, dass die US-Aussenpolitik, in welche sie aus taktischen Gründen hinein gespült wurde, nur noch als Machtpolitik eines verarmenden Staates existiert. Und die Ost-Physikerin Angelika Merkel („Das Mädchen“) ist mit ihrer Partei innenpolitisch im Niedergang, während sie als Aussenpolitikerin zu brillieren sucht. Noch schlimmer unsere hohe EU-Aussenrepräsentantin, eine englische Provinzpolitikerin, die sich von Tony Blair adeln liess. Politik wird so zur Lachnummer. Ohnehin scheint es nur noch zwei Fragen zu geben: Wer hat die stärkeren Armeen? Wer sichert seine Währungshoheit, indem er die Staatskrise vermeidet und seinen Mittelstand ruiniert? Von Golda Meir bis Margaret Thatcher, die beide zu Recht als starke Frauen galten, bleibt nur eines in Erinnerung: Beide waren Machtpolitikerinnen, welche ihre Truppen zu nutzen wussten, selten zum Vorteil ihrer Völker.

Abt Martin wehrt sich für die Kirche

Montag, den 18. April 2011 um 13:17

In Einsiedeln oberhalb des Zürisees, wo die Kälin herrschen, kreisen die höchsten Gipfel der Innerschweiz wie Haifischflossen um das 1000jährige Sanctuarium des gleichnamigen Klosters, wo Abt Martin Werlen, ein Oberwalliser aus Obergesteln, seit nahezu zehn Jahren im Auftrag seiner Mitbrüder ein Heiligtum erneuert, wie es die Schweiz an Glanz kein zweites hat. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass die Uraufführung eines weltliches Filmes, „Francesco und der Papst“, in Einsiedeln stattgefunden hat. Darin wird das Papsttum erklärt in der Konjunktion mit einem 12jährigen Sänger der Sonderklasse, dessen helle Sopranstimme im Chor der „capella sixtina“ ausserordentliches leistet.

Abt Martin Werlen, der Kommunikationsbeauftragte der Schweizerischen Bischofskonferenz, hat bei dieser Gelegenheit nicht nur die Blüte der „Kälins“, der grossen Einsiedler Familien, bei sich begrüsst, Es kamen mit Rainer E. Gut bedeutende Freunde aus der Wirtschaft, Weihbischof Marian Eleganti und Markus Grichting vertraten das Bistum Chur, das Kirche und Staat trennen möchte. Hans Hollenstein, glanzvoller alt Regierungsrat des Kantons Zürich, gab Abt Martin die Ehre, ebenso eine Fülle weiterer Würdenträger aus der ganzen Schweiz.

Weil Philipp Schwander von der „selection schwander“ persönlich zu Abt Martin steht, gab es nicht nur Prosecco, wie heute üblich, sondern besten Champagner, dazu Rotwein der Herrenklasse. Die Schwyzer Familie Elsener, ob ihrer Militärmesser und Glaubenstreue bekannt, hat den Film gesponsert, ebenso wie die bayrischen und deutschen grossen Filmförderer.

Ohne Ernst Heller, den Schweizer Kirmespfarrer, wäre dieses Werk nicht zustande gekommen. Ohne Abt Martins Offenheit, derlei zu ermöglichen, nicht minder. Der Vatikan, der Heilige Sitz, wurden überzeugt, dieses Projekt zu unterstützen, gegen alles Misstrauen.

Was ist das Ergebnis? Papst Benedikt XVI. bleibt, wer er ist : Ein Gelehrter auf dem Thron Petri. Francesco, dessen Mutter und Bruder in Einsiedeln zur Premiere zu Gast waren, dient als Kontrapunkt zum globalen Religionsherrscher, der mit Königin Rania in Jordanien und auf den Festen afrikanischer Katholiken verwundert und begeistert gezeigt wird. Der Papst gibt, in Palästina gute Worte, fliegt in grossen Maschinen und Helikoptern, immer betreut von Privatsekretär Gänswein.

Der Film überzeugt im Text und der Kameraführung, die Musik ist kongruent. Gezeigt wird ein religiöser Weltherrscher, der Opfer wie Opfernder ist. Francesco darf dem Papst einmal vorsingen, dann muss dieser wieder auf seine Wallfahrt aufbrechen.

Es stinkt an den Pyramiden

Montag, den 18. April 2011 um 7:21

Von den 3000 Pferden, mit welchen die Touristen um die Pyramiden von Kairo geführt wurden, sind mehrere hundert bereits verhungert; weitere werden folgen. Es sind die Pferde jener Dorfbewohner, welche den Aufstand auf dem Tahriri-Platz niederkämpfen wollten. Vergebens.

Ich bin nicht überzeugt, dass man diesen Volksstämmen wirklich helfen kann. Sie sind von einer Brutalität, die letztlich die Folge von Armut und mangelnder Bildung ist. Touristen sind für sie fette und reiche Beutestücke, von denen es mit Charme viel abzuzocken gilt. Wer sich an die brutalen Akte in unseren Bauerndörfern erinnert, sei dies in den Alpen, in Skandinavien oder in Osteuropa, der weiss, dass Armut hart macht. In Kairo waren Pferde, Hunde und Katzen die ersten Opfer. Unsere späte Kultur hat damit Mühe.

Genf, das schweizerische Singapur?

Montag, den 18. April 2011 um 7:21

Es sind die Franzosen aus der Nachbarschaft, welche der Genfer Regierung vorwerfen, sie baue das schweizerische Singapur. Die Genfer bezeichnen dies als „Notre destin international“, das man nicht bremsen könne. Die Franzosen beklagen, dass sie aus Genf zu wenig Steuern erhielten, die Genfer bei ihnen zu viel bauen und in den Nahverkehr zu wenig investiert würde. Wir Schweizer sind tatsächlich unglaublich erfolgreich. Genf und Lausanne sind blühende Städte; der Mittelstand wird in die Agglo verdrängt. Basel und Zürich sind Metropolitanregionen, die sich über Wohlstand und Wachstum nicht beklagen können. Sogar Winterthur platzt aus den Nähten. In der Ostschweiz, ohne Graubünden, brummt der Wirtschaftsmotor. Die Walliser bauen ihren Flughafen Sitten mit neuen Hallen aus, damit die reichsten Saudis, Italiener und Franzosen dort landen und bauen können. Lasst die Franzosen neidisch sein; sie sollen Kriege in Afrika führen. Wir haben zuhause genügend zu tun.

 
     
     
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