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Tagesarchiv für 15. April 2011

Dieser seltsame Anti-Ghadhafi-Krieg

Freitag, den 15. April 2011 um 15:51

Bisher soll die Platzierung der Kriegsschiffe im Mittelmeer durch die NATO Euro 800 Mio. gekostet haben. Was Grossbritannien und Frankreich seit Beginn des Krieges gegen Muammar Ghadhafi bezahlt haben, ist nicht bekannt; beide Staaten sind ohnehin eher bankrott. Die täglichen Kriegskosten sollen bald Euro 300 Mio. erreichen. Wer zahlt? Katar und die Emirate sollen die Finanzierung des Krieges weitgehend übernommen haben, da sie mit steigenden Ölpreisen die Hauptgewinner sind. Dazu kommt, dass die Scheichs und Ghadhafi nicht miteinander befreundet waren, um das mindestens zu sagen. Die deutsche Regierung, die den Einzug in den Libyen-Krieg verweigert, trägt unterdessen die Hauptkosten der „humanitären Versorgung“ der Rebellen.

Die USA haben die „Jasmin Revolution“ ausgelöst

Freitag, den 15. April 2011 um 14:53

Nun wird bestätigt, was ich von der ersten Stunde der „Jasmin Revolution“ in den arabischen Staaten und Ägypten an erwartet habe: Auslöser dieser Revolutionen sind die USA selber. Mit 100 Mio. USD vom US-Congress, Unterstützung des Aussendepartementes und zahlreicher Stiftungen, wie Freedom House, die auch von Washington finanziert werden, wurde die Jugend Nordafrikas und Arabiens darin ausgebildet, wie man seine eigene Regierung stürzt. Das ist die Fortsetzung einer langen Geschichte, die mit den christlichen Kreuzfahrern begann, zur Aufteilung des einstigen Osmanischen Reiches führte, den Sturz Mossadeghs, Saddam Husseins und vieler anderer zur Folge hatte, und jetzt den Anspruch der Araber vernichtet, ein eigenes Bewusstsein zu bilden.

Der Krieg in Nordafrika, Ägypten, den Scheichtümern und im Yemen wurde seit Jahren vorbereitet, ganz wie einst die „Orange Revolution“ in Osteuropa. Jetzt sagen die Amerikaner: Wir haben ihnen die Technik geliefert und beigebracht, gestürzt haben sie ihre Regierungen selber. Diese hatten bis zuletzt in Washington darum nachgesucht, derlei zu beenden. Merke: Wer einem US-Amerikaner die rechte Hand gibt, muss darauf achten, der dieser ihm mit der anderen Hand nicht einen Dolch in den Rücken sticht. Früher unterstellte man dies den Arabern.

Jack A. Goldstone von der George Mason University, kommentiert in der „Herald Tribune“: „Die Herrschaft der Sultanate geht ihrem Ende zu. Es besteht Grund zu Optimismus.“ Jetzt ist mir nur noch unklar, warum die Regierung Israels in dieser Frage bisher so zurückhaltend war. Warten wir noch einige kurze Zeit, dann werden wir auch das wissen.

Juden exponieren sich zu wenig….

Freitag, den 15. April 2011 um 7:32

…ist die Meinung von Sascha Wigdorowits, der in Anwesenheit des israelischen Botschafters in Bern den Mitgliedern der Handelskammer Schweiz-Israel empfahl, der Israel-Feindlichkeit in den Schweizer Medien energischer als bisher zu begegnen. Die Palästinenser hätten mit Daniel Vischer und Geri Müller viel bessere Lobbyisten als die jüdische Gemeinschaft. Das kann lustig werden, wenn die eigens zu diesem Zweck gegründete Stiftung „Audiatur“ bei der „NZZ“ und den „Sonntagszeitungen“ einrückt, um dort die Herkunft des Judentums oder die Defensivstrategie des Staates Israel zu erklären. Ich sehe den heiligen Sascha schon, wie er anstelle des Berges Moses den Uetliberg herab steigt, um an der Bahnhofstrasse die „Goldenen Kälber“ zu schlachten.

Wir essen uns zu Tode

Freitag, den 15. April 2011 um 7:31

In Frankreich, wo das Essen noch eine grosse Rolle spielt, mehren sich die Berichte, wir selber würden uns zu Tode essen, weil wir die falsche Nahrung zu uns nehmen, gleichzeitig unsere Kinder aus dem gleichen Grund frühzeitig ruinieren. Anne-Laurie Murier, selbst dem Leberkrebs entronnen, hat festgestellt, dass 70% der Krebserkrankungen auf die Umwelt zurück gehen, davon 30% auf die Umweltverschmutzung und 40% auf falsche Ernährung. Die grosse und wachsende Zahl importierter Produkte, die chemisch behandelt seien, verstärkte diesen Trend.

Prof. Dr. Jörg Gertel von der Uni Leipzig („Globalisierte Nahrungskrisen, Bruchzone Kairo“) schreibt, die Hälfte der 83 Mio. Ägypter sei von subventioniertem Brot abhängig. Cargill in Genf entscheide den Brotpreis in Ägypten und Australien mehr als die jeweilige Regierung.

Ein explosives Paar

Freitag, den 15. April 2011 um 7:31

Der Walliser Schriftsteller und SVP-Nationalrat Oskar Freysinger ist auf Einladung des Xenia Verlags an dessen 5-Jahr-Jubiläumsfest unter dem Thema „Cinq ans d’audace“ als Ehrengast aufgetreten. Gemeinsam mit der für ihre intellektuelle Unabhängigkeit bekannten FDP-Altbundesrätin Elisabeth Kopp referiert er zum Thema „La Fidélité“. Ein explosives Paar, welches im Walliser Riddes über Treue, Untreue und Verrat spricht: Einerseits der dem Wallis und seiner Geschichte tief verbundene Nationalrat und Sekundarschullehrer Freysinger, der aufgrund seiner politischen Ansichten knapp einem Mordanschlag entging, sich für eine zeitgemässe Bildung seiner Schüler einsetzt, jedoch gleichzeitig die Frauen im Namen der Familie am liebsten wieder an den Herd verdonnern würde. Andererseits die heute 74-jährige Pionierin, die 1984 als erste Frau in den Bundesrat gewählt worden war, unter anderem eine Besserstellung der Frauen in der Gesellschaft erreichte und dann ausgerechnet ihres Mannes wegen zum Rücktritt gezwungen war. Glücklicherweise bezieht sich der Titel „La Fidélité“ auf das Abenteuer des Xenia Verlags. Alles Andere wäre bei der Konstellation zweier so unabhängig denkender Individuen ein Explosiv der Extraklasse.

 
     
     
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