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Tagesarchiv für 8. April 2011

Weg mit Pelli!

Freitag, den 8. April 2011 um 14:50

Will die FDP Schweiz sich vor den Herbstwahlen 2011 retten, muss Fulvio Pelli baldmöglichst seinen Rücktritt als Parteichef ankündigen. Im Tessin steht ihm eine Heimniederlage bevor, denn er hat auch dort kein Rezept gegen die Rechten wie die Grünen. Pelli sagt: „C’est une èléction plus difficile que les précédentes.“ Es ist erstaunlich, wie die Scheinelite im Vorstand der FDP Schweiz ihren eigenen Untergang hinzunehmen bereit ist. Natürlich will niemand sonst, sechs Monate vor den Wahlen, den Karren es aus dem Dreck ziehen. Was die SVP als Kaderpartei seit 20 Jahren geleistet und erkämpft hat, können die Freisinnigen in fünf Monaten nicht nachholen. Jetzt ist keine B-Klasse gefragt; ein Held wird gesucht.

Reichtum schützt nicht vor Revolution

Freitag, den 8. April 2011 um 14:49

Den Libyern ging es wesentlich besser als ihren Nachbarn in Nordafrika; sie revoltierten. Den Baden-Württembergern ging es gerade 2010 mit einem Wachstum von 5,5 % besser als allen anderen Deutschen; sie revoltierten dennoch. In beiden Staaten spielte die kommunikative Unfähigkeit der Regierung eine grosse, ja sogar die entscheidende Rolle. Die „grüne Welle“ in der Schweiz beginnt erst zu rollen. Unsere Regierungsparteien haben dies noch nicht begriffen; es handelt sich um einen Volksaufstand der unzufriedenen Jungen. Diese sind satt, aber gelangweilt.

Vier Millionen Muslime in Deutschland

Freitag, den 8. April 2011 um 8:20

„Der türkische Staat muss die Menschen loslassen“, sagt Maria Böhmer, die Integrationsbeauftragte der deutschen Bundesregierung. Erst dann, meint das deutsche CDU-Mütterchen, könnten die Türken in Deutschland auch richtige Deutsche werden.

Ich glaube nicht. Da ich die im Westen lebenden Türken ziemlich gut kenne, weiss ich, dass die Türkei immer noch ihre Traumheimat ist, auch dann, wenn sie als „Deutschland-Türken“ zuhause verspottet werden. Wieso sollten sie auch Deutsche werden wollen, ein innerlich zerrissenes Land mit zweifelhafter Zukunft. Die Türkei wächst bedeutend rascher als Deutschland und ist in den letzten 20 Jahren reich geworden, mehr als alle Ossis und viele Wessis.

Es waren die deutschen Automobil- und anderen Konzerne, viele KMU, aber auch das Gewerbe und die Bauern, welche die Türken ins Land riefen. Sie haben nur den Klügsten, den Fleissigsten eine echte Chance geboten. Deshalb wird Deutschland, ganz wie weite Teile der USA auch, mit seinen kulturell fremden Neubürgern leben müssen. Werden sie nicht integriert, werden weite Teile Deutschlands (und Frankreichs) Zonen des Islam. Die überalterten und zum Teil moralisch verkommenen christlichen Kirchen haben dem nichts entgegen zu setzen.

Deutschland schafft ärztliches Ethos ab

Freitag, den 8. April 2011 um 8:20

Weil keiner recht darüber schreiben wollte, sei es hier erwähnt: Der Beschluss der deutschen Ärzte-Bundeskammer vom 21. Januar 2011, wonach es der deutschen Ärzteschaft freigestellt ist, bei der Selbsttötung von Patienten mitzuwirken, ist ein grosser Erfolg für die freie Marktwirtschaft und eine Niederlage für das bisherige ärztliche Ethos. Die Grundsätze zur ärztlichen Sterbebegleitung wurden abgeändert, weil 30 % der deutschen Ärzte in einer Umfrage der Kammer die Meinung äusserten, solches sei zeitgemäss. Demenzkranke können ab sofort „ohne erklärten Sterbewillen“ die Gabe des Todes empfangen. Die Grenze zur aktiven Sterbehilfe wird nicht mehr vollzogen. Den Ärzten steht die Beteiligung an Selbsttötungen frei. Eine Absprache mit anderen Ärzten, wie es bisher in Zweifelfällen üblich war, muss nicht mehr stattfinden.

Die deutschen Ärzte wollen damit „den Bedürfnissen einer pluralistischen Gesellschaft entsprechen“. Die Option einer Beteiligung an Selbsttötungen ist damit im Sinne einer nichtärztlichen Nebenbetätigung freigegeben. Die Delegiertenversammlung der hessischen Ärzteschaft hat dies am 26. März abgelehnt. Es zeichnet sich ab, was ich schon seit zehn Jahren behaupte, dass moderne Sterbebegleitung ein Instrument zur Verminderung der Sozialkosten ist.

Grün als bürgerliches Verfallsprodukt: der sanfte Volksaufstand

Freitag, den 8. April 2011 um 8:20

Die Grünen haben in Baden-Württemberg gewonnen, weil ihre bürgerlichen Vorgänger, Oettinger wie Mappus, keine Autorität mehr hatten und falsch kommunizierten. Sie waren strukturelle Zufallssieger, andere Bürgerliche mit alt-revolutionär grünem Touch. Was versprechen die Grünen eigentlich, die auch in der Schweiz in diesem Jahr zu Siegern zählen werden? Es handelt sich um den sanften Volksaufstand eines überalterten Volkes, dessen Volksheld bereits 61 Jahre alt ist. Er will umweltfreundliche Verkehrsmittel fördern, obwohl deren Bestellung und Einführung 20 Jahre dauern wird. Er will Hybrid-Fahrzeuge, obwohl diese teuer und wenig leistungsfähig sind. Es handelt sich in Baden-Württemberg um die Revolution eines alt Maoisten, dem ein verwirrtes Volk ohne historische Erinnerung zu folgen bereit ist. Renate Künast verspricht, Ökologie und Ökonomie miteinander zu verbinden. Die Schweizer Grünliberalen freut’s. Merke: Es wird teurer.

 
     
     
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