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Tagesarchiv für 4. April 2011

Zürich: Volk gegen Elite

Montag, den 4. April 2011 um 16:06

Die alte Zürcher Elite hat abgewirtschaftet, das zeigen die jüngsten Zürcher Wahlen. Mario Fehr, der weichgespülte Sozialdemokrat, wird niemand wehe tun, ebenso nicht die anderen, weshalb Hans Hollenstein abgewählt wurde. Ein Sieg für TeleZüri, den lokalen TV-Sender, der Mario Fehr stets förderte. Der Königsmacher heisst Markus Gilli.

Die alten Eliten, vor allem der Freisinn, haben abgewirtschaftet; im kommenden Herbst, wenn die nationalen Wahlen drohen, sind weitere Verluste angesagt. In Zürich lebt man wie im späten Rom: Die globalen Eliten bestimmen das Tempo, die nationalen Eliten prügeln sich. Das Gewicht von Stadt und Kanton nimmt national ab, denn die Schweiz entwickelt sich zu einer „global city“ mit mehr als acht Mio. Einwohnern.

Politischer Wettersturz in Basel

Montag, den 4. April 2011 um 16:06

Anita Fetz, die Basler SP-Ständerätin, hatte nicht damit gerechnet, dass sich die bürgerlichen Parteien ihrer Heimatstadt auf einen gemeinsamen Gegenkandidaten einigen würden. Mit dem 37jährigen SVP-Nationalrat Sebastian Frehner tritt nun ein talentierter und ehrgeiziger Nachwuchspolitiker gegen sie an, der nicht nur die Unterstützung der CVP und FDP, sondern auch der Basler Liberalen geniessen kann. Das bedeutet einen politischen Wettersturz in Basel. Kein bürgerlicher Politiker wollte sich gegen „die Fetz“ blamieren, die nun zeigen kann, wie sie den SVP-Nachwuchs auf Distanz hält. Ein Sieg für die SVP ist diese Kandidatur auf jeden Fall. Und das in Basel!

Bye bye Hans Hollenstein

Montag, den 4. April 2011 um 9:16

Nun ja, die meisten tun so, als wäre es die Riesenüberraschung gewesen: Hans Hollenstein ist nicht mehr Regierungsrat. Wer nicht so sehr auf die Streitereien in den anderen Parteien geachtet hat, hätte die immer schwächer werdende Person Hollenstein bemerkt. Wie ein geschlagener „Bernhardiner“, von seinem Umfeld vollkommen enttäuscht, trat er gestern ab. Es geht ihm sehr nahe, weil er kein harter ignoranter Hund ist. Er wirkte gefasst aber wer genau hin sah, entdeckte ein Häufchen Elend. Er war stets der liebe „Papeli“ den viele persönlich mochten, weil er immer der geliebte Volkspolitiker sein wollte und auf Konsens setzte. Er war aber nie ein grosser Kommunikator für seine Freunde. Diesbezüglich waren seine Fähigkeiten stark unterentwickelt. Er ist ein Mensch, der sich auf seinen Lorbeeren ausruhte und jetzt die Quittung kassierte, was absolut legitim ist.

Hans Hollenstein sagte selbst, dass er kaum auf Plakaten gesehen oder zu TV-Sendungen eingeladen worden sei. Da hätten ihm seine Berater eben helfen sollen, die Lage und seine Person kritisch zu hinterfragen und Massnahmen zu entwickeln, damit seine Person für die Öffentlichkeit interessanter wird. Er hätte sich seit Beginn seiner Amtszeit viel mehr in die Öffentlichkeit drängen sollen aber meistens hat er sich geduckt und sich die schönen Anlässe für seine Auftritte ausgesucht. Er hätte aus seinem Amt viel zu berichten gehabt aber er hat es immer vorgezogen, die angenehmen Dinge zu tun. Jetzt, lieber Hans Hollenstein, sind Sie hoffentlich etwas weiser geworden und ….. jetzt dürfen Sie wieder der liebe Mensch von neben an sein.

Fidel Stöhlker

Kampf der Grossbanken um die Macht

Montag, den 4. April 2011 um 8:25

Es sind erregende Zeiten, in welchen wir leben. Die beiden einst Schweizer Grossbanken UBS und CS, die heute beide von ausländischen Aktionären bestimmt werden (also eigentlich in den Verband der Auslandbanken in der Schweiz wechseln müssten), kämpfen in Bern gegen das neue Bankengesetz und die Bestrebungen der Schweizerischen Nationalbank, sie teilweise zu zerschlagen, weil sie für die Schweiz aufgrund ihres Investmentbankings das maximale Risiko darstellen. Der umkämpfte Gesetzesentwurf ist offensichtlich derart balanciert, dass er in den Räten (mit den Linken, aber ohne die SVP) eine Mehrheit finden kann. Die SVP, eine Volkspartei, die von zwei Milliardären geführt wird (Dr. B. kennt man, Walter Frey als Finanzchef zeigt sich weniger), ganz wie die „Tea Party“-Bewegung in den USA auch, will, ganz wie die Grossbanken, kein Gesetz oder nur ein zahnloses.

„Wir liefern 15 % des Steueraufkommens“, sagt Lukas Gähwiler, CEO der UBS Schweiz, vergisst dabei aber zu sagen, dass sein Bankkonzern auf Jahre hinaus keine Steuern zahlen muss, weil er die Verluste, die seine Vorgänger in Milliardenhöhe ansammelten, verrechnen darf.

Prof. Dr. Jean-Pierre Danthine, Mitglied des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank, wiederholte soeben den Anspruch, man müsse seinem Haus die „makroprudentielle Aufsicht“ der Banken gestatten, z.B. unsinnige Hypothekarkredite verbieten dürfen, wie es der Internationale Währungsfonds der Schweiz empfiehlt. Danthine, der glaubhaft bestätigt, man habe bei der Nationalbank „kein Interesse an Macht“, empfiehlt aber, der Finma zusätzliche Aufsichtskompetenzen zu geben.

UBS-Konzern und CS-Group wälzen daher weiter Pläne, ob und wie man – sei es im In- oder im Ausland – dem Schweizer Sicherheitsbewusstsein entkommen kann. Für sie leuchtet die Sonne im Osten, wo auch massgebliche Aktionäre beider Banken ihren Sitz haben.

Sepp Blatters grösster Kampf

Montag, den 4. April 2011 um 8:23

Nun ist der Katarer Mohamed bin Hammam offiziell gegen „unseren Sepp“, den FIFA-Präsidenten Sepp Blatter, angetreten, der dem Weltfussballverband 36 Jahre seines Lebens gegeben hat. Am 1. Juni in Zürich werden wir erfahren, ob es der Walliser Grossmeister noch einmal geschafft hat; die Chancen stehen nicht schlecht. Die UEFA und der deutsche Fussballverband stehen hinter Blatter, dem bin Hammam zuruft: „Blatter ist erschöpft.“ Er wirft Blatter das „desaströse Image“ der FIFA vor, die heute als „korrupte Organisation“ gelte.

Hamman war einmal ein Freund Blatters, der ihm das letzte Geschenk machte, die Weltmeisterschaft in Katar. Jetzt hat Blatter nichts mehr in der Hand, den Katarer zufrieden zu stellen. Der macht jetzt, was er einmal sagte: „Wer sich mir in den Weg stellt, dem werde ich Kopf, Hände und Füsse abhacken.“

Wir werden an Sepp Blatters FIFA-Herrschaft noch lange zurück denken, denn sie war äusserst erfolgreich und milde. Wenn auf dem Züriberg, gegenüber dem Zoo, die Katarer herrschen, werden wir einen wichtigen Teil unserer Identität verloren haben. In diesem Sinne: Viel Glück Sepp, Du kämpfst auch für Zürich und die Schweiz.

Afrikanische Superstars

Montag, den 4. April 2011 um 7:46

Wer es aus Afrika als Flüchtling oder mit Hilfe des Fussballs wie der Kirchen nach Europa und in die Schweiz schafft, ist ein Star. Es sind die besten jungen Männer, die ihre Krals und Städte verlassen, um in Europa erfolgreich zu werden; dennoch gehen viele dabei unter, sei es im Mittelmeer, in den Drogenszene, durch Diebstähle, Mord und Totschlag. Unsere Gefängnisse sind voll von ihnen.

Einige schaffen es dennoch, auch in der Schweizer Gesellschaft nach vorn zu kommen. Der dunkelhäutige SP-Nationalrat in Biel kämpfte um sein Mandat, ober dies ganz mit lauteren Mitteln tat, ist fraglich. Der solothurnische Pfarrer Paul Okeke ist das Beispiel (Paul!) eines katholisch erzogenen Afrikaners, der bei uns als Pfarrer scheiterte. Er verführte eine Gemeindehelferin und spekulierte mit seinen Kirchenspesen an der Börse. Beides verschwieg er und wurde jetzt von Bischof Felix Gmür entlassen.

Brice Owona, der St. Galler Star-Fussballer, soll seiner 25-jährigen Freundin Marina 20 000.– Franken abgeluchst haben, worüber sie sich öffentlich beschwert.

Diese Vorgänge haben einen gemeinsamen Nenner: Die jungen Afrikaner wollen bei uns reich und erfolgreich werden. Sie wollen auch Geld nach Hause senden, weil ihre dortigen Familien dies erwarten. Sie haben zu unserer Gesellschaft keine tieferen Bindungen, das sollten wir nie vergessen.

 
     
     
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