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Tagesarchiv für 1. April 2011

Die Rihs-Wirren mit Ersatzmannschaft tun weh

Freitag, den 1. April 2011 um 13:25

Die Sonova-Aktionäre haben über CHF 2 Mia. verloren, das ist kein Kleingeld. Entlassen wurden bisher wegen des Verdachts auf Insider-Geschäfte der Konzernchef und der Konzern-Finanzchef; derlei hat die Schweiz noch nie erlebt. VR-Präsident Andy Rihs ist zurück getreten, will aber im VR noch mitsprechen. In der Konzernleitung ist eine Ersatzmannschaft angetreten, die auf die baldige Ablösung wartet. Was Andy Rihs wirklich wusste, wird er uns nicht ins Ohr flüstern. Er hat, um Schlimmeres zu vermeiden, seine Aktien zum alten Preis wieder zurück gekauft. Die Untersuchung an der Börse läuft. Das Image des Hörgeräte-Herstellers ist noch schlimmer abgesackt als der Börsenkurs. In der Fachsprache heisst dies: Dem offensichtlich künstlich angeheizten Marketing-Höhenflug folgte ein Public Affairs-Desaster, das auf falschen Financial Relations beruht.

Der Urner Notstand

Freitag, den 1. April 2011 um 13:24

Während das Bundesamt für Statistik den Urnern nicht glaubt, dass sich ihr Kanton bis 2035 wesentlich entwickeln wird und ein Bevölkerungswachstum von total zwei Prozent annimmt, glaubt die Urner Regierung an ein ägyptisches Wunder. Die Regierung in Altdorf, vertreten durch Volkswirtschaftsdirektor Isidor Baumann, rechnet mit 3 500 neuen Einwohnern, davon die Mehrzahl aufgrund des Sawiris-Projekts in Andermatt. Ausser den Urnern kenne ich kaum jemand, der an den koptischen Pharao glaubt, aber eine Wahl haben die Altdorfer ohnehin nicht.

Wir haben Helden, ja

Freitag, den 1. April 2011 um 13:24

Die vor 40 Jahren erfolgte Vernichtung von Wilhelm Tell durch bürgerliche Historiker hat seither in der Schweiz ein massives Heldenmanko ausgelöst. General Dufour ist für viele angesichts eines nachlassenden Geschichtsunterricht zu einer blassen Figur geworden und von General Guisan ist angesichts der Enthüllungen linker Historiker auch nicht mehr viel übrig geblieben. Seit einiger Zeit erleben wir mangels anderer Vorbilder den Aufstieg Kaiser Napoléons I. zum Schweizer Helden. Er habe die Schweiz modernisiert, so lautet die Legende, weil sie ihn an sein heimisches Korsika erinnerte. Andy Rihs ist ebenso wenig ein Held geworden wie Otto Ineichen oder Edgar Oehler. Nicolas G. Hayek war ein Libanese, Branco Weiss ein Slowene und Oswald J. Grübel ein Deutscher, wie die beiden Gründer von Nestlé und Rolex auch.

Zu den echten Schweizer Helden gezählt werden muss der Autodidakt Charles Vermot, der das automatische Chronographenwerk der „El Primero“ von Zenith vor der Zerstörungswut seiner amerikanischen Chefs rettete. Er versteckte es auf dem Dachboden der Zenith SA in Le Locle. Sein Sohn Michel Vermot hat das Geheimnis seines Vaters, die Rettung der „3019 PHC“, erst 2003 den neuen Eigentümer der Firma enthüllt.

London, Stadt der Abenteurer

Freitag, den 1. April 2011 um 9:31

Ob die in Zürich arbeitenden Bankiers aus London tatsächlich wieder an die Themse zurück wollen, weil es in Zürich zu langweilig ist, entbehrt nicht der Wahrscheinlichkeit. Nehmen wir das Beispiel der aus dem Iran vor den Mullahs geflüchteten Brüder Tschenguiz. Vincent, 54, Immobilienspekulant, machte aus dem Nichts ein Vermögen, dann Schulden von 2,4 Mia. Euro, sein Bruder Robert steht mit Euro 1,3 Mia. in der Kreide. Nach der alten Regel „Bei kleinen Schulden hat der Kunde ein Problem, bei grossen die Bank“, war Robert Tschenguiz auch mit 1,5 % an der berüchtigten Kaupting Bank beteiligt, die ihm grosse Kredite gab, dann aber vom isländischen Staat gerettet werden musste. Derlei spielt sich immer auch in Zürich und Genf ab; aber bei uns wird weniger recherchiert.

Ruhe bewahren, empfiehlt die UBS

Freitag, den 1. April 2011 um 9:31

Wer, den Empfehlungen der Banken folgend, im letzten Jahr in die „emerging markets“ der Dritten Welt investierte, hat viel Geld verloren, im neuen Jahr noch mehr. Deshalb empfiehlt die UBS in ihrem neuen „investor’s guide“: „Ruhe bewahren in turbulenten Zeiten“. Das ist ein guter Ratschlag angesichts verheerender Erdbeben, einmalig dramatischen Tsunamis, explodierter oder zur Explosion neigender Reaktoren, einer total bankrotten japanischen Volkswirtschaft, einer demnächst vor dem Bankrott stehenden us-amerikanischen Volkswirtschaft und einer 27 Staaten zählenden EU, die ihre massive Verschuldung bekämpfen will, indem sie die Inflationsmaschine andreht. Deshalb würde ich diese UBS-Empfehlung gerne zum „Begriff des Jahres“ vorschlagen.

Die Anti-Atomstrom-Phantasten

Freitag, den 1. April 2011 um 9:31

Im Kanton St. Gallen kommen 75 % der Energie aus dem Atommeiler; in der Schweiz sind total gut 40 %. Menschen, die der „Stopp-Atom-Allianz“ beitreten, das sind derzeit Tausende, haben den Verstand verloren. Während die Stadtregierung von Bern den Atomausstieg fordert, ist deren Bevölkerung zu 60 % vom Atomstrom abhängig; vier von fünf Bernern wollen den Ausstieg. Die Schweiz ist von der Atomenergie abhängig, denn die Wasserkantone können kaum weitere Reserven aktivieren. Ohne Atomstrom bewegt sich bei uns nichts mehr, in St. Gallen und Bern schon gar nicht.

 
     
     
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