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Tagesarchiv für 23. März 2011

Was ist mit der NZZ los?

Mittwoch, den 23. März 2011 um 13:28

Ein Verlust von 6,2 % der Leser ist happig. Betroffen ist davon die „Neue Zürcher Zeitung“, die jetzt noch 287 000 Leser nachweisen kann. Das sind gut 4 % aller Schweizer, ein klarer Fall für die Elite. In Wirklichkeit nimmt die Zahl deutsch lesender Landesbewohner, die sich für das Angebot der Druckausgabe der NZZ interessieren, laufend ab. Die Stammleserschaft ist überaltert. Die jungen Führungskräfte, soweit es sich überhaupt um Schweizer handelt, ziehen die „Financial Times“ und andere englischsprachige Medien vor. Die NZZ ist damit auch Ausdruck der neuen Malaise des Landes: Wer Elite sein will, muss auch eine Vorstellung haben, wohin die Schweiz sich entwickeln soll. Dies zu kommunizieren, ist die höchste Aufgabe des Zürcher Verlags, der, wenn er sie löst, noch ein sehr grosses Leser-Reservoir hat. Immerhin tritt in Kürze ein Mann an die Spitze des Verlags, der St. Galler Bankier Dr. Konrad Hummler, dem die Chance zugesprochen wird, eine intellektuelle Erneuerung des Traditionsblatts zu leisten. Es wäre an der Zeit.

Die „blassen Grünen“ kommen nicht hoch

Mittwoch, den 23. März 2011 um 13:28

Wie Umfragen zeigen, kommen die in den Grafiken blassgrün gezeichneten Grünliberalen nicht richtig hoch. Das Volk will echte Grüne in sattem Grün sehen. Wem die Umfragezahlen nicht passen, kann immer noch antworten: „Wir halten nicht viel davon, das Volk sagt nicht, wie es abstimmt.“ Man müsste sich fragen, weshalb in einer Demokratie das Volk nicht (mehr) sagen will, für wen es stimmt. Stimmt’s?

Was heisst „weniger Staat“

Mittwoch, den 23. März 2011 um 13:27

Der Ruf nach weniger Staat tönt vor den Wahlen lauter als sonst. Jedoch, die Zürcher Freisinnigen haben fast 2000 neue Mitarbeiter für die Stadt Zürich anstellen lassen, weil es ihren Stadträten und denen der SP gefiel. Die Ausrede: Mehr Sozialfälle, mehr Ausländer, mehr Probleme allerorten. In Wirklichkeit baut der Staat seine Spitäler aus, hilft den Armen, die das gerne sehen, anstelle zu arbeiten, hilft den Lehrern, die immer schlechtere Leistungen erbringen, baut Gefängnisse, die teurer als 5 Sterne-Hotels sind, und kämpft gegen den Terror, der sich nicht sehen lässt. Dazu gibt es viel Geld auch für den Mittelstand, damit er den Anschein wahren kann, noch zur guten Gesellschaft zu gehören.

In Wirklichkeit müssen die Beamten angehalten werden, mehr für weniger zu leisten. Das nennt man Modernisierung des Staates. Wer dazu nicht taugt, soll entlassen werden.

Catherine Ashton, dieses unmögliche Wesen

Mittwoch, den 23. März 2011 um 13:27

Sie, eine Art Gret Haller der englischen Vororte, von Tony Blair zur Adligen befördert, sich Aussenministerin und Sicherheitschefin der EU nennend, Catherine Ashton, kann auch einem überzeugten EU-Anhänger die Lust an der europäischen Gemeinschaft nehmen. Sie will „Milliarden von Euro“, um Ägypten, Tunesien und Libyen zu entwickeln. Sie möchte dort eine Zivilgesellschaft errichten, wie sie in England nie aufgebaut wurde, andernorts auch nicht. Sie möchte die Importbarrieren für Nahrungsmittel aus diesen Ländern senken, wofür ihr die Bauern Europas und der Schweiz nicht danken werden. Lady Catherine, eine Sozi-Adlige, kann die Schweiz nur in den Widerstand treiben, Roger de Weck hin oder her.

Ach ja, die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch, eine Zufallswahl, weil die bürgerliche Kandidaten so attraktiv präsentiert wurde wie eine sterbende Eule, demonstrierte in der Zürcher Innenstadt mit 200 kunterbunten Frauen und Männern für mehr Frauenjobs in den Spitzen der Wirtschaft. Gott behüte, dafür haben wir die Politik, um derlei Ambitionen ruhig zu stellen.

„Kompetente“ Berichterstattung vom 22. März?

Mittwoch, den 23. März 2011 um 8:37

Wenn eine Vorarlberger Firma 50 % einer Berner Firma übernimmt, nennt dies die „Berner Zeitung“ eine Fusion. Wenn aus der Berner Firma in der Folge ein Inhaber-Erbe austritt, um sich einem neuen Gewerbe zu widmen, liegt eher der Schluss nahe, die Österreicher hätten eine gute Geschäftsidee gehabt, sich zur Hälfte eingekauft und ein Erbe sich auszahlen lassen. Andernorts würde man dies schleichenden Ausverkauf nennen.
Gleichentags gelingt auch dem „St. Galler Tagblatt“, das zur NZZ-Gruppe gehört, ein schönes Beispiel der Manipulation. Die Titelschlagzeile lautet „Ghjadhafi nimmt Hunderte Geiseln als menschliche Schutzschilde“. Im ersten Absatz des folgenden Artikels heisst es „…sollen Hunderte Bewohner als Geiseln genommen haben, um sie als Schutzschilde zu benutzen.“ So verändert sich die Realität innerhalb von nur zehn Zeilen.

Lustig ist des Pfarrers Leben

Mittwoch, den 23. März 2011 um 8:37

Der 44jährige Gossauer katholische Geistliche Niklaus Popp „poppelte“ an der falschen Stelle, weshalb seine Haushälterin nach sechs Jahren Fried- und freudvollen Zusammenlebens der Gemeinde ein gemeinsames Kind präsentieren durfte. Der nette Geistliche darf jetzt noch einige Monate in seiner Ostschweizer Gemeinde predigen, dann ist Schluss. Im nahe gelegenen Will ist die reformierte Pfarrerin Nathalie Dürmüller aufgewachsen. Heute betreut sie die „Swiss Church“ in London. Besonders gefallen ihr die Events, welche sie durchführt, und die PR-Arbeit für Gott. Man sage nicht, die Kirchen seien tot.

Roger de Weck, Verteidiger der Institutionen

Mittwoch, den 23. März 2011 um 8:37

Es wird viel gerätselt, was SRG-Generaldirektor Reger de Weck mit der SRG tun wird. Dabei ist es einfach: Er sieht sich und die SRG als Verteidigerin der Schweizer Institutionen, des Bundesrats, der Parlamentarier, der Justiz und der Nationalbank. Die SRG verteidigt er mit der Heftigkeit eines Christoph Blocher, den er als seinen Erzfeind betrachtet. Als bekennender EU-Beitrittsbefürworter ist Roger de Weck nicht sehr weit entfernt von den grossen Schweizer Konzernen, die den EU-Beitritt längst als zweitklassiges Thema behandeln, weil sie global ausgerichtet sind.

Wir alle suchen die FDP

Mittwoch, den 23. März 2011 um 8:36

Die Freisinnig-Liberalen (FDP) wollen am 23. Oktober immer noch 20 % der Stimmen gewinnen, obwohl nicht einmal die Insider glauben, dass dies im entferntesten möglich sein wird. Die Schwierigkeit liegt schon darin, dass im Volk die Meinungen auseinander gehen, wie man die FDP eigentlich bezeichnen sollte:

– In der Deutschen Schweiz, vor allem im Raum Zürich, dem Aargau und der Ostschweiz, dominieren weiterhin die Freisinnigen.

– Die Partei selber nennt sich freisinnig-liberal.

– Parteipräsident Fulvio Pelli nennt seine Partei vorzugsweise liberal.

– Sie ist in seinen Augen auch sicher „rechts der Mitte“ anzusiedeln.

– Und sie ist sicher auch weiterhin eine „bürgerliche“ Partei.

Dem steht entgegen, dass die CVP den Platz in der Mitte sehr souverän einnimmt, aber immer häufiger mit den Linken stimmt. Die SVP ist stramm rechts, geht aber auch immer häufiger mit der politischen Linken. Die FDP will mit allen gehen, um ihren Führungsanspruch durchzusetzen, das verwirrt.

 
     
     
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