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Tagesarchiv für 22. März 2011

Weltgeschichte aus den Augen eines Privatbankiers

Dienstag, den 22. März 2011 um 14:12

Dr. Konrad Hummler legt das Buch „Versuch, Irrtum, Deutung“ bei Orell Füssli vor:

Ein intelligenter Mensch ist wesentlich daran zu erkennen, in welcher geistigen Umgebung er aufgewachsen ist. Zu den bemerkenswertesten Persönlichkeiten der Schweizer Wirtschaft zählt der bis vor wenigen Jahren nur wenigen bekannte St. Galler Privatbankier Dr. Konrad Hummler, dessen charismatische Persönlichkeit ihn zu einer der zentralsten Schaltstellen der Schweiz hat werden lassen. Seine Herkunft lässt sich, ausserhalb der ihn prägenden Familie, auf drei Menschen zurückführen: Der Monetarist Karl Brunner, der ihn zum Studium der Ökonomie veranlasste; Dr. Robert Holzach, legendärer VRP der damaligen Schweizerischen Bankgesellschaft, in dessen Stab Hummler diente, und Johann Sebastian Bach, dessen Vokalwerk Hummler derzeit aufnehmen lässt, ein Unterfangen, das auf weitere 20 Jahre angelegt ist.

Konrad Hummler, geschäftsführender Teilhaber der St. Galler Bank Wegelin & Co., hat nun bei Orell Füssli die von ihm seit 20 Jahren verfassten Anlagekommentare in einem Gesamtwerk vorgelegt: „Versuch, Irrtum, Deutung“, wo auf 340 Seiten nicht nur Finanzwissen, sondern auch Zeitgeschichte zum Thema gemacht wird. Deutlich wird der Kampf der Schweiz um ihre Selbständigkeit, ausgehend von den reichen Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts, übergehend in die jüngsten Jahre heftigster Auseinandersetzungen um die Souveränität des privaten Kapitals gegen die Ansprüche aus den USA und der Europäischen Union.

Konrad Hummler ist ein Verfechter des Privateigentums, dessen Anlagekommentare nicht umsonst regelmässig über 100 000 Leser in der Schweiz und der ganzen Welt haben. Als politischer und ökonomischer Grossdenker ist Hummler stets in der Lage, aus kleinsten Spuren relevante Muster abzuleiten, die das Verhalten privater Investoren wie politischer Mandatäre zu beeinflussen vermögen. Ausgehend vom Zusammenbruch des Ostblocks, zeigt er eine Welt auf, die er als „nicht beherrschbar“ bezeichnet. Früh hat er aufgezeigt, wie der kluge europäische Investor „Abschied von Amerika“ nimmt, um sein Eigenes, oft auch Schweizerisches und Europäisches, zu bewahren.

„Versuch, Irrtum, Deutung“ ist lebendige Geschichte der jüngsten Vergangenheit, die in die Gegenwart überführt, wie es einem echten Schweizer Bankier angemessen ist.

Kardinal Kurt Kochs Kopfgeburt

Dienstag, den 22. März 2011 um 13:29

Ziemlich genau 46 Jahre nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil, das den Antijudaismus zum „schwesterlichen Gespräch“ machte, liess der römische Kardinal Kurt Koch in der Schweiz den „dies iudaicus“ ausrufen, dem in der römisch-katholischen Kirche der Schweiz fast niemand Folge leisten wollte. Jedem Pfarrer war es freigestellt, daraus „eine Demonstration der Verbundenheit“ zu machen. Es war der gleiche Sonntag, der in der Innerschweiz und dem Wallis der Erinnerung des „Heiligen Josef“ gewidmet war. Der arme Josef, dem das Kuckuckskind Jesus in die Krippe gelegt wurde, fand so wenig Erinnerung wie Verena Lenzen von der Universität Luzern, die Kardinal Kurt Koch von ihre Idee der „gegenseitigen Respektbezeugung“ überzeugen konnte.

Keine makroprudenzielle Aufsicht

Dienstag, den 22. März 2011 um 13:28

Auf die makroprudenzielle Aufsicht will die Schweizerische Nationalbank nicht mehr bestehen. Die beiden Grossbanken finden derlei zu viel, die Finma und die GPK auch. Jetzt müssen wir auf dieses wunderbare Wort verzichten, übernimmt es nicht jemand anders.

Sarkos Show in Libyen

Dienstag, den 22. März 2011 um 13:28

Die NATO habe in den arabischen Staaten einen zu schlechten Ruf, so Nicolas Sarkozy, weshalb er das Recht für sich ableitet, selber als Retter der Libyer in die Zeitgeschichte einzugehen. Die NATO kämpft also nicht an Europas Mittelmeerfront. Die Deutschen kämpfen dort auch nicht, was sich später einmal als kluger Entscheid herausstellen kann. Die Russen sind mit dem libyschen Herrscher recht verbündet, den auch Barack Hussein Obama nicht in Bedrängnis bringen möchte. Sarkos Show Libyen ist später Imperialismus, denn niemand kann bis heute sagen, wer die Demokraten in Bengasi eigentlich sind. Bis zur Stunde ist dies ein Wahlkampfkrieg, ausgelöst von einem Modephilosophen, Bernard Henri Lévy, dem unnötigerweise Menschen zum Opfer fallen. „Angie“ Merkel hat dies begriffen und bleibt zuhause.

Libyen ist kein „failed state“

Dienstag, den 22. März 2011 um 13:28

Auf der Liste der „failed states“, die von Somalia und dem Tschad angeführt wird, tauchte Libyen bisher nicht auf. Der Sudan, Zimbabwe und der Kongo sind dort zu finden, auch Afghanistan und der Irak, aber nicht Libyen. Haiti und die Elfenbeinküste haben dort die Ehre, aber nicht das Land Ghadhafis, das derzeit vom Westen bombardiert wird. Was er falsch gemacht hat, um den Zorn des Westens auf sich zu ziehen, werden wir wohl bald erfahren.

Die Nuklear-Panik

Dienstag, den 22. März 2011 um 13:28

Wenn wir die Atomkraftwerke abschaffen, wird die Energie schmutziger (Gaskraftwerke), teurer und weniger stabil. Die weltweite Erwärmung wird zunehmen, wie der besonnene Helmut Schmidt sagt.

Warum eine Carmen die FDP-Frauen führt

Dienstag, den 22. März 2011 um 8:32

Es stimmt schon, dass es die Frauen bei der FDP und in der Wirtschaft nie ganz leicht hatten. Die FDP-Frauen wurden während Jahren verkörpert von relativ „trockenen“ Deutschschweizerinnen, die dann mit dem eher unnötigen Absturz von Bundesrätin Elisabeth Kopp einen schweren Schlag erlitten. Während früher FDP-Frauen, die einen gewissen Charme aufwiesen, immer einen schweren Stand hatten, setzte sich nun die Zürcher Kantonsrätin Carmen Walker-Späh an deren Spitze, eine ebenso liebenswürdig-elegante wie sachkundige Politikerin, die vor allem Bau- und Verkehrsfragen auf ihre Fahne geschrieben hat.

Als Präsidentin der Schweizer FDP-Frauen, die auch im Vorstand der FDP Schweiz Einsitz genommen hat, will sie die klassischen Frauenthemen aktivieren: Beruf und Familie, duale Bildung und das Grossthema Sicherheit. Um gesunde Ernährung kümmert sich bei der FDP weiterhin niemand. Dazu ist der Einfluss von Nestlé und der Pharmaindustrie auf die FDP-Männer zu gross. Walker-Späh sagt denn auch: „Wir Frauen sind glaubwürdig, weil wir weniger vernetzt und damit weniger abhängig sind.“ Mindestens hat sie es damit den Männern erst einmal gegeben. To follow.

Wir haben eine Politiker-Lücke

Dienstag, den 22. März 2011 um 8:32

Alle sprechen von der Stromlücke, die bald einmal kommen wird. Schon lange aber haben wir eine Politiker-Lücke, die jeden Monat grösser wird. Wie das Beispiel des Berner SVP-Fraktionschefs Roland Jakob zeigt, der seine Pflichten als Unternehmer grob missbraucht hat; gerade in der SVP häufen sich in den letzten Monaten derlei Mitteilungen. Der rasche Aufbau der volksnahen Partei hat offensichtlich nicht immer jene hoch qualifizierten Talente zutage gebracht, die wir eigentlich bräuchten. Es wäre aber falsch, dies alleine der SVP anzulasten, denn bekanntlich sind ein grosser Teil aller Tessiner Politiker aller Parteien vorbestraft. Auch aus der Zentralschweiz und der Nordschweiz erreichen uns Nachrichten vom Versagen unserer Volksvertreter.

Jeder kann einmal einen Fehler machen, den man auch vergeben kann. Erschreckender ist die Tatsache, dass es in den Gemeinden wie den Kantonen viel zu wenig politischen Führungsnachwuchs gibt, der diesen Namen auch verdient. Deshalb spreche ich von einer Politikerlücke, die von den Parteien nur ungenügend gefüllt wird. Heute kämpft jeder Politiker nur noch für sich und seine Karriere. Übergreifende Massnahmen zur Förderung und zum Aufbau des Nachwuchses sind selten. Das ist das wirkliche Leiden unserer Demokratie. Sie wird deshalb von den Profis der grossen Konzerne, Anwaltskanzleien und globalen Beratungsbüros nicht mehr ganz ernst genommen. Diese Form der Demokratie, wo Evangelische mit Grünen und Bürgerlichen vieler Couleurs übereinander stolpern, ist eine Karikatur dessen, was unsere Vorfahren im frühen 19. Jahrhundert einmal wollten.

Was tun wir eigentlich in Libyen?

Dienstag, den 22. März 2011 um 8:32

Barack Hussein Obama will, wie er sagt, in Libyen weder einen Krieg führen noch Muammar Ghadhafi zum Rücktritt zwingen. Das ist lieb. Wieso bombardieren wir dann Libyen? Vielleicht braucht „Sarko“ eine neue Kolonie oder „Berlu“ eine grössere Provinz, wohin er sich nach seinem Rücktritt als italienischer Premierminister zu nordafrikanischen Schönen zurück ziehen kann. Und David Cameron? Als Tory träumt er sicher noch von jener Zeit, als „Britannia rules the waves“ gesungen wurde. Das libysche Sandmeer lockt.

Krieg im Mittelmeer

Dienstag, den 22. März 2011 um 8:31

Nicolas Sarkozy hat auf Anraten des Pariser Philosphen B. H. Lévy, der ihn aus Benghasi anrief, die fast unverkäuflichen Rafale-Jäger seiner Business-Freunde nach Libyen gesandt, um dort die Herrschaft des weissen Mannes wieder aufzurichten. Vielleicht hat auch eine Rolle gespielt, dass Marine Le Pen, die rechtsradikale Politikerin, ihn in der Beliebtheit beim Volk überholt hat und auch Dominique Strauss-Kahn deutlich vor ihm liegt. Jedenfalls freute dies die US-Aussenministerin Hillary Clinton, deren Geheimdienste seit Wochen via Ägypten Personal und Waffen nach Benghasi geschleust hatten, um den wilden Tripolataner zu bändigen. David Cameron, einem verarmenden englischen Volk vorstehend, suchte seine letzten brauchbaren Waffen, um derlei Tun zu unterstützen, ebenso die von den US-Amerikanern abhängigen Scheichs der arabischen Welt, jeglichen Aufstand fürchtend. Nur „Angie“ Merkel, die deutsche Kanzlerin, und deren Aussenminister Guido Westerwelle blieben trotzig in den Bunkern, eines Rommel entbehrend, der schon einmal dort vor El Alamein die letzte Schlacht verlor: No Germans to the front.

Ghadhafi ist sicher kein bequemer Zeitgenosse und die Wut der Schweizer gegen seine Ignoranz ist offensichtlich. Der „Sarko-Krieg“ erinnert jedoch fatal an späte imperialistische Abenteuer Europas, auch Englands einstige Grösse wird damit nicht wieder zu gewinnen sein. Wird Libyen euro-amerikanisch und steht dessen Wüste für Siemens und andere für die Energiegewinnung zur Verfügung, mag der Zweck die Mittel heiligen. Sicher ist dies nicht.

Zur Erinnerung 1: In Bahrein handelt der Herrscher nicht weniger brutal, aber offensichtlich ist er „unser Sauhund“, was für Muammar Ghadhafi nicht gilt.

Zur Erinnerung 2: Die Kunst des Absetzens von einstigen Freunden wird nicht nur von „Sarko“ geübt, sondern auch von Samih Sawiris. Seine Familie bekam Land von Mubarak, seine Mutter politische Ehren, aber wirklich geliebt haben will er ihn nicht. Die neue Regierung hat ihm und seinen europäischen Freunden sogar eine Ausfallgarantie für leere Sitzplätze in Flugzeugen nach El Gouna geboten. Jetzt liebt er die Schweizer, mindestens jene, die seine sehr teuren Häuser und Wohnungen in Andermatt kaufen. Armer Kerl, arme Leute, die vom westlichen Überfluss zu leben gewohnt sind.

 
     
     
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