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Tagesarchiv für 7. März 2011

Die fröhlichen Fricktaler: 27 falsche Ärzte

Montag, den 7. März 2011 um 17:02

Gleich 27 falsche Ärzte, welche den Doktortitel nicht hätten tragen dürfen, wurden im Gesundheitszentrum Fricktal mit den Spitälern Laufenburg und Rheinfelden gefunden. Spitaldirektorin Anneliese Seiler wollte damit Verwechslungen zwischen Ärzten und Pflegepersonal vermeiden. Das ist kein Fasnachts-Scherz.

SRG-Gebühren sind subventionslastig

Montag, den 7. März 2011 um 16:47

Unser neuer SRG-Generaldirektor ist hoch kommunikativ. Roger de Weck lässt uns Deutschschweizer wissen, wir müssten jährlich eigentlich nur CHF 260-300 an Radio-und TV-Gebühren zahlen; nicht einmal Werbeeinnahmen bräuchte er dann für das Programm. Das Aufgeld von rund CHF 180.—p.a. (total CHF 462.–) plus Werbeeinnahmen bedeutet eine Subvention der anderen Landessprachen durch die Deutsche Schweiz. Gottseidank weiss der Bundesrat, was er an der SRG hat, sagt der kluge Freiburger.

Es gibt die aufrechten Freisinnigen noch

Montag, den 7. März 2011 um 16:46

Besuch im Bundeshaus im Parlament: Überall sehe ich fleissige, höfliche, stets in geistiger wie körperlicher Bewegung befindliche freisinnig-liberale Politikerinnen und Politiker aus allen Kantonen, die ihr Amt ernst nehmen. Sie setzen sich ein, sie stehen dem Bürger zur Verfügung, sie kämpfen in vielen Fällen auch um die Wiederwahl im Herbst. Genau darum geht es: Die vielen guten Parlamentarierinnen und Parlamentarier, der Generalsekretär, die Sekretäre und Fachmitarbeiter der Partei wollen eine FDP am Leben halten, die seit über 20 Jahren fast nur Fehler gemacht hat. Während auf der Ebene der Gemeinden und Kantone vielerorts die FDP-Führung behauptet werden konnte, ist seit Franz Steinegger die oberste Parteiführung bis hin zu Fulvio Pelli nur schwächer geworden. Steinegger träumte überhaupt nicht, sondern machte sich zum Star, während in seinen neun Jahren als Präsident der Freisinn zum Schwachsinn wurde; Bergler sehen immer nur eine Geröllwand vor sich, die sie stets erklettern wollen. Es fehlt die Perspektive. Pelli wurde unter falschen Voraussetzungen („erfolgreicher Tessiner Politiker“) zum Präsidenten gemacht; so kurz vor den Wahlen kann man ihn nicht mehr abwählen. Verliert die Partei erneut die Wahlen, was sogar im harten Kern erwartet wird, wird der „avvocato“ einen neuen Dreh suchen, um sich als Helden darzustellen. Dabei: Nichts, was er bisher als Parteipräsident geleistet hat, war nachhaltig. Sogar der Zusammenschluss mit den Liberalen, der immer noch nicht 100prozentig ist, war eine Katatrophe, denn in der Westschweiz sind sie heute unbedeutend. In vielen Deutschschweizer Kantonen ist die Kern-FDP zerbrochen oder in Auflösung, so in St. Gallen, Basel und Bern. Im Kanton Zürich leuchten die Freisinnigen wie der Mond hinter Wolken; sie geben gelegentliche Leuchtzeichen von sich.

Die notwendige Erneuerung der FDP muss von den Parteisoldaten im Parlament aus gehen. Dort brauchen wir ab Herbst mehr denn je eine klare bürgerliche Mehrheit, die nur in der Zusammenarbeit zwischen einer selbstbewussten SVP und einer zur Erneuerung gezwungenen FDP entstehen kann. Die CVP muss sich entscheiden, ob sie dies unterstützen will, die BDP muss mitmachen, weil sie sich sonst isolieren würde.

Dieser unglaubliche Bill Clinton

Montag, den 7. März 2011 um 16:46

Es sieht so aus, als habe die USA gleich zwei Präsidenten: den an der Heimatfront kämpfenden Barack Hussein Obama und den an der Aussenfront kämpfenden Bill Clinton. Zuerst wollte er nach dem letzten grossen Erdbeben Haiti vor dem totalen Verfall retten, was nichts brachte ausser der Rückkehr von „Baby Doc“. Jetzt koordiniert er in Genf das internationale Vorgehen gegen Muammar Ghadhafi. Wenn das nur mehr bringt.

Umweltschützer gegen ökologisches Vorzeigeprojekt

Montag, den 7. März 2011 um 16:23

Der umweltbewussteste Unternehmer kann nicht in Friede Leben, wenn es den selbsternannten Umweltschützern nicht passt. Die Firma Pleisch AG, die seit Jahrzehnten im Zürcher Oberland Aktivkohle für Gasfilter produziert, möchte einen unterirdischen Lagerraum in der Landwirtschaftszone errichten. Aufgrund der ständig steigenden Nachfrage ist ein Ausbau des bestehenden Betriebes notwendig. Das dafür benötigte Land könnte nach dem Bau uneingeschränkt weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden. Jetzt droht das ökologische Vorzeigeprojekt zu scheitern. Grund: Pro Natura und die Baurekurskommission des Kantons Zürich wollen das Projekt gegen den Willen des Unternehmers und der Gemeinde verhindern. Was die Gegner des Projektes aus Prinzip – man will ein Exempel statuieren – in Kauf nehmen: Muss der Lagerraum mehrere Kilometer vom Produktionsstandort im Industriegebiet von Bäretswil erstellt werden, sind die negativen Auswirkungen auf die Umwelt durch Tausende von Lastwagenkilometern um ein Vielfaches höher als beim geplanten Projekt.
In den letzten Jahren hat die Pleisch AG grosse Investitionen für verschiedene kantonale Auflagen, Sanierungen und Erweiterungen in den heutigen Standort getätigt. Die Expansionsmöglichkeiten sind aber begrenzt. In der gegenwärtigen Wirtschaftslage erachtet das Unternehmen das Risiko einer Betriebsverlegung als zu hoch und somit für das Unternehmen nicht finanzierbar.
Auch die Gemeinde, welche das Ausbauprojekt unterstützt, hat ein Interesse, den wichtigen Arbeitgeber und Steuerzahler in der Gemeinde zu behalten. Für die Pleisch AG ist der Bau eines Lagers fernab des Firmengeländes keine Option. Laut einer Studie des Wirtschaftsprüfungsunternehmens PWC würde der Betrieb eines Aussenlagers nicht nur den Zielen der nachhaltigen Raumplanung und dem haushälterischen Umgang mit dem Boden widersprechen, sondern hätte auch negative Folgen für Mensch und Umwelt:

• Zusätzliche Transportleistung von über 14‘000 Kilometern pro Jahr (Zu- und Wegtransport)
• Lärmbelastung durch jährlich 1‘200 Fahrten mit Lastwagen
• Ausstoss von Feinstaub, Kohlendioxid und Stickoxide (durch Lastwagen)
• Verschlechterung der CO2-Bilanz durch Abgase
• Eingriffe ins Landschaftsbild

Soll die Pleisch AG weiterexistieren, so macht der Bau des unterirdischen Lagers Sinn. Der haushälterische Umgang mit dem Boden, die Maxime des Raumplanungsgesetzes aus dem Jahr 1979, ist damit getan. Die Frage sei deshalb erlaubt: Worum geht es Pro Natura?

Philippe Welti

Die Vernichtung des selbständigen Denkens

Montag, den 7. März 2011 um 10:10

Wer 40 Jahre überblickt, darf sicher sein: Die Vernichtung des selbständigen Denkens ist Teil der europäischen und Schweizer Bildungspolitik. Deshalb schreibt in Frankreich ein 90jähriger Mann ein Buch „Erhebt Euch!“ und fordert die Jugend auf, sich nicht alles gefallen zu lassen. Wer von den Schweizer Universitäten und Fachhochschulen kommt, kann sich nur selten schriftlich gut ausdrücken. Die kleine Elite derjenigen, welche über solche Möglichkeiten noch verfügen, sei es durch die familiäre Umgebung oder Talent, genügt bei weitem nicht für die Bedürfnisse der Volkswirtschaft. Die kantonale Kulturministerkonferenz kürzt laufend die Zeit- und Finanzbudgets für die Lehrerausbildung, ganz wie seit Jahren auch für die Ausbildung von Medizinern, sodass wir ein geistiges Prekariat heranziehen, das kaum nicht verstehen kann, was in der Welt vor sich geht. „Für die Bearbeitung komplexer Themen haben wir keine Zeit mehr“, sagte mit unlängst das Mitglied der Chefredaktion einer Schweizer Wirtschaftszeitschrift. Geistige Armut geht mit materiellen Zwängen einher und das in einem Land, das sich weiterhin als wohlhabend bezeichnet. Dazu passt, dass weder unser Innenminister noch unser Wirtschaftsminister, beide Vertreter der FDP, in dieser Situation zu grossen Würfen fähig sind. Die 100 führenden Konzerne der Schweiz tun ohnehin, was sie wollen und benutzen die Politik nur als Transmissionsriemen zur steuerlichen und anderen Umweltoptimierung, weshalb die „Gestaltungskraft“ unserer Parteien sich auf operative Verbesserungen (Einbeziehung der Alten und der Frauen in die Wirtschaft) und die Verteilung kleinerer Subventionen (Tourismus) beschränken muss. Um sein Ansehen zu wahren, darf das Schweizer Volk unter Führung seines freisinnig-sozialdemokratischen Bundesrats weiterhin hunderte von Millionen Franken an „arme Regimes“ spenden, wo man erst in zehn Jahren wissen wird, wer das Geld wirklich kassiert hat. Merke: Die Entmündigung des Schweizer Volkes ist in vollem Gang; da es alt und meist gut gesättigt ist, verdrängt es die Reste jener Wirklichkeit, die ihm ohnehin wenig geheuer ist.

Wie heisst jener Kohn?

Montag, den 7. März 2011 um 10:10

Er hat sechs Oscars oder mehr, wohnt in Basel, heisst Kohn und hält sich für sehr wichtig. Unlängst sandte er mir alle seine Filme, auch solche, die nur Oscar-verdächtig waren, damit ich endlich zur Kenntnis nehme, wie bedeutend er sei. Kohn küsst alle Stars, einmal auf die Wange, dann auf die Hand, womit er seine Weltläufigkeit beweist, lobt, als Mitglied der Akademie, die Oscar-Anlässe und hebt darob den Kopf. Oscar-Verleihungen? Welche trostlose Langeweile. Es wäre mir keine hundert Franken wert, dort teilzunehmen. Mein zweites Ich fragt mich: Spinnst Du? Kohn ist ein Star aus Basel. Ich frage zurück: Was heisst es, in Basel ein Star zu sein?

 
     
     
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