Über uns Dienstleistungen Agenda Medien Publikationen Kontakt  

Weblog

Tagesarchiv für 2. März 2011

Die beiden Komödien-Karls

Mittwoch, den 2. März 2011 um 14:20

Karl-Heinz Grasser war sieben Jahre österreichischer Finanzminister und heiratete in eine Nebenlinie der reichen Tiroler Swarovskis ein. Geld plus Macht plus Sexappeal machten ihn zu einem Star, der stürzte, um bis heute weder Demut noch Schuldbewusstsein zu zeigen. Karl Theodor von und zu Guttenberg hat alle diese Attribute auch, kann aber noch einen fränkischen Adelstitel hinzufügen. Seine deutsche Ministerzeit war weder glücklich noch erfolgreich, bis man auf seine gefälschten Arbeiten kam. Beide „füllten ihre Ämter mit Freude aus.“ Beide fliegen heute, wie Schmetterlinge, denen man einen Flügel ausgerissen hat, knapp über dem Boden. Jeder kann sie zertreten.

Warum finanzieren wir Untergrund-Organisationen?

Mittwoch, den 2. März 2011 um 14:20

Das EDA finanziert mit derzeit CHF 100 000.– pro Jahr Menschenrechts-Organisationen, so vor allem in Ägypten. Es liesse sich sagen, diese Operation sei erfolgreich gewesen, denn der ägyptische Staatschef Mubarak wurde von derlei Organisationen gestürzt, Muammar Ghaddafi sagte, ihn hätte Al Kaida angegriffen, was dann auch bestätigt wurde. Dennoch sei die Frage erlaubt, was wir mit der Finanzierung solcher Gruppen bezwecken. Es handelt sich aus Sicht der betroffenen Regierungen um subversive Organisationen, die das geltende Regierungssystem unterwandern.

Pius Knüsel und die künstlerische Realität

Mittwoch, den 2. März 2011 um 14:20

Der halbstaatliche Kunstvermarkter Pius Knüsel, zuerst als Sponsoring-Chef der Crédit Suisse, dann als CEO der Pro Helvetia bekannt geworden, sagt: „Es ist die Realität, welche die Kulturpolitik antreiben muss.“ Der Satz geht ein wie Butter: Nuovo Realismo in der Eidgenossenschaft? Natürlich stimmen Aussage und Praxis mitnichten zusammen, denn welche der vielen Schweizer Realitäten will diese bürokratische Pro Helvetia abbilden? So flüchtet man sich „in das kulturelle Potential der Computerspiele“. Knüsel macht das sicher nichts aus, denn das kulturelle Potential des Unfugs ist bisher noch nirgendwo erforscht und dokumentiert worden.

Nur scheidende Politiker sagen (manchmal) die Wahrheit

Mittwoch, den 2. März 2011 um 14:19

Gaston Guex, der Zumiker Goldküsten-FDP-Kantonsrat scheidet demnächst aus dem kantonalen Parlament aus Altersgründen aus. Er ist eine sehr sympathische Persönlichkeit, stets auf die Volksrechte bedacht. Als Kämpfer gegen die Südanflüge, die eine weitere Karriere als Verwaltungsrat in nennenswerten Firmen ausschliesst, sagt er heute: „Wir haben gegen Windmühlen gekämpft. Der Bundesrat bremste (Anm.: die Gegner des Fluglärms) und die Zürcher Regierung agierte halblahm.“ Das ist es, Bundsrat und Zürcher Regierung haben ihr Volk verraten, immerhin über 200 000 Menschen, die vom Fluglärm betroffen sind, weil die Interessen des von deutschen Firmen beherrschten grössten Flughafens der Schweiz wichtiger waren.

2 Mia. USD für den US-Präsidialamt

Mittwoch, den 2. März 2011 um 8:42

Wer 2012 US-Präsident werden will, muss deutlich über einer Milliarde USD investieren können, sein Konkurrent nicht viel weniger. Damit steigt der Preis für das US-Präsidialamt auf USD 2 Mia. an. Bush und Gore machten es noch für USD 300 Mio, Bush gegen Kerry war schon USD 670 Mio. wert. Obama gegen McCain kostete erstmals eine gute Milliarde Dollars. In England und Deutschland haben sich ähnliche Entwicklungen abgezeichnet. In der Schweiz, wo die kommenden Nationalratswahlen von den Parteien mit gut CHF 10 Mio bestritten werden sollen, ist dies in einem Masse unprofessionell, dass Amerikaner nur darüber lachen können. Diese Zahl stimmt natürlich nicht, denn den kantonalen Aufwand eingerechnet, dürfte auch die kommenden Nationalratswahlen, den Aufwand der Parteien, der Politiker und befreundeter Kreise mit einberechnet, einiges über CHF 500 Mio. kostet. Damit liegen wir sogar über demjenigen, was die Amerikaner aufwenden.

Wunderfirmen ohne Arbeitsplätze

Mittwoch, den 2. März 2011 um 8:42

Wikileaks hatte also drei feste Mitarbeiter und war nahezu pleite, als es die US-Dossiers publizierte. Facebook, das als Superstar der neuen Wirtschaft gilt, hat knapp 2000 Mitarbeiter. Twitter, das alle Politiker einsetzen wollen, um ihre Fans zu halten, kommt weltweit mit 300 Mitarbeitern über die Runden, eBay mit immerhin 17 000. Kein Vergleich mit den alten Industrien, die Millionen beschäftigen, auch heute noch.

Was machen wir mit den anderen Menschen? Eine Milliarde hungert, weitere zwei Milliarden sind bitter arm. Mit Entwicklungshilfe, die seit 60 Jahren wenig erfolgreich ist, ist da wenig zu machen. Würde ich in einem dieser armen, z.Bsp. nordafrikanischen Staaten leben, würde ich auch demonstrieren – oder nach Europa auswandern, solange dort noch Geld ist.

Lernen ohne Folgen

Mittwoch, den 2. März 2011 um 8:42

Freitagabend, als mich der Satz anspringt: „Die Diskussion über Max Weber hat in Japan eine lange Tradition.“ Ja aber, was haben die Japaner daraus gelernt? Das Wissen bliebt in den Hochschulen und akademischen Papieren, die Unternehmer hat dies wenig interessiert.

 
     
     
Home Kontakt Sitemap Weblog Home
Home | Über uns | Dienstleistungen | Agenda | Medien | Publikationen | Kontakt | Sitemap | Weblog