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Tagesarchiv für 1. März 2011

Die Konkordanz geht zu Ende

Dienstag, den 1. März 2011 um 16:28

Seit 1943 haben wir ein konkordantes System, das 1959 angepasst wurde, dessen Ende absehbar ist. Die SVP unter Führung ihres Chefstrategen Dr. Christoph Blocher strebt eine bestimmende Mehrheit an, im Idealfall 51 %, die sie regierungsfähig macht. Weil dies kaum erreichbar sein wird, ist eine Regierungskoalition mit der FDP der nächste sinnvolle Schritt, um eine bürgerlich-global erfolgreiche Schweiz politisch und wirtschaftlich wettbewerbsfähig zu machen. Die grössten Schweizer Unternehmen haben nichts dagegen, viele andere auch nicht. Am 23. Oktober wird sich zeigen, ob Dr. Christoph Blocher diesem Ziel näher kommt. Seine Partei führt einen janusgesichtigen Wahlkampf: Alles für das Schweizer Volk, die Macht aber den wenigen Entscheidern aus der Wirtschaft. Die FDP, längst den Anschluss verloren habend, kann nur noch als Juniorpartner der SVP an der Regierung bleiben. Ob die CVP den Anschluss schafft, muss derzeit offen bleiben. Ob die CVP den Anschluss schafft, muss derzeit offen bleiben. Die Konkordanz, deren Mythos ohnehin grösser ist als die Realität, wäre dann nach knapp 70 Jahren, eine abgeschlossene Phase der Schweizer Geschichte.

Die Salärdiskussion ist nicht zielführend

Dienstag, den 1. März 2011 um 16:27

Wenn 100 Menschen in der Schweiz sehr grosse Jahreseinkommen haben, wie dies bei Daniel Vasella und anderen der Fall ist, sollten wir dies akzeptioeren. Längst ist der Röstigraben eine romantische Veranstaltung, die kaum noch von Interesse ist, aber der Einkommens- und Vermögensgraben ist viel bedeutender. Wir haben, mit Unterstützung von Bundesrat und kantonalen Regierunen, eine A-Schweiz der sehr Wohlhabenden geschaffen. Wer revoltiert, zählt zur B-Schweiz, der die Situation nicht verstanden hat. Die Schweiz ist keine Landesgemeinde mehr, wo jeder den Säbel führen darf; sie ist ein Land mit grossen und wachsenden sozialen Unterschieden mit einem starken, aber zunehmend schwächeren Mittelstand. Die A-Schweiz überholt die B-Schweiz; gerade Romantiker sollten dies beachten.

Der Rudolf Steiner-Verwertungsprozess

Dienstag, den 1. März 2011 um 13:45

Was wäre Europa trostlos ohne die halb oder ganz wahnsinnigen Träumer und Aussenseiter, wie es Rudolf Steiner einer war. Der Untergang des Krupp-Konzerns oder von Lehman Brothers, deren Topmanager sich stets als „Masters of the Universe“ bezeichneten, ist weniger berührend als der Aufstieg jenes Österreichers, der eine Religionsphilosophie und eine Lebenskunst entwickelte, welche bisher ein ganzes Jahrhundert überdauerten. Anlässlich des Festaktes zu seinem 150. Geburtstag am Goetheanum in Dornach kam dann allerdings der Rudolf Steiner-Verwertungsprozess zur Geltung, wo ein Otto Schily und diverse Regierungsräte in Begleitung anderer Schöngeister seinen „Appell an die Menschlichkeit“ würdigten. Merke: Wir machen klein, weil wir nicht grösser denken wollen. Das war Steiners Sache nicht, der Glanz nur dort zuliess, wo er Substanz vermutete. Wer ihm, wie die FAZ dies tat, ein gewisses Schlawinertum zusprach, muss sich nicht wundern, wenn diese sich dann auch einfinden.

Warum ich keine Schweizer Literatur mehr lese

Dienstag, den 1. März 2011 um 10:48

Alex Capus braucht in seinem neuen Roman „Léon und Louise“, erschienen bei Hanser in München, ein halbes Jahrhundert, zwei Weltkriege, einen Luftangriff und „Hitler persönlich“, um die Geschichte zweier junger Menschen zu erzählen, von denen der Mann zuerst stirbt. Was Weltliteratur sein soll, bleibt Courths-Mahler. Noch schlimmer die Werke des „Erfolgsautors“ Martin Suter, der von Grosskritikern, wie Ulrich Greiner es ist, zu recht zerrissen wird. Sie triefen von Larmoyanz. Grosse Literatur entsteht heute nur ausserhalb der Schweiz (hoffen wir auf einen Altmeister, E.Y. Meyer in Bern, der an seinem grossen Schlussepos arbeitet), denn bei uns steht die Welt stille, versinkt in Betrachtungen des Alten und des eigenen wie fremden Ichs. Die heftigen Stürme wehen andernorts.

Wir wird man ein Alpha-Tier?

Dienstag, den 1. März 2011 um 10:47

Alpha-Tiere erkennt man daran, dass sie an Soldaten vorbei marschieren, wobei die Alpha-Tiere aggressiv-freundlich lächeln, die Soldaten aber nicht den Kopf bewegen dürfen. Alpha-Tiere kümmern sich in Gesprächsrunden und Talks überhaupt nicht um die Interessen der anderen, sondern fahren dazwischen, indem sie triumphierend ihre eigene Erkenntnis mitteilen. Nur die sehr klugen, meist alten Alpha-Tiere

 
     
     
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