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Tagesarchiv für 25. Februar 2011

Geld verstehen lernen

Freitag, den 25. Februar 2011 um 15:09

Wo sollen wir künftig investieren? Worauf müssen wir achten, wenn wir reich werden oder reich bleiben wollen? Was heisst es, in der heutigen Zeit unternehmerisch zu denken? Einer, der es weiss, ist Mathias Morgenthaler, Journalist und Autor des Buches „Beruf und Berufung“. Er moderiert am 5. März das Podiumsgespräch mit Antoinette Hunziker-Ebneter, Robin Cornelius und Heinz Kaegi am 1. Geld- und Investment-Symposium im KKL Luzern zum Thema „Geld verstehen, Zyklen nutzen, inspiriert sein“. Anmeldungen zum Sonderpreis jetzt auf:

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Mirjam Belz

Was tun Grossbanken eigentlich?

Freitag, den 25. Februar 2011 um 10:08

In den USA laufen die grossen Banken gegen das „databoard“ Sturm, das die Aufsichtsbehörden gerne einrichten würden, um zu wissen, was im Fall Lehman nicht der Fall war, wer mit wem wieviele Deals abwickelt. Den Grossbanken gelingt es grossartig, ihre Geschäfte im Dunkel der grossen Computernetzwerke abzuwickeln: 583 Milliarden USD sind an Derivat-Kontrakten in den USA ausstehend. Über Europa wissen wir noch viel weniger: Verpflichtungen von 7 Mia. Euro, was immer dies heissen mag.

Wie kann eine Gesellschaft auf Dauer damit leben, dass eine zentrale Dienstleistungsbranche, wie die Grossbanken es sind, sich mehr oder weniger weigert, ihre Risiken offen zu legen? Lösen die beiden Grossbanken UBS und CS-Group eine neue Finanzkrise aus, wie dies im Falle des Teams „Ospel & Co.“ der Fall gewesen ist, werden sich die Verantwortlichen vielleicht entschuldigen, aber zahlen muss der Mittelstand, denn „das Volk“ hat kaum Geld. Dies ist ein Grund, weshalb Nationalbank-Präsident Philipp Hildebrand zurecht eine stärkere Rolle für die Nationalbanken fordert.

Oswald J. Grübel von der UBS hat sich zu riskanten Geschäften bekannt, denn er will einen ROE von über 20 %, was mit normalen Hypothekarkrediten kaum zu schaffen ist. Merke: Selbständig ist nur, wer den Durchblick hat; im Falle der beiden Grossbanken haben wir ihn nicht. Die von dort ausgehenden Gefahren sind bedeutender als die von Kernkraftwerken.

Berlusconi ist mehr als Rubygate

Freitag, den 25. Februar 2011 um 10:07

Ein alternder Milliardär, einer der reichsten Männer Europas, der sich kleine Mädchen zuführen lässt, wie einst Mao Tse Tung nach seinen grossen Reden (ganz auch wie Mussolini, der darob sehr stolz war), das ist für viele degoutant. Für die kleine Marokkanerin Ruby war es die Chance ihres Lebens, nicht wahr?

Es liegt mir fern, Silvio Berlusconi zu verteidigen, denn ausser sich selber kannte er niemand; seine befreundeten Anwälte sitzen bereits im Gefängnis – für ihn.

Doch Italien, das er seit 1994 führt, schneidet so schlecht nicht ab. Die Verschuldung der Privatpersonen und der privaten Firmen ist eine der niedrigsten in Europa. „Die industrielle Struktur ist sehr diversifiziert und dadurch widerstandsfähig“, sagt Mario Draghi, der Präsident der EZB werden möchte. Das Defizit der italienischen Leistungsbilanz ist begrenzt, das Haushaltsdefizit nicht ausser Kontrolle. Die laufenden Staatsschulden sind erst in gut sieben Jahren zurück zu bezahlen.

Ist dies Silvios Werk? Ein wenig schon. Er hat bewiesen, was schon Ludwig Erhard wusste, je weniger der Staat regiert, desto besser für die Wirtschaft. Nur die Mädchen, das ist sein sehr italienisches Problem. Nun werden drei wenig attraktive Frauen über ihn richten; das sieht nicht gut aus.

Henry, please come back!

Freitag, den 25. Februar 2011 um 10:07

Henry Kissinger, ein Europäer, der Amerikaner wurde, hat viel Mist gebaut, aber ein genialer National Security Adviser war er doch. Er hatte eine Strategie in Asien, im Mittleren Osten und in Lateinamerika, zynisch und blutig des Öfteren. Sein heutiges Pendant, Gen. James L. Jones, hat Barack Obama in Nordafrika eine seiner schlimmsten Niederlagen bereitet. Sind geborene Nordamerikaner überhaupt geeignet, die Welt zu verstehen; ich zweifle daran. Nur eine Kombination zwischen Europäern (Griechen) und Amerikanern (Römern) kann die Herrschaft des Westens auf einige Zeit sichern. Die Amerikaner alleine sind blind wie Mäuse bei der Geburt; sie begreifen nicht, wie die Welt tickt.

 
     
     
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