Über uns Dienstleistungen Agenda Medien Publikationen Kontakt  


Malik, Harvard oder Fiechter?

14. Februar 2011 um 14:56

Es ist merkwürdig, denn in Deutschland sind eine ganze Reihe grosser Banken und Familienkonzernen in den Abgrund gefahren worden, in den USA gehen weiterhin jährlich Hunderte von Banken bankrott und der ganze Nordwesten der USA ist pleite. Rund um da das Mittelmeer, in Afrika wie in Europa, befinden sich die Staaten im Chaos-Zustand und Millionen von grossen und kleinen Unternehmern wissen nicht, ob es sie in einem Jahr noch geben wird.

Solches nennt sich Marktwirtschaft oder „gelenkte Marktwirtschaf“. Während Jahren, so in Griechenland, aber nicht nur dort, haben die MBA’s der angesehensten US-Business-Schulen diese Staaten und die grössten Firmen beraten: McKinsey, Boston Consulting, Bain, aber keiner will heute schuld daran sein, dass der Konvoi in die falsche Richtung gefahren ist. Was bedeutet dies?

-Harvard schämt sich und sucht mit europäischen Rezepten wieder auf die Beine zu kommen. Man plädiert für „shared values“, welche die Bedürfnisse der ganzen Gesellschaft erfüllen sollen. Michael E. Porter, die alte Harvard-Kampfmaschine, hat alles vergessen, was er früher schreib. Jetzt will er Verantwortung übernehmen und teilen. Larry Summers, ökonomisches Showstar-Schwergewicht, ist bereits wieder angetreten, uns Europäer zu belehren.
-Derwil hat der St. Galler Unternehmer Fredmund Malik, der heute eine weltumspannende Beratungsfirma leitet, sein neues Buch „Strategie“ (Campus Verlag) vorgelegt, worin er mit bei ihm üblicher Unterkühltheit das „Navigieren in der Komplexität der neuen Welt“ lehrt. Malik, der den us-amerikanischen Führungsprinzipien nie getraut hat und der ob seiner unabhängigen Analyse von Peter F. Drucker zu seinem besten Nachfolger im Geiste ernannt wurde, sieht die Harvard-Professoren Rettung suchen in jenen Felder, die er schon seit 30 Jahren beackert. Sein Lächeln bleibt distanziert höflich, seine Skepsis vor derlei oberflächlichem Getue ungebrochen. Wass das „manager magazin“ Maliks „Magie“ nennt, ist nichts anderes als in Jahrezehnten gewachsenes und erpfobtes Wissen, das er nun in seinem neuen Werk zur Verfügung stellt:
-Die Welt ist in einem Umbruch wie vor 200 Jahren.
-Die SuperSyntegration à la Malik löst unternehmerische Probleme, die andere Berater gar nicht verstehen, innert kürzester Zeit.
-Wer strategische Fehler macht, muss sich über missglücktes operatives Management nich wundern (Anm.: Swissair, UBS-Konzern unter Ospel etc.)

Prof. Dr. Fredmund Malik, Schweizer österreichischer Herkunft, wie Peter F. Drucker auch, sieht die Welt in einer sich weiterhin vertiefenden Krise. Er bietet deshalb Erkenntnis und Instrumente an.

-Derweil kommt, schon wieder aus St. Gallen, der 37jährige Oliver Fiechter, der über seine Firma ISG Institut AG, 30 feste Mitarbeiter, die „Ökonomie 3.0“ verkauft, die Ökonomie des 21. Jahrhunderts. Fiechter schreibt gerade sein gleichnamiges Buch fertig, hat mir PriceWaterhouseCoopers einen wichtigen Lizenznehmer gewonnen, und 40 % seines jungen Unternehmens an die bekannte IT-Firma Abraxas verkauft, welche die „Ökonomie 3.0“ in der Verwaltung verankern will. Fiechter ist wie Malik der Auffassung, dass wir inmitten eines politischen und wirtschaftlichen Wechsels stehen: der „Ökonomie 1.0“ (Landwirtschaft) folgte die „Ökonomie 2.0“ (industrielle Gesellschaft seit 1850), deren Zeit nun zuende geht. Mit seiner „Ökonomie 3.0“ ist Fiechter bei vielen grossen Dienstleistungsfirmen schon voll unterwegs, die Beziehungen zwischen Kunden und Konzernen ins Gleichgewicht zu bringen. Erstmals in der Geschichte ist der Kunde nicht der Mittelpunkt, wie seit 50 Jahren falsch erzählt wurde, sondern er steht gleichberechtigt neben dem Unternehmen; die Interessen beider verschmelzen miteinander.

Was lernen wir daraus? Harvard, und mit ihm alle anderen US-Hochschulen, haben keine neuen Rezepte, nachdem ihre alten von Enron bis Lehman Brothers versagten. Malik ist der führende Management Consultant nicht nur in der Schweiz, sonder vielerorts in der Welt. Oliver Fiechter rückt nach. Beide sind im Begriff, von St. Gallen aus die Welt zu verändern. Nicht wie die Amerikaner, um die anderen ärmer zu machen, sondern um Wohlstand zu ermöglichen.

Einen Kommentar schreiben:

 
     
     
Home Kontakt Sitemap Weblog Home
Home | Über uns | Dienstleistungen | Agenda | Medien | Publikationen | Kontakt | Sitemap | Weblog