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Tagesarchiv für 11. Februar 2011

Kulturell-religiöse Selbstaufgabe Europas

Freitag, den 11. Februar 2011 um 14:43

Die europäischen Spitzenpolitiker, vor allem der linksgrünen Parteien verlangen „gleiche Chancen“ für den Islam in Europa, um einen Kulturkampf zu vermeiden. Ich finde das vernünftig, aber nur dann, wenn die ganz konkrete Verfolgung von 100 Mio. Christen in vor allem islamischen Staaten mit Hilfe unseres politischen Drucks beendet wird. Es kann doch nicht sein, dass das christliche Europa vor einer Religion buckelt, die das Christentum im eigenen Land systematisch unterdrückt und verfolgt. Wir leiden schon unter der dritten abrahamitischen Religion, deren Vertreter seit Jahrzehnten nur Ansprüche stellen, ohne sich selber nach aussen zu öffnen.

Das Christentum ist in einem Masse geschwächt, dass man sich als Christ nur schämen kann. Das „Rom der Reformierten“, Genf, ist seit langem mangels Geist und Glaube untergegangen. Der Vatikan schleudert seit vierzig Jahren zwischen linken und rechten politischen Polen hin und her, sodass kaum jemand mehr römisch-katholischer Priester werden will. Die orthodoxen Kirchen, einschl. der Kopten, sind irgendwo im 19. Jahrhundert stehen geblieben: unbeweglich, in sich gekehrt, autistisch.

Der gebildete Islam, der uns die Renaissance schenkte, ist ein Licht der Welt. Der wahabitisch-sunnitische Islam, der alles verlangt und nichts bietet, sollte auf Distanz gehalten werden. Schuld an dieser Entwicklung in Europa sind ohnehin nur die Auto-, TV- und anderen Konzerne, die tausenden von Firmen, die uns die Zuwanderung von Moslems gebracht haben, mit der unsere Politiker jetzt nicht mehr fertig werden.

Auf die Strasse!

Freitag, den 11. Februar 2011 um 14:43

Bei uns gehen die Bauern gerne auf die Strasse, um Milch oder Müll auszukippen, am häufigsten die Gutmenschen der Drittwelt-Organisationen, die Gewerkschaften nur selten und immer erfolgloser. Die SVP demonstriert ihre Frustrationen in Dorfschenken und auf Blumenwiesen. Ganz anders andernorts: Die Ägypter demonstrieren wegen wachsender Armut und steigenden Nahrungsmittelpreisen. In England gehen die Menschen in den Dörfern auf die Strasse, weil die konservativ-liberale Cameron-Regierung ihre kleinen Bibliotheken schliessen will. Bildung ist dort offensichtlich nur noch auf Hochschulniveau gefragt.
Der Schweizer UBS-Konzern gibt stolz neue Milliardengewinne bekannt, die nur dem Personal, vor allem aber den „oberen 200“ zu gute kommen. Am meisten Geld erhalten die US-Manager der Bank, die noch immer keine Gewinne schreiben. In diesem und zwei weiteren Jahren zahlt der UBS-Konzern deshalb keine Gewinnsteuern. Dividenden zahlt er auch nicht. UBS-Mitarbeiter in der Schweiz gehören in diesem Konzern ohnehin zur B-Klasse, da die Amerikaner im Schnitt fast doppelt so gut bezahlt werden. Kein Wunder, ist die Führung doch deutsch-amerikanisch geprägt mit einem Innerschweizer alt Bundesrat als Schamschürze.
Macht das Schule, werden auch bei uns bald einige auf die Strasse gehen. Irgendjemand muss die gepflegte, solide und funktionierende Schweiz finanzieren. In der Biologie nennt man Lebewesen, die von den Leistungen anderer profitieren, ohne selbst etwas zu liefern, Schmarotzer.

Wo lebt die NZZ?

Freitag, den 11. Februar 2011 um 14:42

Gestern Abend bin ich nicht bis 23.20 aufgeblieben, um einen qualitativ hochstehenden Film im „NZZ Format“ im Schweizer Fernsehen zu geniessen. Ich entschuldige mich bei der Redaktion wegen meiner unzureichenden Energie, die Ausdruck eines ungenügenden Bewusstseins ist. Es handelte sich um eine zweifellos weltbedeutende Reportage über die Verwandlung einer Kuhhaut in Lederschuhe; „Von der Kuh zum Schuh“ geistesblitzte es der Redaktion. Angesichts meines schlechten Gewissens will ich nun versuchen „NZZ Format“ am 17. Februar zur gleichen nächtlichen Stunde einzuschalten. Es lockt der Film „Poesie der Vergangenheit – Autofriedhöfe.“ Hilfe! Hoffentlich schafft der neue VR-Präsident der NZZ-Gruppe derlei Spiele zur Geisterstunde ab. Präsident der NZZ-Gruppe derlei Spiele zur Geisterstunde ab. Die Poesie der Vergangenheit ist für pensionierte Sek-Lehrer oder Mönche nach dem letzten Abendgebet. Die Poesie der Gegenwart finden wir andernorts.

Fiel Gottschalk’s Samuel der Werbung zum Opfer?

Freitag, den 11. Februar 2011 um 14:24

Jetzt fehlt nur noch, dass der in Nottwil liegende Samuel, der in „Wetten, dass…“ fast sein Genick brach, der Werbung zum Opfer fiel. Bei den Probesprüngen waren die Autos tief verpackt. In der Sendung musste Samuel darauf verzichten, was ihn seine Gesundheit kostete. Wir müssen nur noch wissen, wie viel die Autohersteller zahlten, damit man ihre Karossen auch gut sehen konnte.

Pellis Sieg über den Heiligen Christophorus

Freitag, den 11. Februar 2011 um 9:21

Wie der St. Galler Privatbankier Dr. Konrad Hummler in einem Kommentar in der „Neue Zürcher Zeitung“ unseren in Bern Regierenden vorgeworfen hat, sie liessen das Volk zu falschen Fragen abstimmen, ist derzeit völlig unklar, wonach die Wahlberechtigten im Herbst dieses Jahres ihre Partei- oder Personen-Präferenzen gestalten sollen.

Üblicherweise sind Gewohnheit und Ärger wichtige Motivatoren für die Wahl eines Kandidaten für National- und Ständerat. Ganz wesentlich geworden in den letzten zehn Jahren ist der Einfluss von Industrie- und Handelskammern, Gewerbeverbänden und des Hauseigentümerverbands angestiegen, während die Gewerkschaften und die Kirchen an Einfluss auf den Wähler verloren haben.

Welche Themen werden im Herbst dominieren? Von der SVP angetrieben, dürften dies die Migration/Einwanderung sein, eine als zu grosszügig empfundene Praxis der Freizügigkeit und die zunehmende Zersiedelung der Schweiz. Die zunehmend härtere Haltung der EU-Behörden gegenüber Schweizer bilateralen Forderungen wird vor allem der SVP zugute kommen.

Wie sehr die SVP das innenpolitische Klima bestimmt, zeigt die, nur um Zentimeter versetzt, im Fahrwasser der SVP schwimmende („Aus Liebe zur Schweiz“) Freisinnig-Liberale Partei. In sechs Fulvio Pelli-Jahren ist es ihr nicht gelungen, ein eigenes Parteiprogramm, das den Namen verdient hätte, auf die Beine zu stellen. Bei der CVP und den anderen Kleinparteien sieht es nicht besser aus, die SP Schweiz mit eingeschlossen. Sieger dürften auch, aber in eher bescheidenem Umfang, die Grünen und Grünliberalen Parteien sein, die als politische Fata Morganas besser aussehen, als sie bisher geliefert haben.

Die SVP wird nach einem Wahlsieg, weil ihr wenig anderes übrig bleibt, die Zusammenarbeit mit der FDP suchen. Es ist durchaus möglich, dass beide zusammen über 50 % der Stimmen erreichen. Fulvio Pelli wird sich dann zum Wahlsieger erklären, weil er die SVP „überwunden“ hat, und SVP-Chefstratege Dr. Christoph Blocher wird sich mehr denn je als Heiliger Christophorus fühlen, bereit, die Schweiz auf seinen Schultern durch den stürmischen Fluss der Gegenwart in die Zukunft zu tragen.

Schwankungen sind Chancen

Freitag, den 11. Februar 2011 um 9:21

Schweizer Forscher, die mit einem EU-Budget leben müssen, jammern, sie hätten in Schweizerfranken ein Viertel weniger an Geld zur Verfügung als vorgesehen. Sie wollen diese Schwankung ausgleichen, indem sie Universitäten finden, die noch ein wenig mit forschen und mitfinanzieren wollen. Wenn die Touristiker zu recht über zu viel Wärme und zu wenig Naturschnee klagen, ist dies den Betreibern von Staudämmen gerade recht. Die schmelzenden Gletscher füllen ihre fulminanten Wasserlager besser als in früheren Jahren. Merke: In diesen wirren Zeiten sind auch kurzfristige Chancen letztlich Chancen.

 
     
     
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