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Tagesarchiv für 9. Februar 2011

Retten die Kantone die FDP?

Mittwoch, den 9. Februar 2011 um 13:48

Fulvio Pelli, dominanter Präsident der FDP Schweiz, ward seit Jahresanfang nur wenig gesehen. Der Tessiner Radikale hat erkannt, dass er in der Deutschen Schweiz keinen Stich macht kann und bereitet mit seinen Getreuen eine Werbekampagne vor, die man als B-Version der SVP-Kampagne bezeichnen kann. Da nationale Wahlen ohnehin auf kantonaler Ebene entschieden werden, jedoch mit schlechteren Ergebnissen, wenn die nationalen Zugpferde lahmen, lohnt sich ein Blick in einzelne Kantone:

– Im Kanton Zürich rechnet nicht einmal die FDP damit, dass sie ein besseres Ergebnis als vor vier Jahren erzielen wird. „Aus Liebe zur Schweiz“ soll man die beiden Regierungsräte Ursula Gut und Thomas Heiniger wählen. Für die meist älteren Stammwähler dürfte dies reichen, aber diese sterben aus.

– In den beiden Kantonen Basel-Stadt und Bern tritt die FDP wie eine Lokomotive ohne Motor auf. Es ist kein Personal mehr da, dem man etwas zutraut.

– In St. Gallen ist man froh, die Reste der einstigen freisinnigen Festung halten zu können; im Thurgau herrscht ohnehin die SVP.

– Die Innerschweizer Kantone sind in einer schwierigen Gemengelage, wo für die FDP am Wahltag vieles von Zufällen abhängen wird.

– In den Westschweizer Kantonen löst sich die FDP seit langem mangels Köpfen auf; die Teilintegration der einstigen Liberalen Partei hat stabilisiert, aber keinen neuen Aufbruch zur Folge. CVP und SVP/UDC setzen vermehrt auf christliche Werte, die den Freisinnig-Liberalen eher fremd sind.

– Im Kanton Wallis waren die im Unterwallis (Martigny/Couchepin) angesiedelten Freisinnigen stets schwach und bewegen sich derzeit auf eine Art politischen Selbstmord zu. Im deutschsprachigen Oberwallis macht die FDP keinen Stich, dafür sammelt die SVP laufend Punkte, die mit Oscar Freysinger im Mittelwallis eine immer stärker werdende kantonale Persönlichkeit aufweist.

Offensichtlich glauben die FDP-Wahlkampf-Fürsten an ein metaphysisches Wunder. Es könnte „Stritti“ heissen, denn der langjährige Edel-Sozialdemokrat und erfolgreiche GGK-Werber (Jaguar-Fahrer und in Zollikon wohnhaft) gestaltet die neue FDP-Kampagne. Er hat schon mit Corine Mauch eine SP-Sachbearbeiterin zur Zürcher Stadtpräsidentin gemacht, die seit ihrem Amtsantritt beweist, dass es Stadtpräsidenten eigentlich nicht mehr braucht.

Mubarak nach Andermatt

Mittwoch, den 9. Februar 2011 um 13:32

Angesichts der ausgezeichneten schweizerisch-ägyptischen Beziehungen frage ich mich, weshalb noch niemand auf den Gedanken gekommen ist, dem ägyptischen Neo-Pharaonen Mubarak Asyl in der Schweiz, in Andermatt, anzubieten. Wir würden damit viele Fliegen auf einen Schlag treffen: Der Pharao bewegt sich in fast heimischer Umgebung; die Granitpyramiden zwischen Gotthard und Furka würden ihn die Heimat kaum vermissen lassen. Samih Sawiris ist dem Herrscher nicht unbekannt und hat, wie es der Zufall will, einige Villen anzubieten, die dem Mubarak-Clan Schutz bieten würden. Da Andermatt derzeit vom Schneefall nicht sehr begünstigt ist, sind leichte Spaziergänge entlang des Andermatter Nils, der Reuss, jederzeit möglich. Das Suwarov-Denkmal nilabwärts würde dem Herrscher aller Ägypter weniger gefallen, denn mit Russen (früher Sowjets) haben die Ägypter keine guten Erfahrungen gemacht.

Die neuen Klassenunterschiede

Mittwoch, den 9. Februar 2011 um 13:32

Der normale Schweizer wird Ingenieur oder Sekundarlehrer, als Frau gerne Model oder Bundesrätin. Der normale Schweizer Mann verdient zwischen CHF 70 000.– bis CHF 150 000.– p.a., die Frau in den obigen Berufen zwischen CHF 25 000.– und CHF 420 000.– p.a. Jetzt wird dieser stille Teich gestört durch die Ankunft neuer Berufsgattungen: Russische Ölhändler, die sich vermehrt in Zürich und Genf niederlassen, Jahreseinkommen ab CHF 1 Mio. aufwärts. Kein Wunder, dass die Schweizer besorgt sind ob dieser staatlich geförderten Überfremdung, die sie kraft mehr Cash aus den eigenen Revieren verjagt.

Gute Nachricht für Asbest-Industrielle

Mittwoch, den 9. Februar 2011 um 9:43

Das oberste Bundesgericht schützt in seiner Weisheit jene Industriellen, die ihre Mitarbeiter, oft während Jahrzehnten, dem Asbest ausgesetzt haben. Wer nach seinem Firmenaustritt später erkrankt, was bei Asbestkrankheiten, die meist tödlich enden, häufig der Fall ist, hat einfach Pech. Im Rahmen der Corporate Social Responsibility, die von unseren führenden Unternehmern hoch gepriesen wird, kommen derartige Fälle nicht vor.

16 000 Liechtensteiner mit eigener Uni

Mittwoch, den 9. Februar 2011 um 9:43

Schlechte Nachricht für die Universität St. Gallen, wo schon immer viele Liechtensteiner studierten, nicht zuletzt zahlreiche Mitglieder der Vaduzer Fürstenfamilie. Die Universität Liechtenstein in Vaduz hat ihre Tätigkeit aufgenommen, vielfach mit Fächern, die auch in St. Gallen gelehrt werden. Wer künftig Entrepreneurship, Geschäftsprozess-Management und Finanzwissenschaft studieren will, jeweils unter besonderer Berücksichtigung der heimischen Anliegen, muss künftig nicht mehr in die Schweiz reisen. Der Uni St. Gallen wird dies vorläufig, ausser etwas Prestigeverlust, wenig ausmachen, denn die deutschen Studenten stürmen den Rosenberg.

 
     
     
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