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Tagesarchiv für 8. Februar 2011

Putsch von oben

Dienstag, den 8. Februar 2011 um 14:05

Niemand kann sagen, Dr. Roger Schawinski sei ein langweiliger, abwartender oder wenig intelligenter Mensch. Im Gegenteil, als klassischer Typus des „insecure overachievers“ gräbt er sich seit Jahrzehnten wie ein Maulwurf durch die grünen Wiesen der stillen Schweizer Medienlandschaft. Das Führungsteam des Schweizer Fernsehens, einschl. seines Joggerfreundes Dr. Roger de Weck, hat in einem Putsch von oben die christlich-konservative Werthaltung der Aera Armin Walpen beendet. SRG-Generaldirektor Roger de Weck will definitiv, darin VBS-Chef Ueli Maurer nicht unähnlich, „das beste TV Europas“ machen. Er ist deshalb bereit, alle Umstürze von oben wie unten zu dulden. Was nicht allen gefällt, ist der Cliquen-Charakter der Personalentscheide, ganz wie bei der „Weltwoche“ und der „Basler Zeitung“ auch. Merke: Wir leben in einer wunderbaren Zeit des Wandels.

Goldenes Kalb Flughafen

Dienstag, den 8. Februar 2011 um 14:05

Seit Jahren nun wird der Süden von Zürich mit Fluglärm belastet. Die DVO mag wohl vordergründig der Grund sein. Doch schleichend wird daran gearbeitet, dass dieser Zustand nun gesetzlich verankert wird. Immer mehr auch am Abend werden tröpfchenweise Südenflüge durchgeführt. Ein Skandal! Dank einer allmächtigen Flughafenlobby rund um die DEUTSCHE „Swiss“ und einer gebetsmühlenhaften Leier rund um die volkswirtschaftliche Bedeutung des Flughafens bzw eines Schreckensszenarios von abertausenden Arbeitslosen falls auch nur ein Flieger weniger landen dürfte, wird die Bevölkerung für dumm verkauft und mit Fluglärm zugemüllt. Und die Politiker in Bern und im Kanton und in den Gemeinden sind dem goldenen Kalb Flughafen und Swiss verfallen oder kümmern sich aus wahltechnischen Gründen nicht darum. Wen wunderts, wenn wir im Süden der Meinung sind, dass es hier zu Lande auch nicht besser um den Filz steht wie in Aegypten, auf welches wir Schweizer so überheblich herabsehen. Pfui.

Urs Dumermuth

Soziale Vorurteile sind tödlich

Dienstag, den 8. Februar 2011 um 8:23

Wie die Bilder sich gleichen: Eine Fürsorgebehörde vernachlässigt ein bedrohtes farbiges Kleinkind, weil die Mutter eine brasilianische Prostituierte ist. Man wird sich gefragt haben: Lohnt sich der Kontrollaufwand in diesem katastrophalen Milieu? Vor sieben Jahren beklagt sich ein schwer behindertes 13jähriges Mädchen im Kanton Bern, es sei von zwei Männern sexuell missbraucht worden. Keiner glaubt ihm. Daraus wurden dann 114 Opfer. Merke: Die Behörden haben nicht wirklich Interesse an solchen unangenehmen Vorgängen. Mit den Tätern, die man nicht ernsthaft verfolgt, schützt man sich selber.

Politische Verarmung in Basel

Dienstag, den 8. Februar 2011 um 8:23

Die Basler Politiker würden gerne in Bern stärker in Erscheinung treten, erleben aber eine intellektuelle Verarmung im eigenen Grossen Rat (Kantonsparlament). Mit dem Ausscheiden von IHK-Direktor Andreas Burckhardt aus dem kantonalen Parlament verabschiedet sich ein politischer „hardliner“ der Liberalen Partei, der sich selber als Vertreter „einer harten Linie“ bezeichnet, der mit seiner Impulsivität auch gerne aufbrauste. Es ist ein Zeichen auch dafür, dass die Basler Grossindustrie kaum noch Interesse am örtlichen Parlament hat, das meist Hand zahm daher kommt und sich nur erregt, wenn es um eher Gewerbliches geht. Der am Rheinknie sehnlichst gewünschte stärkere Auftritt in der Bundespolitik lässt damit noch lange auf sich warten.

Revolten auch bei uns?

Dienstag, den 8. Februar 2011 um 8:23

Wer meint, nur in Tunesien oder Ägypten würden sich Revolten gegen die herrschende Klasse abspielen, wogegen in der Schweiz nicht, der irrt. 30 % der Stimmberechtigten können im Kanton Tessin ein „municipio“, eine Gemeinderegierung, absetzen, was die Grünen in Bellinzona veranlasst hat, eine entsprechende Unterschriftensammlung gegen die städtische Executive in Gang zu setzen. In Stein am Rhein murren Teile des Volkes gegen den Stadtpräsidenten Franz Hostettmann, der mit Hilfe der 750 Mio. Franken schweren Windler-Stiftung den 3300 Seelen-Ort am Rhein zu einem Bijou gemacht hat, das jährlich von über einer Million Menschen besucht wird. Wer von der Stiftung kein Geld erhält, wird automatisch zum Gegner des Steiner Stadtpräsidenten.

An dieser Stelle sei angemerkt, dass kein Politiker und kein Wirtschaftsführer die Staatskrisen in Nordafrika vorausgesehen hat, ganz ähnlich wie beim Zusammenbruch der ehemaligen DDR Das hat gravierende Folgen für Wirtschaft und Politik, den die notwendigen Anpassungsmassnahmen kosten sehr viel Geld. Die beiden Umstürze in Ostdeutschland und im Irak haben den Bewohnern beider Gebiete bisher wenig Glückgebracht. Merke: Unsere Elite sollte lernen, mehr in Diskontinuitäten zu denken als in Kontinuitäten.

 
     
     
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