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Tagesarchiv für 4. Februar 2011

War das in Ägypten eine Revolution?

Freitag, den 4. Februar 2011 um 14:25

Wie die Menschen in Kairo zwischen den Mubarak’schen Panzern spazieren gingen, sah eher nach einer Party aus als nach einer Revolution. Die mir bekannten Ägypter sind ruhige, gebildete Menschen, die sicher nicht auf die Strasse gehen. DasTwitter-Gewitter hat den ägyptischen Allzeitherrscher sicher nicht beeindruckt. Kein Wunder, dass er bleiben will. Weil es nicht „das Volk“ war, welches demonstrierte, sondern zumeist recht frustrierte Jugendliche, hat Obama, den schon die israelische Regierung nicht ernst nimmt, auch bei Mubarak keinen Stich gemacht. Einer allerdings hat die Vorgänge seit Jahren richtig gedeutet: Prof. emerit. Gunnar Heinsohn, Bremen, dessen Bücher über die Jugendrevolten ich allen herzlich empfehle. Kennengelernt habe ich ihn bei Prof. Dr. Fredmund Malik in St. Gallen, der dem Geschwätz der Strategieberater echte Analysen und Umsetzungen entgegen stellt.

Deutschland im Baumann-Mixer

Freitag, den 4. Februar 2011 um 14:24

Die gehobenen Ansprüche auf vertiefte Reportagen im Schweizer Fernsehen, wie SRG-Generaldirektor Roger de Weck es bei Amtsantritt versprochen hat, wird eingelöst am Beispiel von Frank Baumann, der das Thema „Deutschland und die Schweiz“ in fünf Sendungen durch seinen Mixer drehen darf: Von der Miss Porno bis „Joe“ Ackermann. Baumann, Sohn einer deutschen Mutter, ist Schnelldenker und -redner, der jedes Thema zur Show macht. Merke: Was dem Volk vorgesetzt wird, muss nicht gut sein. Auch die Regionalredaktionen von Radio DRS haben bisher nicht verstanden, was sich jenseits ihres engen Horizonts abspielt.

Wo sitzt die Macht?

Freitag, den 4. Februar 2011 um 14:24

Bundesrat Ueli Maurer ist der Auffassung „Wo das Gewehr ist, ist die Macht“. Das passt zu einer ähnlichen früheren Aussage, die mir bekannt ist: „Die Macht sitzt in der Mündung des Revolvers“. Meine Meinung: Ein mündiger Schweizer Bürger (oder Bürgerin), der seine staatlichen und familiären Verpflichtungen voll erfüllt, sollte weiterhin eine Waffe tragen dürfen. Diese seit Jahren im Land umgehende Sicherheits- und Gesundheitsmanie macht aus den Schweizern ein Volk von Psychopathen, die mehr Risiken und Gefahren sehen, als real vorhanden sind.

Reformierte Kirche im freien Fall

Freitag, den 4. Februar 2011 um 10:40

Schon Kirchenpräsident Ruedi Reich vermochte in den letzten Jahren nicht mehr zu überzeugen; seine reformierten Schäflein traten noch rascher aus der Zürcher Staatskirche aus als die Katholiken es taten. Jetzt, wo es um seine Nachfolge geht, ist der Spitzenkandidat ein ehrgeiziger Pfarrer aus Küsnacht/ZH, geschieden, dem man vor zwanzig Jahren ob seiner wilden Partnerschaft mit der Zirkuspfarrerin Katharina Hoby vorgeworfen hätte, er sei ein Familienzerstörer. Andrea Bianca hat einen Habitus wie ein Banker. Sein Konkurrent Michael Müller gibt als Grund für seine Kandidatur an, „er teile die Freude am Gestalten, Leiten und Repräsentieren.“ Freude am Glauben und an der Kirche scheinen nicht mehr standesgemäss zu sein.

Der neue Grossfürst Europas

Freitag, den 4. Februar 2011 um 10:39

Fürst Hans-Adam II. von Liechtenstein, leicht zu entdecken auf seinem Schloss über der Hauptstadt Vaduz, ein Milliardär, der sich ein Volk hält, hat ein Buch verfasst („Der Staat im dritten Jahrtausend“, Stämpfli, Bern), worin er empfiehlt, die von ihm geschaffene Verfassung aus dem Jahr 2003, die seine Handschrift trägt, als Alternative zur geltenden EU-Verfassung einzusetzen. Hans-Adam II. will möglichst viele Steuern und Ausgleichszahlungen abschaffen zugunsten einer europäischen Mehrwertsteuer, die bekanntlich in erster Linie vom Volk bezahlt wird. Die politisch domestizierten Liechtensteiner, gewissermassen handzahm, wären tatsächlich als Vorbild für die rasch verarmenden EU-Bürger geeignet. Dann hätte der Fürst auch ein zweites Problem einfach gelöst: Aus seinem Erzbischof Wolfgang Haas könnte man im grösseren Fürstentum EU endlich einen Kardinal machen. Gott behüte.

Zug: Klassenkampf gegen Bergkantone

Freitag, den 4. Februar 2011 um 10:39

Der Zuger Übermut hat den dort ansässigen nationalen CVP-Wahlkampfleiter Pfister dazu veranlasst, die Bergkantone zu beschimpfen. Worauf beruht jedoch der Erfolg Zugs?

– Es ist ein reicher Kanton, weil er mit niedrigen Steuern lockt. Diese Steuern werden andernorts gespart und fliessen in die Taschen der reichsten Menschen der Welt zurück.

– Die Schweiz ist international unter Druck geraten, ganz wie im Fall des UBS-Konzerns auch, weil die reichen Innerschweizer Kantone (Zug, Schwyz) eine Steuerpraxis an den Tag legen, die so glaubwürdig ist wie das Bankgeheimnis.

– Rund 150 000 Zuger unterhalten ein Territorium von gerade einmal 900 qkm. Die Bergkantone Graubünden, Wallis und das Berner Oberland müssen 6-8mal grössere Territorien unterhalten

– Zug und Schwyz sind dank der Autobahnen Vororte von Zürich, denn ohne die Grossstadt und deren Flughafen wäre die steuergünstig angesiedelte „grosse weite Welt“, der dort gerade die CVP-Parlamentarier treu dienen, schnell wieder verschwunden.

Die Zuger dürfen stolz darauf sein, was sie in den letzten vierzig Jahren geleistet haben, aber Hochmut gegenüber den anderen Eidgenossen ist deshalb nicht angebracht.

Zum Scheitern verurteilt

Freitag, den 4. Februar 2011 um 10:39

Schon bald werden wir eine neue Welt haben: Nicht jedes kleine Dorf, das zufällig eine eigene Sprache spricht und zu Wohlstand gekommen ist, wird sich als „Nation“ betrachten dürfen. Für Völker wird ein Mindest-Maßstab gelten. Und die monotheistischen Religionen werden aufgebrochen, d.h. Betrachtungen über den Hintergrund mit genau 13 Göttern werden zunächst widerwillig geduldet und schließlich zur Norm, da die alten Kindermärchen aus dem Alten Testament nur noch als lachhaft empfunden werden.

Zur Auflösung der NATO kommt es spätestens, wenn die Griechen Charakter zeigen und die Türkei in der Europa-Union (die ohnehin nur ein Zwischenzustand ist) willkommen heißen. Die jetzige USA/NATO-Politik, von allen Seiten Russland anzuknabbern, ist zum Scheitern verurteilt.

Tunesien: Mag das Volk sich austoben! Tunesien ist nicht Karthago, seine Regierungsform daher unerheblich.

Ägypten: Viel zu lange besteht dort schon ein intoleranter, lernunfähiger Islam. Je mehr Blut in diesem Zusammenhang fließt, umso besser für dieses korrupte Land. Wann endlich wird sich Ägypten mit Sudan (einschließlich der Süd-Gebiete) vereinigen?

Gerardo W. Físcher

 
     
     
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