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Tagesarchiv für 3. Februar 2011

„Schawi“ heimgeholt oder der doppelte Roger

Donnerstag, den 3. Februar 2011 um 16:03

Ohne die Zustimmung von SRG-Generaldirektor Roger de Weck hätten auch Fernsehchefs RuediMatter, Hansjörg Schoch und Diego Yanez Roger Schawinski nicht einladen dürfen, dort ab dem 22. August zu talken. Es zeigt die Öffnung, den neuen Wind, der im Schweizer Fernsehen zu wehen beginnt. Für Roger Schawinski ist ein Traum in Erfüllung gegangen; Roger de Weck hat eine alte Regel befolgt „Die höchste Form der Aggression ist die Umarmung“. Der bisherige Starmoderator der Schweiz, Markus Gilli von TeleZüri, wird auf die Hinterbeine gehen müssen, um nicht zweite Liga zu spielen. Klar ist auch: Schawis Ego wird jetzt grenzenlos sein. Wir haben jetzt eine Schweizer Variante von Michael Friedmann, dem die Zähne noch nicht gezogen sind.

Was für eine Gesellschaft!

Donnerstag, den 3. Februar 2011 um 14:24

Eine seriöse Studie hat ergeben, dass in Österreich zwei Drittel aller behinderten Frauen und jeder zweite behinderte Mann missbraucht werden. Die Schweizer behinderte Psychotherapeutin Aiha Zemp, welche diese Studie verfasst hat, geht davon aus, dass es bei uns nicht viel anders ist. Sie sagt, in einem Zürcher Heim gebe man behinderten Mädchen und Frauen systematisch die Pille, damit sie nicht schwanger werden, aber der Missbrauch falle deshalb umso leichter. Die von ihr geleitete Fachstelle „Behinderung und Sexualität“ wurde Ende letzten Jahres aus Kostengründen geschlossen. Offensichtlich sind die traurigen Vorfälle im Kanton Bern keine Ausnahme.

Das BAKOM verschleudert Geld

Donnerstag, den 3. Februar 2011 um 14:24

Eine Woche hat ein Hochschulteam die Sendungen von Radio DRS 2 analysiert und für CHF 260 000 eine Studie abgeliefert, die offensichtlich wenig wert ist. Offensichtlich ist die alte Schülerfalle zugeschnappt: Sehr fleissig, aber Thema verfehlt.

Als Dauerhörer von DRS 2 seit Jahrzehnten, bin ich begeistert von dieser SRG-Dienstleistung, die einen wunderbaren Mix bietet von nationaler und globaler Kultur, dazu meist intelligent und gut vorgetragen.
Da ich seit 40 Jahren mit Erfolg Studien produziere und verkaufe, verstehe ich auch nicht, wieso man CHF 260 000 für eine Woche Arbeit im Team plus Auswertung verlangen kann. Aus der Sicht des BAKOM kann es sich nur um Geldverschleuderung handeln, denn für CHF 80 000.–hätte man zu korrekteren Ergebnissen kommen können.

Angesichts des Vorwurfs, SRG 2 sei zu wenig schweizerisch und bei seinen Sendungen zu international, wüsste ich gerne, wie das Analyseteam personell zusammen gesetzt war. Jetzt müssen die Karten auf den Tisch, weil sonst der Vorwurf unweigerlich ist, das BAKOM wisse nicht wohin mit dem Geld.

Ohne Ausländer kein Wachstum

Donnerstag, den 3. Februar 2011 um 14:24

Ob Patrick Aebischer, der Präsident der ETH Lausanne, trotz seiner irischen Mutter ein Schweizer ist, kann nach geltender Regel nur Dr. Christoph Blocher entscheiden, der die Messlatte für echtes Schweizertum an die Übernahme des SVP-Geistes gebunden hat.

Wie falsch Blocher liegt, zeigen die Wachstumszahlen der Schweiz. Bis 2005 hatten wir kaum wirtschaftliches Wachstum im Land, weshalb das reale Volkseinkommen pro Kopf der Bevölkerung während zehn Jahren rückläufig war. Erst seit gut drei Jahren setzt ein neuer Binnenmarkt-Boom ein, der auf der Zuwanderung von Ausländern beruht: jährlich rund 100 000.

Ich nenne dies das Blocher-Paradox: Je mehr Ausländer, desto mehr Wachstum und SVP; je weniger Ausländer, desto weniger Wachstum und ebenfalls mehr SVP. FDP und CVP sind einfach hilflos, die SP will nur die Beamtenrente ihrer Mitglieder erhalten.

MBA-Stars kommen in die Schweiz

Donnerstag, den 3. Februar 2011 um 14:23

Nur 0,1 % der Weltbevölkerung lebt in der Schweiz, aber fast vier Prozent der besten MBA-Absolventen der weltbesten Universitäten des Jahrgangs 2007 haben ihren Arbeitsplatz in der Schweiz gefunden. Total 152. Deutschland hat nur 160 von ihnen gewonnen, Italien 98. Das sehr selektive IMD in Vevey ist weiterhin Nr. 14 der weltbesten MBA-Universities. Globale Elite haben wir immer mehr im Land, die nationale Elite lahmt.

Ungeliebte EU

Donnerstag, den 3. Februar 2011 um 14:23

Um EU-Botschafter Reiterer, der in Bern residiert, ist es still geworden. Seine Einmischung in die Schweizer Innenpolitik, die er stets als freundliche Nachhilfe verstand, ist bei uns im Land nicht gut angekommen; Brüssel hat ihm offensichtlich einen diplomatischen Maulkorb verpasst. Die Schweizer möchten nicht in die EU, aber auch die Deutschen möchten in ihrer Mehrheit nicht in der EU bleiben. Seit der Griechenlandkrise, die auch zustande kam, weil die Griechen den Deutschen für Milliarden Euro, die sie nicht hatten, Waffen, U-Bahnen und elektrische Anlagen abkauften, die wiederum von den deutschen Banken für diese gewinnbringend finanziert werden mussten, ist das Misstrauen der Deutschen gegenüber der EU von 51 % auf 67 % der Bevölkerung gestiegen. Nur noch 41 % der Deutschen glauben, ihre Zukunft liege in der EU, 34 % sind jetzt schon nein, so viel wie nie zuvor.

Was ist die EU? Seit der Montanunion ist die heutige EU nicht ein Friedensstifter in Europa (das ist PR in eigener Sache), sondern eine Förderorganisation für die grossen Konzerne und Banken unter Berücksichtigung der Grosslandwirte und anderer Randgruppen. Die Rechnung zahlen die EU-Völker, denen die Flut der Mehrwertsteuer längst bis an die Nasenspitze reicht. Nächstes Opfer: Schweiz.

Familie Blocher vor Allzeit-Tief?

Donnerstag, den 3. Februar 2011 um 8:32

Die UBS schreibt, die Aktie der Ems-Gruppe, Kernstück der Familie Dr. Christoph Blocher, sei zu teuer. Sohn Markus Blocher, so schreibt Lukas Hässig in der „Handelszeitung“, sei als CEO von Dottikon an den dortigen roten Zahlen selber schuld, weil er alle Manager vergrätze. Christoph Blocher selber kämpft wie ein Löwe darum, die Schweiz zu retten, was nur gelingen kann, wenn die SVP im Oktober grandios über die 30 % -Grenze springt, was angesichts der Eigentore von BDP, FDP und CVP wie aufgrund der Dauerschwäche der SP ziemlich wahrscheinlich ist. Siegt Blocher Père im Herbst, können seine Kinder in Ems und Dottikon ihn weiter nachahmen. Freude haben dürfte er nur an seinem dritten Standbein, den „Basler Läckerli“. Gewinnen alle Blochers, was man nie ausschliessen sollte, haben wir tatsächlich eine neue Herrscherfamilie.

Explosion aus dem Ruhezustand

Donnerstag, den 3. Februar 2011 um 8:32

Was in Nord- und Ostafrika sich derzeit abspielt, nenne ich die Explosion aus dem scheinbaren Ruhezustand. Die Völker beobachten ihre Regierungen, die meist ohne ihre Völker regieren (möchten), aus den Augenwinkeln. Sowie die Regierung Schwäche zeigt, ein leerer Raum entsteht, rücken die aktiven Teile des Volkes nach, dann immer mehr. Die Strassen füllen sich. Auch die Schweizer Bevölkerung ist nicht wirklich passiv. Sie beobachtet SVP, Grüne und Grünliberale, die Altparteien SP, CVP, FDP schon weniger. Sollte der soziale Stress zunehmen, wie von Bundesrätin Doris Leuthard exemplarisch vorgeführt, werden neue Energien entstehen. Dr. Christoph Blocher, der trickreiche Milliardär von der Zürcher Goldküste, wird versuchen, diese negativen Energien auf seine Partei zu fokussieren. Viel wird von den Schweizer Medien abhängen, ob sie diese Prozesse verstehen, was angesichts des forcierten Personalwechsels in den Redaktionen nicht selbstverständlich ist. Alle hängen irgendwie in der Luft: Die Schweiz als Insel im globalen Raum.

Kampf der Städte gegen die Bergregionen

Donnerstag, den 3. Februar 2011 um 8:32

CVP-Bundesrätin Doris Leuthard und ihr CVP-Wahlkampfleiter haben in diesem Jahr den Kampf der Städte gegen die Bergregionen eröffnet. Sie wollen die Subventionen im öffentlichen Verkehr und auch sonst kürzen, welche den „Steilhang-Fanatikern“ zugute kommen. Gleichzeitig bauen die grossen Schweizer Städte ihre Lobby gegen die Randregionen auf und die reichen Kantone wollen im Rahmen des Finanzausgleichs ihre Beiträge an die ärmeren Randkantone kürzen.

Das ist starker Tobak gegen die heiligsten Prinzipien des Schweizer Föderalismus. Von den Städtern wird verkannt:

– Die Finanzströme fliessen von den Peripherien in die Zentren (Bank- und Versicherungssystem der Schweiz)

– Die grossen Aufträge (Rüstungs- und Infrastrukturaufträge des Bundes gehen ins Schweizer Mittelland (Ruag, Oerlikon etc.). Im Alpenraum gibt es keine Rüstungsindustrie mehr.

– Die Verwaltungen des Bundes sind alle in den grossen Städten (Bern, Luzern/SUVA, Bundesgerichte in Lausanne, Luzern, St. Gallen und Bellinzona)

– Die Verwaltungen der bundeseigenen Betriebe sind ausnahmslos im Mittelland (Post, Bahn, Swisscom, SRG, Eidg. Münzstätte)

– Die Bundesmittel für die staatlichen Universitäten ETHZ und EPFL sind enorm und fliessen ausschliesslich in die Zentren.

Die Schweizer Bergkantone sind seit jeher sehr stark mit sich selbst beschäftigt und verfügen im Hinblick auf diese einseitige Entwicklung nicht über ein gemeinsames Argumentarium. Eine Nationalfonds-Studie zu diesem Thema ist längst angebracht.

Wie wird man reich?

Donnerstag, den 3. Februar 2011 um 8:32

Weil in einer Welt voller Unsicherheiten die Frage virulent ist, wie man ein Vermögen aufbaut, sei an dieser Stelle auf zwei Beispiele verwiesen:

– Samih Sawiris, dem das Bauland in Andermatt für Fr. 18 Mio. praktisch geschenkt wurde, muss auch für weitere zehn Jahre keine Grundstücksgewinnsteuern zahlen, was gemäss Fachleuten ein Geschenk von gegen CHF 100 Mio. bedeutet.

– Die Firma Adecco lebt davon, Teilzeit-Arbeitnehmer an Firmen zu vermieten, die dort finanziell schlechter gestellt und sozial weniger gesichert sind als die Stammbelegschaft. Die Eigner von Adecco verdienen sich daran ein goldenes Näschen.

 
     
     
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