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Tagesarchiv für 28. Januar 2011

Hoch die USA!

Freitag, den 28. Januar 2011 um 14:54

Wer unsere nordamerikanischen Freunde abschreiben möchte, weil sie alle ihre Kriege verlieren und fast so pleite wie Griechenland sind, sollte folgendes bedenken:

– Sie überlebten ihren Bürgerkrieg von 1861 – 65 mit Bravour.
– Sie hatten 1930 eine Weltwirtschaftskrise, die sie stärker machte (zuvor schon einige kleinere).
– Sie überlebten den 2. Weltkrieg als Siegermacht.
– Die Stagflation der 70er Jahre war kein Hindernis.
– Die Reagan-Revolution der 80er Jahre machte die Reichen reicher.
– Der Hightech-Boom er 90er Jahre machte einige Reiche noch reicher.
– Vor zehn Jahren waren die USA Spitze. Warum sollen sie jetzt zu Ende sein? Weil sie grosse Schulden haben? Keine Sorge, die bezahlen die Chinesen, die Araber oder wir Europäer.

Jung sein, eine Katastrophe

Freitag, den 28. Januar 2011 um 14:54

Die Regression der sozialen Systeme in Europa hat zur Folge, dass es der Jugend schlechter geht denn je. Die Jungen sind ärmer, dümmer und kränker als die ältere Generation. Sie dienen als Teilzeitarbeiter, die Saläre sind niedriger als früher, viele müssen fast gratis arbeiten als Freelancer oder Kurzzeit-Assistenten. Ärgerlich.

Luzerner Stapi will Kontrolle über Medien

Freitag, den 28. Januar 2011 um 9:23

Die Tatsache, dass der Luzerner Stapi Urs W. Studer die Medien als zu mächtig und eigensinnig einstuft, erinnert 1:1 an das Verhalten des ungarischen Präsidenten Viktor Orban. Auch Studer hat offenbar grössten Respekt vor der 4. Gewalt im Lande. Wegen der kritischen Berichterstattung über die Abgangsentschädigungen von Littau, fühlt sich der Stapi angegriffen und versucht die Medien zu zügeln. Studer hat an einem Lokalanlass seiner Wut freien Lauf gelassen.

Dieses Verhalten ist wegweisend für die ganze Schweiz, denn Studer versteht die Regeln der Medienwelt nicht. Er sieht die Medien als seine Feinde, was grundsätzlich schon mal vollkommen falsch ist. Wenn die Politik unter einander über Abgangsentschädigungen von Gemeinderäten spricht, haben die Medien das Recht, das Volk zu informieren. Politiker regen sich täglich darüber auf, dass in Unternehmen Abgangsentschädigungen teilweise nicht rechtens sind. Und jetzt zahlen sich Politiker gegenseitig Abgangsentschädigungen und meinen tatsächlich, dass das Volk kein Anrecht auf Aufklärung hat. Das zeigt überdeutlich das falsche Verständnis des Luzerner Stapis für die Medien. Würde Studer enger mit den Medien zusammenarbeiten und proaktiv aufklären, hätte er dort mehr Freunde und eher das Verständnis der Bevölkerung. Aber offenbar kennt er die Regeln der Medienwelt nicht und sollte, damit ihm solche dummen Missgeschicke nicht mehr passieren, sich intensiv im Umgang mit der 4. Gewalt im Lande auseinandersetzen. Ein Problem bleibt in der Politik aber bestehen: die angestellten Kommunikationsleute der Politiker sind in vielen Fällen die einfachen Spielbälle ihrer Chefs. Sie sollten ihrem Stapi als Sparringpartner zur Verfügung stehen aber offenbar lässt dies Studer nicht zu oder seine Kommunikationsverantwortlichen haben lediglich Angst, ihren Job zu verlieren und halten deshalb lieber den Mund. Das tun aber nur die schwachen Kommunikationsexperten.

Fidel Stöhlker

IFRS als Risiko

Freitag, den 28. Januar 2011 um 9:01

Jetzt beginnen die Wochen der Jahresmedienkonferenzen. Die internationale Form der Rechnungslegung, IFRS, ist die Grundlage der Glaubwürdigkeit. Jetzt hat die deutsche Bilanzpolizei DPR festgestellt, dass jeder vierte von ihr geprüfte Jahresabschluss fehlerhaft ist, sogar bedeutend mehr als im Vorjahr. Es ist zu bezweifeln, dass der Schweizer Aktionär eine bessere Grundlage hat. Wenn ich sehe, wie börsenkotierte Schweizer Konzerne serbeln, kann ich mir vorstellen, wie die „Financial Relations“-Abteilungen sich Mühe geben, dies zu verwedeln. Bei einem globalen Konzern ist es fast unmöglich, alle Bilanzen der Tochtergesellschaften termingerecht auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Was uns präsentiert wird, ist Bilanzierungs-Phantasie. Sie wird getragen vom Wunsch des Topmanagements, die Kurse mögen stabil bleiben und sich verbessern, wovon auch die Aktionäre profitieren, die den IRS-Zauber billigend hinnehmen. Das System soll jetzt auf KMU ausgedehnt werden.

Schlaflose Kinder als Risiko

Freitag, den 28. Januar 2011 um 9:01

Natürlich verteidigt Flughafen-CEO Thomas Kern seine Lärmmaschine, die 200-300 000 Menschen täglich belärmt, „weniger als vor 20 Jahren“, wie er sagt. Niemand zählt aber die Kinder, die wegen seines Einsatzes für die Luftfreiheit der Deutschen Lufthansa und Swiss zu Schaden kommen. Kinder, die nicht genügend schlafen, leiden später unter Depressionen, wie im „Journal of Psychiatric Research“ berichtet wird. Sie haben ein grösseres Risiko, später Alkohol- und Drogenabhängig zu werden. Kleinkinder müssen bis zu 15 Stunden am Tag schlafen, Kindergartenschüler bis zu 13 Stunden, Schulkinder elf Stunden und Teenager bis zu 10 Stunden. Im Anflugkorridor des Flughafens Zürich-Kloten ist dies unmöglich; die Gesellschaft zahlt die Kosten für den Umsteige-Flughafen, der zu gross geworden ist für eine sensible Region.

 
     
     
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