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Tagesarchiv für 24. Januar 2011

Die Mächtigsten haben Angst

Montag, den 24. Januar 2011 um 15:48

In Davos treffen sich die Mächtigsten der Welt, begleitet von den Grossmedien der Welt, motiviert von den Starpolitikern Europas und Welt, finanziert von den grössten Firmen der Welt. Sie haben Angst.

Prof. Dr. Klaus Schwab, der längst einen Nobelpreis verdient haben müsste, konfrontiert sie mit einem Szenario des Schreckens. Die Finanzkrise ist „very likely“, die „global governance“ könne zu einer Katastrophe führen, geopolitische Konflikte stünden an. Stürme und Cyclone würden kommen, die Korruption sei allgegenwärtig, die wirtschaftlichen Unterschiede würden zunehmen. Möchten Sie nach Davos?

Doris Leuthards Raumplanungs-Fiasko

Montag, den 24. Januar 2011 um 15:48

Es ist wie bei der Weihnachtsbeleuchtung der Zürcher Bahnhofstrasse. Einige ETH-Planungsekstatiker legen ein Projekt vor, das beim Volk gnadenlos durchfällt. Man kann nun das Volk beschimpfen, es sei nicht auf der Höhe der Zeit, aber in der Schweiz gibt es zwei wirkliche Entscheider: das Volk und der Erfolg.

Gleiches blüht nun Bundesrätin Doris Leuthard, die mit der geplanten Verteuerung der Tarife im öffentlichen Verkehr den Wunsch verbindet, die Menschen mögen weniger pendeln als bisher. Welcher Irrtum! Die Schweiz erwartet 9 Mio. Einwohner, gemäss „Le Temps“ sogar 10 Mio. Einwohner. Diese müssen zwischen den Quartieren Bern, Basel und Zürich ebenso pendeln können wie zwischen Lausanne, Genf und Bern. Es gilt deshalb, die Tarife der SBB zu senken, nicht sie zu erhöhen.

Das Argument, die Schweiz werde „verhüslet“ ist richtig für das weite Mittelland zwischen Romanshorn, Zürich und Bern. Unser Erholungsgebiet sind die Bergregionen, das Wallis, die Gotthard-Region und das Bündnerland. DieSchweiz wird eine Stadt, deren Bevölkerung günstig reisen muss.

Ringier: Lüönd – der Kampf um die Ehre

Montag, den 24. Januar 2011 um 15:48

Ein berühmter Satz lautet: „Unabhängig ist, wer mehr als drei Herren dient.“ In diesem Sinne sind der Zürcher Verleger Michael Ringier und der beste Medienjournalist der Schweiz, Karl („Kari“) Lüönd, unabhängig.
Ein besonders dramatischer Kampf ist soeben zwischen beiden ausgebrochen. Michael Ringiers journalistischer Lehrmeister Karl Lüönd hat dem Ringier-Verlag vorgeworfen,“journalistische Gefälligkeitsproduktionen“ zu publizieren. Verleger Michael Ringier, in seiner Glaubwürdigkeit ohnehin angeschlagen, sah darin Verrat und rügte, assistiert von Roger Schawinski, seinen Autor, auch er sei ein Gefälligkeitsjournalist; Ringier aber auf keinen Fall.

Es stehen sich zwei Alphatiere gegenüber: der Spitzenjournalist und der Spitzenverleger; beide wollen nur eines im Kopf haben, ihre journalistische wie verlegerische Unabhängigkeit.

Ich durchschlage den gordischen Knoten, indem ich festhalte: In einem kleinen Land, wie der Schweiz, kann es keine echte Unabhängigkeit geben. Sie ist vielmehr graduell. Bei Ringier kann man nicht alles kaufen, bei Kari Lüönd auch nicht. Was zurecht Stirnrunzeln auslöst, ist die Ringier’sche „Entertainment-Strategie“, wo man selber Stars produziert und an diesen verdient, indem man sie in den eigenen Medien (Print, Radio, Internet, etwas TV) zu Stars macht. Der Komiker Marco Rima ist ein gutes Beispiel für derartigen Journalismus, denn freiwillig gehen nur wenige zehntausend Menschen in dessen Filme. Rolf Knie und Mme Teissier wären ohne Ringier sicher auch keine Stars in der Schweiz. Pleiten, wie der jetzt von Ringier und der SRG zum „Schweizer des Jahres“ gemachte Schweizer Arzt in Haiti, kommen so zustande. Derlei schadet der Glaubwürdigkeit eines seriösen Verlegers, ganz wie Kari Lüönd gewarnt hat. In vierzig Jahren recht enger Zusammenarbeit mit den Schweizer Medien habe ich zwei bestechliche Journalisten erlebt, aber viele, die sich freiwillig „unter Einfluss“ begeben haben, sei dies der Bundesverwaltung oder kantonaler Behörden. Ernsthafte Bestechungen, wie sie in der Schweizer Industrie lange üblich waren, habe ich weder bei Verlegern noch bei Journalisten erlebt. Dazu sind die „stakes“ zu klein.

Aktion „Rettet die CVP!“

Montag, den 24. Januar 2011 um 9:04

Es ist merkwürdig: CVP-Parteipräsident Christophe Darbellay tritt als „sunnyboy“ seiner Partei auf und überzeugt meist durch seine Argumente. Fraktionspräsident Urs Schwaller wirkt staatsmännisch und wäre für mich jederzeit als Bundesrat wählbar. Doris Leuthard hat als Bundespräsidentin das beste Jahr ihres Lebens hinter sich. Aber die CVP kommt nicht auf Touren.

Wahrscheinlich fehlt den Christlich-Konservativen der Kampfgeist. Ihre Verbündeten findet sie in den ländlichen Kantonen und der Schweizerischen Bischofskonferenz, welche die Motorik einer Nähmaschine hat. Die in ihre Stammlande fliessenden Subventionen haben die CVP-Notabeln reich, aber träge gemacht, etwa vergleichbar den Schweizer Bankiers, wie sie von Hans J. Bär geschildert wurden.

Braucht die CVP im Wahljahr 2011 eine Aktion „Rettet die CVP!“?. Es sieht ganz so aus. Der St. Galler Nationalrat Thomas Müller ist eine komplexe, aber nicht unsympathische Persönlichkeit. Was er in Rorschach geleistet hat, ist bemerkenswert. Wenn Peter Spuhler, der benachbarte SVP-Nationalrat, ihn in sein Fahrwasser genommen hat, warum nicht? So ist Politik nun einmal.

Das „dream team“ Darbellay, Schwander, Leuthard muss jetzt massiv beschleunigen. Die Schweiz ist längst ein „city state“. Die CVP könnte ihre Werte etwas höher heben, damit nicht der Eindruck entsteht, nur die SVP habe welche.

Flugzeiten machen krank

Montag, den 24. Januar 2011 um 9:04

Im Grossraum Zürich werden täglich rund 200 000 Menschen um 6 Uhr früh von den nach Kloten einfliegenden Flugzeugen geweckt. Wer abends nicht spätestens um 23.00 Ihr ins Bett geht, riskiert Schäden wegen mangelnden Schlafes. Dies ist die Auffassung von Christian Cajochen vom Center for Chronobiology an der Universität Basel. Noch mehr verschärft sich für Hunderttausende die Situation, wenn die Flugzeuge nachts verspätet starten und landen dürfen. Cajochen: „Ein normaler Mensch bracht 7-9 Stunden Schlaf. Für die Schlafschuld muss man später büssen.“ Der Deutschen Lufthansa und ihrer Tochter Swiss, aber der Air Berlin, ist dies völlig gleichgültig. Die haben alt Bundesrat Moritz Leuenberger, dessen sanfte Verhandlungsführung den Deutschen gut gefiel, als Präsidentin in ihren Stiftungsrat gewählt. Thomas Kern, CEO des Flughafens Zürich-Kloten, argumentiert: „Wir produzieren heute weniger Lärm als vor zehn oder 20 Jahren.“ Lieber Thomas Kern, das ist nicht entscheidend. Als ehemaliger Zumiker Fluglärmgegner, dem man den Schneid abkaufte, müssen Sie wissen, was schon Churchill und Einstein bekannten: Ohne Nachtruhe keine Höchstleistung.

 
     
     
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