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Tagesarchiv für 19. Januar 2011

Wer will uns einen Bären aufbinden

Mittwoch, den 19. Januar 2011 um 16:10

Gute CHF 9,5 Mio. lässt sich die Stadt Bern den Um- und Ausbau ihres Bärengrabens kosten. Immerhin wird dieser fertig gestellt, während die Stadt Zürich die Planung des „Nagelhauses“, einer Toilette mit Cafébar, sich knapp 0,9 Mio. kosten liess, ohne es auszuführen, weil das Volk vernünftiger war. Alleine für „künstlerische Beratung“ erhielt ein weitgehend unbekannter Deutscher vom Zürcher Bauamt (grün geführt) CHF 100 000.—überwiesen.

Weil demnächst wohl wieder die Bären auch über die grüne Grenze in die Schweiz kommen dürften, sei daran erinnert, dass Bärenfreund Timothy Treadwell, der die Bären liebte, von einem solchen gefressen wurde, ebenso seine Freundin, die zu seiner Rettung, mit einer Bratpfanne ausgerüstet, aus dem Zelt stürzte, um zu Hackfleisch gemacht zu werden. Bären lieben die Menschen nicht, sie fühlen sich höchstens gestört von diesen. Jöööö……

Hinter den Kulissen der Credit Suisse

Mittwoch, den 19. Januar 2011 um 9:09

Die Dame würde jede Barbie-Puppe in den Schatten stellen. Sie ist der Topmanagerin des „Rohstoffs Jugend“, wie die Credit Suisse in ihrem jüngsten „Bulletin“ schreibt, Pamela Thomas-Graham, oberster Talentmanager der heute grössten Schweizer Bank. Rohstoff Jugend? Ein toller Ausdruck, so human. Die schöne Pamela, von der man sonst nie etwas vernimmt, die auch den Brand CS und die Kommunikation der Bank führt, will in diesem Jahr „weltweit die besten Talente an die Bank binden.“ Beim Anbinden des Rohstoffs wünschen wir viel Erfolg.

Wunderbare Dani Eckmann-Karriere

Mittwoch, den 19. Januar 2011 um 9:09

Wir wissen von ihm, dass er einmal ein guter Handball-Goalie war und seither gerne boxt. „Ich habe in Amerika auch einmal kurz Protestrhetorik studiert“, sagt er von sich, was wohl heissen soll, er war bei einigen Strassendemos gegen den Vietnamkrieg mit dabei. Jetzt sagt er, der noch nie ein Buch geschrieben hat: „Ich habe drei Bücher im Kopf, die noch auf Papier sollten.“ Bei diesem eigenwilligen Menschen handelt es sich um den ehemaligen Kaspar Villiger-Berater und dafür zum Dank auf den Stuhl des stellv. SRG-Generaldiktors beförderten Daniel Eckmann, der heute in der Rubrik „Schweizer Topkader“ firmiert.

Whistleblower an den Pranger

Mittwoch, den 19. Januar 2011 um 9:08

Sie gehen nicht den ordentlichen Weg, sondern nehmen die Abkürzung mit Hilfe der Medien. Auch der geschasste ex-Julius Bär Banker Rudolf Elmer will seinen ehemaligen Arbeitgeber an den Pranger stellen. Er steht jetzt vor Gericht und die meisten Menschen würden sich darüber freuen, wenn er verurteilt wird, Zeit im Gefängnis absitzen muss und eine empfindliche Geldbusse erhält. Die Kuscheljustiz der Schweiz jedoch will den illoyalen ex-Banker mit einer bedingten Strafe davonkommen lassen und die Busse von CHF 2’000.– ist schlichtweg lächerlich. Wenn der Staatsanwalt jetzt nicht ein Exempel statuiert, wird es viele weitere Whistleblower-Fälle geben. Bei diesen tiefen Bussen lohnt sich das aber auch wirklich. Dieser Markt wird sich noch weiter entwickeln und künftig dürften auch die Arbeitsverträge entsprechend angepasst werden, sodass der Anreiz, seinen Arbeitgeber an den Pranger zu stellen, verschwindend klein wird.

Ich bin für eine öffentliche Datenbank à la Wikileaks, wo alle Whistleblower, wenn sie dann verurteilt sind, an den Pranger gestellt werden, sodass sie auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr Fuss fassen können. Sie würden in Härtefällen auch den neuen Arbeitgeber in die Pfanne hauen und wer will schon solche Mitarbeiter.

Fidel Stöhlker

Ringier im ST-Business

Mittwoch, den 19. Januar 2011 um 8:31

Dem CEO des Ringier-Konzerns, Christian Unger, gelingt es, der NZZ eines seiner sehr seltenen Interviews zu geben, ohne das Thema der journalistischen Qualität auch nur anzuschneiden. Dafür plädiert er mit Verve: „Wir wollen Stars vermarkten.“ und das transaktionsbasierte Internetgeschäft fördern. Ringier sieht sich als Treiber im ST-Business. Ob das noch ein Verlag im klassischen Sinn ist?

– In Osteuropa hält Ringier noch eine Beteiligung, aber das Business, auch das redaktionelle, betreibt Springer.
– In der Schweiz stehen wir inmitten eines stürmisch sich entwickelnden Wahljahrs, an welchem die Ringier-Redaktionen offensichtlich nicht teilnehmen. Inlandchef Lehmann ist durch seine familiären Beziehungen zu Bundesrätin Simonetta Sommaruga nur beschränkt handlungsfähig. Der „SoBli“ bewegt sich im Schleuderkurs. Die „SI“ feiert die toten oder fast toten Alten: Tina Knie, Stefanie Glaser, Emilie Lieberherr und Nella Martinetti (Krebs). Nur Helmut Hubacher, 84, als Kommentator wirkt noch munter.

Ringier will auch, nach Jahren der Auseinandersetzung, Frieden mit der neuen SRG und bekämpft deren Internet-Expansion nicht (mehr). Das schwächt auch die anderen Schweizer Verleger. In der Schweiz will Ringier vielmehr um Druckaufträge kämpfen, auch wenn das Ausland billiger und oft besser liefert.
Verleger Michael Ringier hat sich völlig zurück gezogen, gibt auch seine einst berühmt-berüchtigten Vortragsmanuskripte nicht mehr ab. Die Dufourstrasse manövriert sich in die Bedeutungslosigkeit und Frank A. Meyer sitzt, wie einst Ovild am Schwarzen Meer, frustriert im Berliner Exil.

 
     
     
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