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Tagesarchiv für 17. Januar 2011

Sabanci-Martullo-Blocher

Montag, den 17. Januar 2011 um 15:23

Viele europäische Konzerne werden von ehemaligen Kranken- und Kinderschwestern geführt, welche die kranken Chefs auf der Bahre oder im Kinderzimmer verführten (Horten, Bertelsmann, Springer etc.). Andere starke Frauen wuchsen aus Familien hervor: Güler Sabanci führt einen der drei grossen Familienkonzerne der Türkei. Sogar ähnlich sieht ihr Magdalena Martullo, die im Auftrag ihres Vaters, eines bekannten SVP-Politikers, die Ems-Gruppe kontrolliert. Während Vater Christoph auf Deutsche und andere Ausländer schimpft, die unser Land unterwandern, beschäftigt Tochter Magdalena in ihrem Management zu 40% deutsche Manager, die dort auch die Forschung wieder auf jenes Niveau gebracht haben, das sie zuvor nicht hatte. Ganz offensichtlich unterwandert die Tochter den Vater, was sie auch schon getan hat, indem sie einen Italiener heiratete, der sich heute als Goldküsten-SVP-Politiker bewähren muss. C’est l’Europe, M.Blocher!

Corinne Mauch – Die Stadtpräsidentin wider Willen

Montag, den 17. Januar 2011 um 11:00

Es erinnert fast an die alte Geschichte der Widerspenstigen Zähmung. Zürichs Stadtpräsidentin und Sklavin der Öffentlichkeit, Corinne Mauch, mag ihren Job nicht mehr. Nach gerademal knapp zwei Jahren macht unsere Stadtpräsidentin schlapp. Das ist fast Rekord aber den hält der amtierende Direktor von Schweiz Tourismus, der nach wenigen Tagen seinen verantwortungsvollen Posten bei der SBB hin schmiss.

Mauch hat vergangene Woche an einem Anlass in Winterthur gesagt, dass sie die Wahl zur Stadtpräsidentin bereue, weil sie u.a. keine Privatsphäre mehr hätte. Das ist ein Skandal, den viele Zürcher Wähler noch nicht verstehen. SP-Wähler sind zwar stolz darauf, dass sie eine Stapi aus ihren Reihen haben aber dass sie nichts leistet für Zürich, verstehen sie nicht. Corinne Mauch ist die erste Stadtpräsidentin, die nicht stolz auf ihre Aufgabe ist. Sie ist dieser Aufgabe erstens nicht gewachsen und zweitens hat sie weder die Ausstrahlung zur Stapi, noch die Nähe zur Wirtschaft. Aber von der SP wurden wir nicht zum ersten Mal überrascht, denn wenn es um die Einzelpersonen geht, stehen sie sich am nächsten. Am deutlichsten hat das ja alt-Bundesrat Leuenberger gezeigt. Vom überzeugten Sozi zum Neu-Kapitalisten. Dafür kann er als künftiger Verwaltungsrat der Implenia seine Lebenspartnerin von ihrem Luft verpestenden Fiat Ritmo erlösen. Vermutlich sehen wir Familie Leuenberger künftig Perlenketten tragend im 911er. SP-Politik ist für mein Verständnis als Bürger und Wähler verlogen, entwicklungshemmend und unserer Gesellschaft nicht würdig.

Fidel Stöhlker

Wie stark sind die beiden Grossbanken wirklich?

Montag, den 17. Januar 2011 um 9:07

“Das Schicksal der Schweiz liegt total in den Händen unserer beiden Grossbanken”, sagt mir der Chefbeamte eines Kantons. Zehn Minuten später stelle ich die gleiche Frage einem sehr erfolgreichen wie erfahrenen exportstarken Unternehmer. Seine Antwort: “Leider stimmt das.” Der Schweiz ist eine Teilunabhängigkeit geblieben, die von den Parteien und dem Bundesrat als Schimäre aufgeblasen wird. Unsere Medien haben dies sehr gut verstanden: Sie schreiben, von der Bahnhofstrasse gut gebrieft:”Der teure Euro ist nicht wirklich ein Problem.” Der äusserst mutige Versuch des Direktoriums der Nationalbank unter Leitung von Philipp Hildebrand, der UBS wie der CS Rahmen zu setzen, damit sie nicht, wie unter Marcel Ospel mit Freunden geschehen, das Nationalvermögen der Schweiz verspielen, wird durch komplexe Manöver behindert. Das Risiko trägt das Schweizer Volk. Norbert Walter, langjähriger Chefvolkswirt der Deutschen Bank,ein absoluter Insider der globalen Finanzwirtschaft, sagte vor wenigen Tagen: “Banken wollen möglichst viele Störungen im Währungssystem, um daraus in Arbitrage-Prozessen Geld zu machen. Fällt ein Wechselkurs weg, sinken die Opportunitäten.”

Für die Schweiz bedeutet dies: Das internationale Finanzkapital (denn die beiden Grossbanken sind keine Schweizer Institute) hat die Realwirtschaft, einschl. des Volkes, im Griff. Die Souveränität des Schweizer Stimmbürgers und “seiner” Politik ist deshalb nicht nur ein aussenpolitisches, sondern auch ein innenpolitisches Thema. Die Schweiz als “liberalste Volkswirtschaft Europas”, wie soeben die US Heritage Foundation (Arbeitgeberseite) uns gelobt hat, ist insofern eine Chance für viele gebildete Schweizer, als die A-Schweiz der Banken, Konzerne, Anwälte und Treuhänder einen stabilen Standort braucht, um auf Dauer planen zu können. Wie das Beispiel der UBS zeigt, sind aber Bankmitarbeiter in der Schweiz bedeutend schlechter bezahlt als solche in den USA. Daraus lässt sich ablesen, welche Bedeutung die Schweiz noch hat. Daniel Vasella, VRP von Novartis, hat dies vor wenigen Tagen ebenfalls deutlich gesagt: “In der Schweiz haben wir noch 12 500 Mitarbeiter, über 100 000 in der ganzen Welt.” Wenn die Schweizer Parteien und Behörden die Anliegen der A-Schweiz umsetzen, bleiben wir ein globaler Spitzenstandort. Verlangt das Schweizer Volk als B-Schweiz, dass seine Interessen stärker berücksichtigt werden (Währungspolitik, Sicherheit, Aussenwirtschaftspolitik, Sozialpolitik), gehen die Interessen der A-Schweiz vor.

F.A. Meyer im Exil

Montag, den 17. Januar 2011 um 9:02

“Cicero” ist in Deutschland ein für viele überraschender Erfolg. Die intellektuelle Szene Berlins hat sich auf das Magazin aus dem Hause Ringier eingestellt. Die grosse Masse der deutschen Entscheider nimmt es nicht zur Kenntnis, aber ein Achtungserfolg ist es alle Mal. Frank A. Meyer, der Inspirator, ist in Berlin nicht zu jener Rousseau’schen Zentralfigur geworden, die er sich erträumte, aber es lebt sich gut an der Spree und einen Wechsel von ihm wünscht sich niemand. In der Schweiz stehen wir in einem Wahlkampfjahr, das wirklich entscheidender sein kann als viele andere zuvor, und der exilierte Meister aller Flüsterkampagnen muss in der Ferne ausharren. Das ist überaus frustrierend, zumal sich der”Blick” weitgehend aus der Innenpolitik zurück gezogen hat. Es bleibt abzuwarten, ob die meist auf Mittelmeer-Inseln lebenden Chefredaktoren das Ruder herum legen werden. Sie sind zweifellos stolz darauf, nach über 20 Jahren frustrierendem Anti-Boulevard-Journalismus‘ den Auflagentrend gekehrt zu haben. Den Schweizer Journalisten an der Dufourstrasse bleibt nur, in den Handschuh zu beissen. Ob die Ringier-Medien wieder ein innenpolitischer Faktor werden wollen, ist nicht absehbar. Jürg Lehmann ist mit seiner familiären Beziehung zu Simonetta Sommaruga handicapiert. Frank A. Meyer lebt in der Berliner Wüste. Eigentlich ein toller Plot.

 
     
     
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